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Frauen verdienen halb so viel wie Männer

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Bertelsmann-Studie belegt: - Frauen verdienen halb so viel wie Männer

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Gleichberechtigung unausgewogen: Mütter verdienen dramatisch weniger, arbeiten öfter in Teilzeit. Vor 1974 geborene Akademikerinnen verdienen wie geringqualifizierte Männer.

Frauen und Männer in Businesskleidung stehen nebeneinander an einer Wand.
Noch immer nicht gleich: Frauen und Männer am Arbeitsplatz.
Quelle: panthermedia

Frauen verdienen im gesamten Erwerbsleben nur etwa halb so viel wie Männer. Das berichtet eine neue Bertelsmann-Studie. Während Frauen im Westen Deutschlands im Laufe ihres Lebens ein Durchschnittseinkommen von rund 830.000 Euro erzielten, verdienten Männer durchschnittlich knapp 1,5 Millionen Euro.

Einkommen wie geringqualifizierte Männer

Bundesweit verdienten hochqualifizierte Frauen, die bis 1974 geboren seien, durchschnittlich so viel wie geringqualifizierte Männer. Jüngere Akademikerinnen könnten ein ähnliches Lebenserwerbseinkommen wie mittelqualifizierte Männer erwarten.

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Beitragslänge:
43 min
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Mütter arbeiten meist in Teilzeit

Vor allem Kinder führen zu einer Minderung des Lebenseinkommens - und zwar deutlich bei Müttern, aber "so gut wie gar nicht" bei Vätern, wie es in der Studie hieß. Denn hauptsächlich Mütter nehmen Auszeiten vom Arbeitsmarkt. Zudem arbeiteten Frauen zwischen 30 und 50 hauptsächlich in Teilzeit, während Männer meist in Vollzeit beschäftigt seien.

Mütter, die heute Mitte 30 sind, könnten mit einem Erwerbseinkommen von 580.000 Euro (West) und 570.000 Euro (Ost) im Laufe ihres Lebens rechnen. Kinderlose Frauen näherten sich beim Einkommen den Männern aber an.

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Im letzten Jahr wurden viele mächtige Posten erstmals von Frauen besetzt. So zum Beispiel die Spitze der EU-Kommission. Aber wie sieht es mit der Gleichberechtigung in Deutschland aus?

Beitragslänge:
2 min
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Gender Pay Gap greift zu kurz

Der häufig genannte Unterschied beim Bruttostundenlohn (Gender Pay Gap) - er lag für Frauen 2019 im Schnitt um 20 Prozent niedriger als für Männer – greife nach Ansicht der Stiftung zu kurz. Denn damit würden nur diejenigen berücksichtigt, die zu dem Zeitpunkt aktiv im Arbeitsmarkt waren. Wie groß die Kluft im gesamten Erwerbsleben wirklich sei, werde verschleiert.

Für die Studie war das Lebenserwerbseinkommen für das 20. bis 60. Lebensjahr berechnet worden, vor Steuern und Abgaben und ohne Transfers wie Eltern- oder Kindergeld. Basis sind die Daten von knapp 18.200 Personen aus einer repräsentativen Wiederholungsbefragung.

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