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"Kein Grad weiter": Weltweite Klima-Demos

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Fridays for Future - "Kein Grad weiter": Weltweite Klima-Demos

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Corona hatte die Fridays-for-Future-Bewegung ins Netz abgedrängt, jetzt ist sie zurück: Zehntausende Menschen haben weltweit für mehr Klimaschutz demonstriert.

Globaler Aktionstag für den Klimaschutz - erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie.

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Die weltweite Klimaschutzbewegung Fridays for Future hat an diesem Freitag erstmals seit dem Beginn der Corona-Krise wieder größere "reale" Protestaktionen gestartet. Von Island bis Australien waren weltweit mehr als 3.000 Aktionen geplant.

Mehr als 3.000 Aktionen weltweit

Die schwedische Klima-Aktivistin Greta Thunberg, die die Proteste 2018 angestoßen hatte, demonstrierte mit Mitstreitern vor dem schwedischen Parlament in Stockholm.

Wir müssen die Klimakrise wie eine Krise behandeln, so einfach ist das.
Greta Thunberg, Klima-Aktivistin

Derzeit werde das Thema aber nicht so dramatisch eingestuft und deshalb werde es auch schwierig sein, eine Lösung zu finden.

Die Organisatoren erklärten, das Ziel der Proteste sei, den Politikern klarzumachen, dass die Klima-Krise trotz der Virus-Pandemie akuter denn je sei. Das zeigten die verheerenden Brände im Westen der USA, die abnormen Hitzewellen in der sibirischen Arktis und Überschwemmungen in China.

Großdemo in München wegen Corona abgesagt

In Deutschland kamen Tausende Demonstranten zu Kundgebungen unter dem Motto "#Kein Grad weiter!" in vielen Städten. In Berlin versammelten sich nach Angaben der Polizei rund 10.000 Menschen, die Veranstalter sprachen von mehr als 20.000. In Köln waren es laut Fridays for Future ebenfalls 10.000. Auch in Stuttgart hätten sich 9.000 Menschen versammelt.

Die geplante Großdemonstration in München wurde wegen der hohen Infektionszahlen in der bayrischen Hauptstadt abgesagt

Tausende Demonstranten kamen zu Kundgebungen für mehr Klimaschutz in deutschen Städten.

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Forscher betont Erfolg der Fridays-for-Future-Bewegung

Klimaforscher Stefan Rahmstorf sagte bei der Kundgebung am Brandenburger Tor, er sei "überwältigt, wie viele gekommen sind". Die Corona-Krise sei sehr groß, die Klimakrise sei jedoch um ein Vielfaches dramatischer. Sie werde die Erde noch über Jahrhunderte und Jahrtausende belasten.

Fridays for Future -
Mit Demos "zurück in die Öffentlichkeit"
 

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von Mark Hugo
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Es gebe jedoch auch gute Nachrichten, betonte Rahmstorf, der sich bei "Scientists for Future" engagiert. Vor fünf Jahren hätten Umweltverbände ein Positionspapier mit Forderungen zur Eindämmung der Erderwärmung vorgelegt. Heute würden solche Vorschläge von der EU-Kommissionspräsidentin aufgegriffen. Dies sei zwar nicht ausreichend, aber ein "sehr großer Fortschritt", sagte Rahmstorf. "Diesen Fortschritt haben wir zum großen Teil Fridays for Future zu verdanken."

Proteste auch an Nord- und Südpol

Die Demonstranten bekamen auch Unterstützung von den Experten im Ewigen Eis: Forscher in Arktis und Antarktis demonstrierten ebenfalls für einen stärkeren Kampf gegen die Erderhitzung.

Das zeigten Bilder von der deutsch-französischen Forschungsstation Awipev auf Spitzbergen, einer arktischen Expedition des Schiffs "Polarstern" sowie von der Neumayer-Station in der Antarktis, die Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Instituts (AWI) in Bremerhaven unter dem Motto #KeinGradWeiter auf Twitter veröffentlichten.

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Als Forscher stünden sie in der Verantwortung, auf Risiken hinzuweisen, die sich aus ihren Daten ergäben. Auf dem Weg in den hohen Norden sei die "Polarstern" im Rahmen der "Mosaic"-Expedition viel zu schnell ans Ziel gelangt, "weil so wenig Meereis da war!", hieß es in einem weiteren Tweet.

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