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Maas: Hoffen auf Biden bei Corona-Bekämpfung

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Friedensforum Paris - Maas: Hoffen auf Biden bei Corona-Bekämpfung

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Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hofft auf Verbesserungen bei der internationalen Pandemiebekämpfung - mit einer stärkeren WHO und den USA als verlässlichem Partner.

Bundesaußenminister Heiko Maas steht am Rednerpult bei einer Pressekonferenz in Berlin. Er hofft auf eine bessere internationale Zusammenarbeit bei der Corona-Bekämpfung.
Außenminister Maas hofft auf internationale Zusammenarbeit bei der Corona-Bekämpfung.
Quelle: Reuters (Archiv)

Beim virtuellen mehrtägigen Friedensgipfel mit rund 60 Chefs von Staaten, Regierungen oder internationalen Organisationen auf Initiative des französischen Präsidenten Emmanuel Macron plädiert Bundesaußenminister Heiko Maas für Verbesserungen bei der internationalen Pandemiebekämpfung. Er setzt dabei auch große Hoffnungen auf den designierten US-Präsidenten Joe Biden.

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) machte bei dem Forum deutlich, er hoffe auf eine vebesserte Handlungsfähigkeit der Weltgesundheitsorganisation WHO bei weltweiten Gesundheitskrisen.

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Maas hofft auf stärkere Einbindung der USA

Nach dem Sieg von Joe Biden gegen Donald Trump bei der US-Präsidentenwahl hofft Maas auch auf eine stärkere Einbindung der USA bei der Bekämpfung des Coronavirus:

Und nach den US-Wahlen in der letzten Woche bin ich zuversichtlich, dass wir bei dieser Anstrengung auch wieder auf unsere amerikanischen Freunde werden zählen können.

Unter Trump haben die USA ihren Austritt aus der WHO eingereicht. Trump warf der Organisation vor, zu spät über die Gefahr des Coronavirus informiert zu haben. Biden will aber mit der WHO weiter zusammenarbeiten.

eine undatierte elektronenmikroskopische aufnahme des «u.s. national institute of health» zeigt das neuartige coronavirus

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Macron: Ärmere Länder sollen nicht auf der Strecke bleiben

Im internationalen Wettlauf um einen Corona-Impfstoff dürfen nach den Worten von Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron arme Länder nicht auf der Strecke bleiben. Für diese Staaten müssten ausreichend Impfdosen produziert werden, forderte der 42-Jährige bei der Eröffnung des Pariser Friedensforums.

"Seit fast einem Jahr haben wir eine Pandemie, die die Welt in einer noch nie da gewesenen Weise heimgesucht hat", bilanzierte Macron. Er habe sich unmittelbar vor dem Treffen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen ausgetauscht. Er mahnte:

Wir werden gegen das Virus nicht gewinnen, wenn wir einen Teil der Menschheit im Stich lassen.

Macron wies auf das Projekt ACT Accelerator (ACT-A) der WHO hin, das Forschung und Entwicklung in der Corona-Pandemie in drei Säulen beschleunigen soll - Tests, Medikamente und Impfstoffe. Das Projekt soll auch die faire Verteilung weltweit sicherstellen. Die neuseeländische Regierungschefin Jacinda Ardern fügte hinzu: "Niemand ist sicher, bevor wir nicht alle sicher sind."

WHO-Chef warnt vor "Impfstoff-Nationalismus

Der Chef der Weltgesundheitsorganisation WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus, warnte eindringlich vor einem "Impfstoff-Nationalismus". Die Pandemie drohe damit verlängert zu werden. Adhanom weiter: "Einige Länder kaufen mehr Impfstoffe im Voraus, in Mengen, die mehr als das Doppelte der Bevölkerung ausmachen (...)", sagte er.

Nach Angaben der Veranstalter sollten in Paris zugunsten von ACT-A mindestens 500 Millionen US-Dollar (rund 424 Millionen Euro) von internationalen Gebern zugesagt werden. Der WHO-Chef gab zu bedenken, es gebe einen Finanzierungsbedarf bei ACT-A von 28,5 Milliarden US-Dollar, davon seien 4,5 Milliarden Dollar dringend nötig.

EU-Kommission billigt Rahmenvertrag für Corona-Impfstoffe

Deutschland und die übrigen EU-Staaten hatten am Mittwoch bis zu 300 Millionen Dosen des vielversprechenden Corona-Impfstoffs der Unternehmen Biontech und Pfizer gekauft. Die EU-Kommission billigte dazu formal einen Rahmenvertrag.

Macron hatte das Friedensforum 2018 zum 100. Jahrestag des Weltkriegsendes 1918 ins Leben gerufen. In diesem Jahr findet es wegen der Corona-Pandemie weitgehend als Videokonferenz statt und endet am 13. November.

Forscher laufen auf eine Zielgerade zu, hinter der eine Spritze steht, die den Corona-Impfstoff symbolisiert.u

Wettlauf um Corona-Schutz -
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von Simon Haas
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