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Ressa und Muratow werden geehrt - Friedensnobelpreis für mutige Journalisten

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Der Friedensnobelpreis 2021 geht an zwei Journalisten: Maria Ressa von den Philippinen und Dmitri Muratow aus Russland. Sie werden für ihren Kampf für Meinungsfreiheit geehrt.

Es ist eine Ehrung in Zeiten von politischem Druck und Fakenews, ein Zeichen für die Pressefreiheit. Der Friedensnobelpreis geht in diesem Jahr an zwei kritische Journalisten: an Maria Ressa (Philippinen) und Dmitri Muratow (Russland)

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Der Friedensnobelpreis geht in diesem Jahr an die philippinische Journalistin Maria Ressa und den russischen Journalisten Dmitri Muratow. Das teilte das norwegische Nobelkomitee in Oslo mit.

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Beide werden für ihren Einsatz für Meinungsfreiheit ausgezeichnet - diese sei Voraussetzung für Demokratie und anhaltenden Frieden, sagte die Vorsitzende des Nobelkomitees, Berit Reiss-Andersen.

Freier, unabhängiger und faktenbasierter Journalismus dient dem Schutz vor Machtmissbrauch, Lügen und Kriegspropaganda.
Nobelkomitee

Das norwegische Nobelkomitee sei überzeugt, dass Meinungs- und Informationsfreiheit dazu beitragen, eine informierte Öffentlichkeit zu gewährleisten, so Reiss-Andersen.

Ressa "unerschrockene Verteidigerin der Meinungsfreiheit"

Als Journalistin und Leiterin von "Rappler", einem digitalen Medium für investigativen Journalismus, habe sich die 58-jährige Ressa als unerschrockene Verteidigerin der Meinungsfreiheit erwiesen, begründete das Komitee seine Entscheidung.

Philippinische Journalistin Maria Ressa
Setzt sich gegen Machtmissbrauch in ihrer Heimat ein: die philippinische Journalistin Maria Ressa. (Archivbild)
Quelle: Reuters

Sie kämpfe so gegen "den Machtmissbrauch und den wachsenden Autoritarismus in ihrem Heimatland", so Reiss-Andersen. So habe sie kritisch über die "umstrittene, mörderische Anti-Drogen-Kampagne" von Präsident Rodrigo Duterte berichtet.

Muratows Kampf für Meinungsfreiheit in Russland geehrt

Auch Dmitry Andrejewitsch Muratow, Chefredakteur der russischen Zeitung "Novaja Gazeta", wird für seinen Einsatz für Meinungsfreiheit ausgezeichnet. Der Journalist habe sich trotz Morden und Drohungen geweigert, die Unabhängigkeit seiner Zeitung aufzugeben und "sich konsequent für die Rechte von Journalisten eingesetzt", sagte die Nobelkomitee-Vorsitzende Reiss-Andersen.

Dmitri Muratow
Kämpft für Meinungsfreiheit in Russland: Dmitri Muratow. (Archivbild)
Quelle: dpa

Muratow verteidige seit Jahrzehnten die Meinungsfreiheit in Russland unter immer schwieriger werdenden Bedingungen, heißt es in der Erklärung.

"Novaja Gazeta" ist heute die unabhängigste Zeitung Russlands mit einer grundsätzlich machtkritischen Haltung.
Nobelkomitee

Seit ihrer Gründung im Jahr 1993 habe "Novaja Gazeta" kritische Artikel zu Themen veröffentlicht, die von Korruption, Polizeigewalt, rechtswidrigen Verhaftungen, Wahlbetrug und "Trollfabriken" bis hin zum Einsatz russischer Streitkräfte innerhalb und außerhalb Russlands reichen.

Ressa und Muratow "stehen stellvertretend für alle Journalisten, die dieses Ideal in einer Welt verteidigen, in der Demokratie und Pressefreiheit immer ungünstigere Bedingungen vorfinden", sagte Reiss-Andersen weiter.

Der Friedens-Nobelpreis geht dieses Jahr an zwei Journalisten für ihren Kampf für die Meinungsfreiheit. ZDF-Korrespondentin Phoebe Gaa mit mehr Details.

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1 min
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Nobelpreis seit 1901 verliehen

Der Nobelpreis wird seit 1901 jährlich in den wissenschaftlichen Disziplinen Medizin, Physik, Chemie und Literatur vergeben. Zum Ende der Nobelwoche erfolgt die Vergabe des Friedensnobelpreises.

Die Träger des Friedensnobelpreises seit 2011

Der Friedensnobelpreis wird als einziger der fünf Nobelpreise nicht in Stockholm, sondern in Oslo vergeben. Dort findet die Verleihung traditionell am 10. Dezember, dem Todestag von Preisstifter Alfred Nobel (1833-1896), statt. Seit 2020 beträgt das Preisgeld in jeder dieser Kategorien 10 Millionen schwedische Kronen (entspicht ca. 986.000 Euro).

Mittlerweile dazugezählt, aber kein vom Erfinder selbst intendierter Preis, ist der Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften. Dieser wird am kommenden Montag verliehen.

Das sind die diesjährigen Nobelpreisträger:

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