Friedrich Merz trifft Frankreichs Präsident Emmanuel Macron

    CDU-Chef trifft Präsident Macron:Merz will Beziehungen zu Frankreich verbessern

    |

    Seine erste Auslandsreise nach seinem Wahlsieg führt CDU-Chef Friedrich Merz nach Frankreich. In Paris trifft er Präsident Emmanuel Macron.

    Die vom französischen Regierung verbreitete Aufnahme zeigt Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz zu Besuch im Élysée-Palast mit dem französischen Präsident Emmanuel Macron.
    Frankreichs Präsident Macron hat CDU-Chef Merz zu einem Gespräch empfangen. Sie wollen ein neues Kapitel in den deutsch-französischen Beziehungen aufschlagen, so die Union.27.02.2025 | 0:16 min
    Der mögliche neue Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und der französische Präsident Emmanuel Macron wollen gemeinsam neuen Schwung in die deutsch-französischen Beziehungen bringen. Nach einem dreistündigen Treffen mit Macron im Élysée-Palast am Mittwochabend sagte Merz:

    Zusammen können unsere Länder Großes für Europa erreichen.

    Friedrich Merz

    Es war der erste Auslandsbesuch des CDU-Chefs nach seinem Sieg bei der Bundestagswahl.

    Gespräch in "freundschaftlicher Atmosphäre"

    Nach dem Empfang beim französischen Präsidenten zeigte sich der Unions-Kanzlerkandidat zuversichtlich: "Vielen Dank, lieber Emmanuel Macron, für Deine Freundschaft und Dein Vertrauen in die deutsch-französischen Beziehungen", schrieb Merz am Mittwochabend im Onlinedienst X auf Deutsch und Französisch.
    Der Mitteilung fügte er ein Bild von sich und Macron hinzu, auf dem beide Politiker ins Gespräch vertieft zu sehen sind.
    Ein Klick für den Datenschutz
    Erst wenn Sie hier klicken, werden Bilder und andere Daten von X nachgeladen. Ihre IP-Adresse wird dabei an externe Server von X übertragen. Über den Datenschutz dieses Social Media-Anbieters können Sie sich auf der Seite von X informieren. Um Ihre künftigen Besuche zu erleichtern, speichern wir Ihre Zustimmung in den Datenschutzeinstellungen. Ihre Zustimmung können Sie im Bereich „Meine News“ jederzeit widerrufen.
    Aus CDU-Kreisen hieß es, das Gespräch habe in sehr freundschaftlicher Atmosphäre stattgefunden. Merz und Macron seien sich einig gewesen, ein neues Kapitel in den deutsch-französischen Beziehungen aufzuschlagen. Es habe eine sehr große Übereinstimmung in den Themen und viele Ansatzpunkte für gemeinsame Initiativen gegeben.
    Wulf Schmiese
    Eine Koalition zwischen SPD und Union gilt als wahrscheinlichste Option, heute trafen sich CDU-Chef Merz und Kanzler Scholz im Kanzleramt. Einschätzungen von Wulf Schmiese.25.02.2025 | 1:18 min

    CDU-Chef: Übereinstimmung größer als erwartet

    Merz hatte im Wahlkampf immer wieder angekündigt, sich als Kanzler für bessere deutsch-französische Beziehungen einzusetzen. Der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" sagte Merz nach dem Gespräch mit Macron:

    Die Übereinstimmungen waren noch wesentlich größer, als ich es erwartet hatte.

    Friedrich Merz, CDU-Kanzlerkandidat

    Die "FAZ" schrieb, der Austausch habe alle Themenbereiche von Verteidigung über Migration bis zur Handelspolitik betroffen und sei ausgesprochen konstruktiv verlaufen.
    Friedrich Merz, der neue mögliche Kanzler im Portrait bei der Pressekonferenz nach der Bundestagswahl 2025 im Konrad-Adenauer-Haus.
    Nach dem Sieg der Union bei der Bundestagswahl verfolgt CDU-Chef Friedrich Merz einen ambitionierten Zeitplan. Bis Ostern soll eine Koalition mit der SPD stehen. 24.02.2025 | 3:45 min

    Élysée-Palast äußerte sich nicht zum Treffen von Macron und Merz

    Schon in den ersten Stunden nach seinem Wahlsieg hatte Merz die Bereitschaft erkennen lassen, sich den Positionen Macrons anzunähern - etwa mit Blick auf die Stärkung der Verteidigungsfähigkeit Europas angesichts des Kurswechsels von Trump, der sich rasant russischen Positionen annähert und die Ukraine-Hilfen kürzen will.
    Der Élysée bestätigte das Treffen von Merz und Macron, äußerte sich aber nicht zum Inhalt des Gesprächs. Macron verzichtete darauf, ein Foto in den Onlinediensten zu veröffentlichen.
    Quelle: AFP, dpa

    Mehr zur Entwicklung nach der Bundestagswahl