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Illegale Grenzübertritte nehmen zu

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EU-Grenzschutzagentur Frontex - Illegale Grenzübertritte nehmen zu

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Die Corona-Pandemie hat den Flüchtlingsstrom nach Europa fast unterbrochen. Jetzt ist die Zahl der Flüchtlinge Richtung EU wieder stark angestiegen.

Migranten vor einer Asylbehörde in Athen.
Migranten vor einer Asylbehörde in Athen.
Quelle: Aristidis Vafeiadakis/ZUMA Wire/dpa/Archivbild

Die Zahl der Flüchtlinge Richtung Europäische Union ist wieder stark angestiegen. Im Mai gab es auf den Hauptmigrationsrouten in Europa fast 4.300 unerlaubte Grenzübertritte, fast dreimal so viel wie im Vormonat, berichtet die Funke Mediengruppe unter Berufung auf die EU-Grenzschutzagentur Frontex.

Im April waren die Zahlen im Zuge der Corona-Pandemie auf ein Rekordtief gesunken. Von Januar bis Mai registrierte Frontex 31.600 illegale Grenzübertritte - sechs Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Mehr Fälle auf allen Routen

Auf der Strecke über das zentrale Mittelmeer - also von Libyen und Tunesien nach Italien und Malta - gab es rund 1.000 unerlaubte Grenzübertritte, ein Anstieg von 40 Prozent gegenüber April, wie es weiter hieß. Von Januar bis Mai erfasste Frontex 5.500 Fälle, fast dreimal so viele wie in der gleichen Periode 2019. Die Migranten stammten vor allem aus Bangladesch, dem Sudan und der Elfenbeinküste.

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Über das westliche Mittelmeer - also von Marokko nach Spanien - kamen im Mai dem Bericht zufolge mehr als 650 Flüchtlinge. Das waren fast viermal so viele wie im April. In den ersten fünf Monaten des Jahres wurden 3.700 Migranten registriert, weniger als die Hälfte als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Fast jeder zweite Flüchtling war Algerier. Auf der Westbalkanroute wurden im Mai mehr als 900 illegale Grenzübertritte verzeichnet, zehnmal mehr als im April. Von Januar bis Mai gab es mehr als 6.900 Fälle, ein Anstieg von 50 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

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