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"Für & Wider" - Wie fremd sind sich Ost und West?

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Katja Kipping, bis vor kurzem Vorsitzende der Linken, sprach bei "Für & Wider - Die ZDF-Wahlduelle" mit AfD-Spitzenkandidat Tino Chrupalla über die Spaltung von Ost und West.

Unglücklich vereint: Wie fremd sind sich Ost und West? Katja Kipping, Die Linke, und Tino Chrupalla, AfD, werben für die politischen Rezepte ihrer Parteien.

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Das Ziel - auch 31 Jahre nach dem Mauerfall - ist es, gleichwertige Lebensverhältnisse in Ost und West zu schaffen. Viele Menschen im Osten fühlen sich trotz des wirtschaftlichen Aufschwungs abgehängt. Und das bis heute. Viele stehen der Demokratie und dem aktuellen Bundestagswahlkampf deshalb auch skeptisch gegenüber.

Chrupalla: Nehmen Sorgen und Nöte der Bürger auf

Zu Beginn des ZDF-Wahlduells "Für & Wider" erklärte der AfD-Spitzenkandidat Tino Chrupalla, dass die AfD die Linke im Osten als Kümmererpartei abgelöst habe, und sagte: "Wir nehmen die Sorgen und Nöte der Bürger auf und werden dafür gewählt."

In "Für & Wider" wirbt Tino Chrupalla von der AfD bei Wählern in Ostdeutschland für Stimmen für seine Partei.

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Seine Kontrahentin Katja Kipping, ehemalige Vorsitzende der Partei Die Linke, entgegnete, dass die Linke den Bürgern bei Streiks immer zur Seite gestanden habe, und "nicht wie die AfD in ihren Reden im Bundestag immer gegen die Sozialpolitik gewettert hat". Ihrer Ansicht nach steht die AfD nicht an der Seite der Menschen.

Kipping: Stehen an der Seite derer, die wenig verdienen

Laut Chrupalla ist die AfD die Partei derer, die im Land wertschöpfend arbeiten: "Wir vertreten die 15 bis 20 Millionen Vergessenen der Bevölkerung, für die sich keiner interessiert und weisen auf die Probleme hin, die diese Menschen haben." Kipping stellte daraufhin heraus, dass die Linke nicht nur besser werden möchte und nicht nur die Unzufriedenen erreichen will: "Wir stehen an der Seite derer, die wenig verdienen und derjenigen, bei denen das Geld nicht für den Monat reicht."

Katja Kipping, Die Linke, debattiert mit Tino Chrupalla von der AfD. Er ist der Meinung: "Jeder Partei, die Steuererleichterungen verspricht, die lügt".

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Die Linke wolle mit ihrer Politik der Spaltung entgegenwirken, betonte Kipping. "Hätte die Bundesregierung in den vergangenen 20 Jahren mehr Anträge von uns angenommen, hätte es die AfD im Osten schwerer gehabt, denn wir wollen, dass es gemeinsam besser geht", konstatierte die Linke-Politikerin.

Gleichzeitig lobte sie aber auch die Menschen im Osten, die nach der Wende den Mut hatten, sich selbständig zu machen, obwohl sie kein finanzielles Polster hatten. "Man muss über den Respekt für den Wagemut und die Lebensleistungen reden, bei allen Problemen und Benachteiligungen."

Darüber diskutieren in “Für & Wider - Die ZDF-Wahlduelle" Tino Chrupalla, Bundessprecher und Spitzenkandidat der AfD, und Katja Kipping, Bundestagsabgeordnete von Die Linke.

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Besserer finanzieller Ausgleich zwischen Ost und West

Nach Ansicht des AfD-Spitzenkandidaten haben die Menschen "Schränke voll Wertschätzung und Anerkennung". Die finanziellen Unterschiede zwischen Ost und West gehören ausgeglichen, konstatierte Chrupalla. Protest sei daher richtig und wichtig.

60 Ost-Gemeinden haben geringste Lohnbruttosummen, die Ostrente ist niedriger und dann gibt es einen Ostbeauftragten, der die eigene Bevölkerung beschimpft.
Tino Chrupalla, Spitzenkandidat der AfD

Kipping stimmte zu, dass die Gehälter deutschlandweit auf ein Niveau angepasst werden müssen, denn in manchen Bereichen sei der Ostlohn 80 Prozent von dem im Westen bezahlten Betrag.

Deshalb waren wir die ersten, die Druck wegen des Mindestlohns gemacht haben, die AfD hingegen hat heftigst gegen eine Stärkung des Flächentarifvertrags gewettert.
Katja Kippping, ehemalige Vorsitzende Die Linke

Chrupalla, der die AfD als gesamtdeutsche Partei sieht, entgegnete, dass der Mindestlohn auch Arbeitsplatzverluste mit sich gebracht habe, denn "Mindestlohn muss man sich erst einmal leisten können".

Chrupalla gegen Quotenregelung für Ostdeutsche

Deutschland brauche die Industrie und den Mittelstand, die Arbeitsplätze schaffen. "Alle reden immer von Steuerentlastungen bei den Geringverdienern, aber wer wenig Steuern zahlt, kann auch kaum entlastet werden", lautet Chrupallas Schluss. Man solle eher über die Sozialversicherungsbeiträge sprechen, die seiner Ansicht nach die wahren Kostentreiber seien.

Kipping betonte, dass der Ostbeauftragte nicht nur über Probleme reden, sondern eher die klugen Köpfe aus dem Osten fördern und vernetzen solle. AfD-Politiker Chrupalla lehnte eine Quotenregelung für Ostdeutsche ab. Man müsse eher den Menschen Mut machen, da es vielen an Mumm fehle, sich für solche Positionen zu bewerben.

Kipping: Vom Osten lernen

Des Weiteren erklärte er, dass seine Partei sich für eine direkte Demokratie einsetze und Volksabstimmungen machen möchte: "Die Bürger wollen gefragt werden, und wir wollen wissen, was die Bürger wollen."

Katja Kipping erklärte abschließend, dass man durchaus auch vom Osten lernen könne, denn "die Berufstätigkeit bei Müttern ist im Osten doppelt so hoch, wie im Westen".

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