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'Für & Wider' - Radikale Klimawende notwendig?

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Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner diskutierte bei "Für & Wider - Die ZDF-Wahlduelle" mit dem Grünen-Abgeordneten Cem Özdemir über die Klimawende und ihre Auswirkungen.

Zu Gast beim Moderationsteam Dunja Hayali und Andreas Wunn sind Cem Özdemir, Bundestagsabgeordneter von Bündnis 90/Die Grünen, und Christian Lindner, Vorsitzender der FDP.

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Die aktuelle Flutkatastrophe, bei der mehr als 150 Menschen ums Leben gekommen sind, hat die Klimafragen in den Mittelpunkt des Wahlkampfes gerückt. FDP-Chef Christian Lindner stellte gleich zu Beginn des ZDF-Wahlduells "Für & Wider" klar, dass "die Klimapolitik der Bundesregierung die gesetzten Ziele nicht erreicht".

Er sehe im Klimaschutz den nächsten Fortschrittsmotor: "Wir sind das Land der Ingenieure und Techniker und müssen den Klimaschutz zum Exportschlager machen". Seiner Ansicht nach würde Deutschland, wenn eine Technologie zum Klimaschutz gefunden werden würde, einen Beitrag für die ganze Welt leisten und so auch die anderen Länder motivieren, nachzuziehen.

Fünf Tage nach der Flut ist "ZDFzeit" in den Krisen-Regionen der Republik unterwegs, trifft Betroffene und Helfer. Das ganze Ausmaß der Tragödie wird so langsam sichtbar.

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Özdemir: Mit gutem Beispiel vorangehen

Sein Kontrahent, Cem Özdemir, Bundestagsabgeordneter von Bündnis 90/Die Grünen, entgegnete, wenn Deutschland zeige, dass Wachstum, Wohlstand und Klimaschutz gleichzeitig funktioniere, es auch Nachahmer geben werde. Er sprach sich dabei für eine "ökologisch soziale Marktwirtschaft" aus.

Cem Özdemir plädiert in "Für & Wider" dafür, beide Seiten an Bord zu holen: Die Besorgten, die Verbote fürchten und die Besorgten, die Angst vor der Klimakatastrophe haben.

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Der Grünen-Politiker gab zu bedenken, dass man aktuell "wertvolle Zeit" verliere. "Wenn wir es schaffen wollen, müssen wir beide Seiten mitnehmen, diejenigen, die wirtschaftliche Sorgen und Angst um ihre Arbeitsplätze haben und diejenigen, die sich Gedanken um die nachfolgenden Generationen machen", betonte er. Laut Özdemir müsse man das jetzt umsetzen, denn "Machen ist das neue Reden".

Lindner: Bestehende Konflikte sind auflösbar

Lindner konterte, dass die bestehenden Konflikte "auflösbar" seien. Er forderte einen systemischen Ansatz. "Man darf nicht nur schauen, ob das E-Auto lokal im Tank klimaneutral ist, sondern muss auch die Batterie und ihre Klimabilanz im Blick haben", erklärte er.

Christian Lindner, Vorsitzender der FDP, wünscht sich Wahlfreiheit für die Bürgerinnen und Bürger, wenn es um die Maßnahmen zur Bekämpfung der Klimakrise geht.

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In Bezug auf die Einführung eines Tempolimits erklärte Cem Özdemir, dass nicht nur der ADAC und die Polizeigewerkschaft, sondern auch die Mehrheit der Deutschen für eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf deutschen Straßen seien. Er forderte einen Versuch, damit man schauen könne, ob der Verkehr zurückgehe und es weniger Unfälle gebe.

Wird es dem Osten Europas gelingen, die von Brüssel gesteckten Klimaziele zu erreichen? Andreas Klinner reist mit dem e-Auto von Kleszczow nach Tallinn.

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Özdemir: Tempolimit kommt auf jeden Fall

Özdemir zeigte sich zuversichtlich, dass das Tempolimit mit Einführen des autonomen Fahrens auf jeden Fall kommen werde:

Wer möchte in einem selbstfahrenden Auto mit 250 Kilometern pro Stunde über die Autobahn rasen?
Cem Özdemir

Der Grünen-Politiker fügte hinzu, dass bei E-Mobilität auch der Energieverbrauch mit der Höhe der Geschwindigkeit steige. Sein Kontrahent Lindner bezeichnete die Diskussion ums Tempolimit als "Werteentscheidung, die wenig mit Klimaschutz zu tun hat".

Auf Nachfrage des Moderatoren-Duos Dunja Hayali und Andreas Wunn, erklärte der FDP-Politiker, dass es Inlandsflüge auch weiterhin geben werde. Als Begründung nannte er das Fehlen von Hochgeschwindigkeitszügen in Deutschland: "Man kann nicht eine Sache verbieten, ohne kostengünstige Alternativen anzubieten". Um Alternativen wie Hochgeschwindigkeitstrassen anbieten zu können, forderte Lindner für deren Umsetzung schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren. Cem Özdemir stimmte ihm dabei zu.

Alternativen zum Schienenverkehr?

Er würde sich zudem eine App wünschen, die ihm seitens der Verkehrsträger die schnellste, günstigste und zugleich auch emissionsfreie Strecke vorschlägt. "Wir müssen die Verkehrssysteme auf den Stand der heutigen Technik bringen und da, wo es keine Eisenbahnen gibt, Alternativen anbieten", konstatierte er.

Die Nachfrage Dunja Hayalis, ob sich da nicht sofort eine Bürgerinitiative gegen den Ausbau wehren würde, konterte er mit "Sie bedienen Klischees" und erklärte, dass beispielsweise die CSU vor Ort Proteste organisieren würde, aber auf Landes- und Bundesebene sich für den Ausbau ausspreche. "Wir müssen uns klar machen, dass wir als viertgrößte Volkswirtschaft nach dem St. Floriansprinzip keine Klimaneutralität hinbekommen", fügte er hinzu.

Cem Özdemir, Bundestagsabgeordneter von Bündnis 90/Die Grünen, und Christian Lindner, Vorsitzender der FDP, diskutieren wie die Klimaziele noch erreicht werden können.

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Reemtsma: Mehr ÖPNV und Fahrradwege

Die Fridays for Future-Aktivistin Carla Reemtsma war auch Gast der Diskussionsrunde. "Ich bin entsetzt, dass hier über Hochgeschwindigkeitszüge gesprochen wird, obwohl dringend der Ausbau von ÖPNV und Fahrradwegen benötigt wird", lautete ihr Resümee.

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