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Treffen der Gesundheitsminister : G20: Corona-Impfstoffe besser verteilen

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In vielen Ländern mangelt es weiter an Corona-Impfstoff. Die Gesundheitsminister der G20-Staaten haben sich darauf verständigt, Impfstoffe weltweit besser zu verteilen.

Coronaimpfung im Princess Christian Hospital in Sierra Leone am 15.06.2021
Besonders auf dem afrikanischen Kontinent mangelt es an Impfstoff.
Quelle: picture alliance / photothek

Die 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer wollen Impfstoffe gegen Covid-19 besser verteilen und sich für künftige Gesundheitskrisen besser wappnen. Daruaf einigten sich die G20-Gesundheitsminister.

Ziel ist es, die Vakzine in die ärmsten Länder der Welt zu bringen, erklärte Italiens Gesundheitsminister Roberto Speranza zum Abschluss des zweitägigen Treffens am Montag in Rom. Auch die Produktion solle ausweitet werden, damit weitere Staaten Impfstoffe herstellen könnten.

Folgende Grafik zeigt die Entwicklung der Inzidenz nach Weltregion:

ZDFheute Infografik

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Italien hält derzeit den G20-Vorsitz. Es war eines der letzten Ministertreffen vor dem Gipfel der Staats- und Regierungschefs Ende Oktober.

Die Gesundheitsminister planten weitere Schritte in der Pandemie, analysierten, welche Auswirkungen Corona auf das Erreichen der 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen hatte und wie man zukünftig solche Gesundheitskrisen verhindern beziehungsweise sich besser darauf vorbereiten kann.

G20: Zugang zu Impfstoffen für alle

In ihrer 33 Punkte umfassenden Abschlusserklärung verpflichten sich die Staaten dazu, an einem weltweiten Zugang zu sicheren und erschwinglichen Impfstoffen und Therapien gegen Covid-19 zu arbeiten.

Während die Corona-Kampagne in Deutschland festgefahren ist und Impfstoff teilweise vernichtet werden muss, fehlt er in anderen Ländern massiv - etwa in Kenia.

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Dieser "Pakt von Rom", wie Speranza die Erklärung nannte, habe unter anderem das Ziel, bis Ende dieses Jahres mindestens 40 Prozent der Weltbevölkerung zu immunisieren. Laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will Deutschland dafür 100 Millionen Impfdosen zur Verfügung stellen.

Kritik von Brot für die Welt

Die Organisation Brot für die Welt kritisierte die Ergebnisse des G20-Treffens. Die Minister hätten die Chance vertan, den weltweiten Impfkampagnen einen großen Schub zu geben, hieß es einer Mitteilung.

In Afrika seien gerade einmal drei Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft. "Das liegt insbesondere daran, dass wohlhabende Länder wie Deutschland weit mehr Impfdosen gekauft haben, als sie überhaupt brauchen", erklärte die Organisation.

Lernen für zukünftige Pandemien

In ihrer Abschlusserklärung rufen die G20-Minister dazu auf, Impfkampagnen aller Art fortzuführen, um größere Ausbrüche von Krankheiten zu vermeiden. Wichtig dafür sei, die Menschen aufzuklären und gegen Falschinformationen vorzugehen.

Außerdem wollen sie ihre Zusammenarbeit erhöhen, um Menschen, die auf der Flucht oder in schwierigen Lebenslagen und noch nicht geimpft sind, Behandlungen gegen Covid-19 zugänglich zu machen.

Folgende Tabelle zeigt, wie viel Prozent der Bevölkerung im jeweiligen Land gegen das Virus geschützt sind:

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Daten sollen globaler vernetzt werden

Wichtig sei auch, Informationen und wissenschaftliche Daten schneller und transparenter auszutauschen, heißt es in der G20-Erklärung. Dazu gehöre der Ansatz "One Health" ("Eine Gesundheit").

Dahinter steckt, Human- und Tiermedizin sowie die Umwelt als ein gemeinsames System zu betrachten, wenn es darum geht, auf einen künftigen Gesundheitsnotfall zu reagieren. Ziel sei es, gemeinsam Krankheiten, die zwischen Tier und Mensch übertragen werden können, zu überwachen.

Die Staaten wollen außerdem das öffentliche Gesundheitssystem mit Investitionen stärken und das Gesundheitspersonal weiter- und ausbilden, um besser auf eine kommende Pandemie vorbereitet zu sein, wie es in der Erklärung hieß.

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