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Pandemiebekämpfung : G20-Finanzminister wollen enge Zusammenarbeit

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Neben der Erderwärmung ist die Bekämpfung des Coronavirus eines der großen Themen beim G20-Gipfel. Die Finanzminister sind sich einig: Hier muss viel enger zusammengerückt werden.

G20 Gipfel in Rom
Am Wochenende findet der G20-Gipfel in Rom statt.
Quelle: imago

Die führenden Wirtschaftsmächte wollen die Pandemiebekämpfung besser koordinieren und dazu eine gemeinsame Arbeitsgruppe einsetzen. Das geht aus dem Entwurf der Abschlusserklärung des G20-Finanzministertreffens in Rom hervor, der verschiedenen Nachrichtenagenturen vorliegt.

"Wir erkennen an, dass die Finanzierung der Pandemieprävention, -vorsorge und -reaktion angemessener, nachhaltiger und besser koordiniert werden muss", heißt es darin. Künftig sei eine kontinuierliche Zusammenarbeit zwischen Entscheidungsträgern im Gesundheits- und Finanzbereich erforderlich. Damit sollten unter anderem Finanzlücken geschlossen, multilaterale Finanzierungsmechanismen gefunden und neue Instrumente geprüft werden.

Pandemiebekämpfung: Arbeitsgruppe kümmert sich um Koordination

Bis Ende 2021 soll die neue Task Force eingerichtet werden, die sich um diese Aufgabe kümmert. Hintergrund sind die Erfahrungen in der Corona-Pandemie, in der etwa für die internationale Impfstoffallianz Covax zur Verteilung von Impfstoff anfangs mühsam Finanziers gefunden werden mussten. Deutschland ist mit 2,2 Milliarden Euro zweitgrößter Geldgeber weltweit.

Entwicklungsorganisationen kritisierten die Arbeitsgruppe als "Country-Club der Reichen". Das Vorhaben schwäche die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und stelle "den Multilateralismus kalt", indem ärmere Länder nicht beteiligt würden, erklärte Oxfam.

US-Präsident Biden wird in Rom an seinem ersten G20-Gipfel teilnehmen. Er könnte dabei für mehr Einigkeit sorgen als sein Vorgänger Trump. Dazu ZDF-Korrespondentin Anne Gellinek.

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Die G20-Finanz- und Gesundheitsminister stellen sich zudem hinter das Ziel der Weltgesundheitsorganisation, nach dem bis Jahresende mindestens 40 Prozent der Bevölkerung in allen Ländern und 70 Prozent bis Mitte 2022 geimpft sein sollen.

"Niemand ist sicher, solange nicht alle sicher sind", betonen Virologen und auch Politiker immer wieder. Nach Angaben internationaler Organisationen sind aber in ärmeren Ländern nur rund vier Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft, während es in reicheren Ländern bereits rund 60 Prozent sind. Die Minister bekennen sich in dem Textentwurf zu dem Ziel der WHO, bis September 2022 eine Impfrate von 70 Prozent in allen Ländern zu erreichen.

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Scholz nimmt mit Merkel teil

Der Kampf gegen die Corona-Pandemie wird neben dem Klimaschutz ein Hauptthema des G20-Gipfels am Wochenende sein, den die Finanzminister am Freitag mit ihren Beratungen vorbereiteten.

Dazu reiste auch der Bundesfinanzminister und mögliche künftige Kanzler Olaf Scholz nach Rom. Er wird am Samstag und Sonntag zusammen mit Merkel am Gipfel teilnehmen und soll auch bei einem Treffen mit US-Präsident Joe Biden dabei sein.

Unterwegs im Doppelpack - Rom: Merkel stellt Scholz bei G20 vor 

Angela Merkel ist nach 16 Jahren als Kanzlerin auf Abschiedstour. Beim G20-Gipfel in Rom hat sie ihren mutmaßlichen Nachfolger Olaf Scholz dabei - als "Zeichen der Kontinuität".

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