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Gipfel zur Lage in Afghanistan - G7 fordern mehr Zeit für sichere Ausreisen

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Die Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten wollen, dass die Taliban sichere Ausreisen aus Afghanistan über August hinaus garantieren. Die USA halten an ihrem Abzugsdatum fest.

Tausende Menschen warten in Afghanistan auf Ausreise. Auf dem G7-Treffen wird deshalb heute über eine Verlängerung des Evakuierungseinsatzes beraten. ZDFheute live berichtet.

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Die G7-Staaten haben von den radikalislamischen Taliban weitere Sicherheitsgarantien für die Ausreise von Menschen aus Afghanistan gefordert. Die Miliz müsse allen, die das Land verlassen wollen, auch über den 31. August hinaus eine sichere Ausreise garantieren, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel nach einem virtuellen G7-Gipfel zur Lage in Afghanistan. Die US-Armee zieht nach bisherigen Planungen am 31. August komplett aus Afghanistan und damit auch vom Kabuler Flughafen ab. Dieses Datum habe auch nach den heutigen Gesprächen weiter Bestand.

Bei den Evakuierungen aus Kabul läuft den westlichen Bündnispartnern die Zeit davon. Unterdessen gibt es offenbar glaubhafte Berichte über Massenhinrichtungen in Afghanistan.

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Die G7-Staaten haben in ihrer Schalte keine Vereinbarung über eine verlängerte Evakuierung über den 31. August hinaus getroffen, sagt Merkel. "Es wäre sehr wichtig, dass wir möglichst schnell wieder einen zivilen Flughafen haben können", fügt sie mit Blick auf die Notwendigkeit von Hilfslieferungen hinzu.

Ohne die Vereinigten Staaten von Amerika können wir die Evakuierungsmission nicht weiterführen.
Bundeskanzlerin Angela Merkel

Es soll ein Fahrplan entwickelt werden, wie Verabredungen mit den Taliban gestaltet werden können. Dabei wolle man als G7 geschlossen auftreten.

Noch immer warten in Kabul Tausende auf Ihre Evakuierung – zu viele, denn die Zeit ist knapp. Bis zum 31. August scheint es kaum zu schaffen, alle Schutzbedürftigen zu retten.

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Sicherheitsexperte: Lage am Flughafen wird sich weiter verschlechtern

Thomas Wiegold, Experte für Sicherheitspolitik, erklärte bei ZDFheute live, die Lage am Flughafen in Kabul spitze sich "täglich, sogar stündlich weiter zu". Je näher das Ende der Evakuierungsmission komme, desto mehr verzweifelte Menschen würden den Weg zum Flughafen suchen. Die Chancen zu entkommen, seien aber immer geringer.

Selbst Ortskräfte mit gültigem Visum schaffen es aktuell nicht an Bord der Evakuierungsflüge.
Thomas Wiegold, Experte für Sicherheitspolitik

Seit der Machtübernahme der radikalislamischen Taliban vor gut einer Woche bringen westliche Länder ihre Staatsangehörigen und weitere schutzbedürftige Menschen über den Flughafen Kabul außer Landes. Allerdings geht die Bundesregierung nicht davon aus, bis Ende des Monats alle ihre afghanischen Ortskräfte ausfliegen zu können.

Ohne die Amerikaner sind weitere Evakuierungen in Kabul kaum möglich, doch US-Präsident Biden will den Truppenabzug nicht verschieben. ZDF-Korrespondentin Claudia Bates hat Details.

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Taliban lehnen eine längere Evakuierung ab

Parallel zu den Beratungen der G7-Staats- und Regierungschefs hatten die Taliban den Druck auf die westliche Militärallianz erhöht. Einer Fortsetzung der Mission über die Frist am 31. August hinaus werde man nicht zustimmen, sagte Taliban-Sprecher Sabiullah Mudschahid in einer Pressekonferenz am Dienstag. Bereits am Montag hatte ein Taliban-Vertreter diesen Termin als "rote Linie" bezeichnet.

Auf einem Sondergipfel haben die G7 über das weitere Vorgehen des Evakuierungseinsatzes aus Afghanistan beraten. Sehen Sie hier das Statement von Angela Merkel zu den Ergebnissen.

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