Sie sind hier:

Vor G7-Gipfel - Biden: "Müssen Demokratie verteidigen"

Datum:

Es ist seine erste Europareise als US-Präsident: Im Vorfeld des G7-Gipfels will Joe Biden mit dem britischen Premier Boris Johnson eine neue Atlantik-Charta vereinbaren.

In einer Rede vor US-Soldaten hat Joe Biden den Führungsanspruch der USA betont. "Wir verpflichten uns mit Stärke zu führen", so Biden.

Beitragslänge:
1 min
Datum:

Zum Auftakt seiner ersten Europareise seit Amtsantritt hat US-Präsident Joe Biden zur Verteidigung der Demokratie aufgerufen. Zugleich unterstrich er vor Beginn des G7-Gipfels am Freitag den Führungsanspruch der Vereinigten Staaten.

"Ich glaube, wir befinden uns an einem Wendepunkt der Weltgeschichte", sagte Biden in England vor US-Soldaten auf dem Luftwaffenstützpunkt Mildenhall. "Sie wissen besser als jeder andere, dass Demokratie nicht durch Zufall entsteht. Wir müssen sie verteidigen. Wir müssen sie stärken."

Biden: Demokratien der Welt stehen zusammen

Biden sagte mit Blick auf seine Europareise: "An jedem Punkt des Weges werden wir deutlich machen, dass die Vereinigten Staaten zurück sind und die Demokratien der Welt zusammenstehen, um die schwierigsten Herausforderungen und die Themen anzugehen, die für unsere Zukunft am wichtigsten sind." Und weiter:

Wir müssen diejenigen in Misskredit bringen, die glauben, dass das Zeitalter der Demokratie vorbei ist.
Joe Biden, US-Präsident

Für Donnerstag war auch ein Treffen mit dem britischen Premierminister Boris Johnson in Cornwall geplant. Großbritannien und die USA wollen ihre enge Beziehung mit der Neuauflage eines historischen Pakts untermauern, einer neuen Atlantik-Charta.

Eine neue Atlantik-Charta

Dabei wollen sie mehrere Bereiche festlegen, in denen sie "zum Wohle der Menschheit zusammenarbeiten", wie die Regierung in London mitteilte. Das Dokument soll der Charta nachfolgen, die der britische Premier Winston Churchill und US-Präsident Franklin D. Roosevelt 1941 während des Zweiten Weltkriegs vereinbart hatten.

Viele Bestandteile des neuen Bundes basierten auf gemeinsamen Werten, etwa der Verteidigung der Demokratie, der Bedeutung der kollektiven Sicherheit und des Aufbaus fairer und nachhaltiger globaler Handelssysteme, hieß es in einer Londoner Mitteilung.

Joe Biden will 2,3 Billionen in die Verbesserung der US-Infrastruktur stecken. Es sei die größte Investition in Arbeitsplätze seit dem Zweiten Weltkrieg, erklärte der Präsident.

Beitragslänge:
1 min
Datum:

USA: Verpflichtet, "mit Stärke zu führen"

Zusätzlich werde die Charta auch neue Gefahren wie Cyberkriminalität, Klimawandel und Pandemien berücksichtigen. "So wie unsere Länder beim Wiederaufbau der Welt nach dem Zweiten Weltkrieg zusammengearbeitet haben, so werden wir unsere gemeinsame Kraft für die gewaltigen Herausforderungen nutzen, denen die Erde heutzutage ausgesetzt ist", so London.

Die USA sähen sich dazu verpflichtet, "mit Stärke zu führen", betonte auch Biden. "Unsere Bündnisse wurden nicht durch Zwang aufgebaut oder durch Drohungen aufrechterhalten. Sie gründen auf demokratischen Idealen, einer gemeinsamen Vision der Zukunft."

G7: Neue Cyberregeln festlegen

Biden sagte, beim G7-Gipfel werde es auch darum gehen, dass neue Verhaltensregeln im Cyberspace von demokratischen Werten bestimmt würden, nicht durch Autokraten. "In Brüssel werde ich deutlich machen, dass das Bekenntnis der Vereinigten Staaten zu unserem Nato-Bündnis und zu Artikel fünf felsenfest ist." Dieser Artikel besagt, dass ein bewaffneter Angriff gegen einen oder mehrere Nato-Partner als ein Angriff gegen alle Mitgliedsstaaten des Bündnisses angesehen wird.

Mit Blick auf ein Treffen mit Russlands Präsident Wladimir Putin am kommenden Mittwoch in Genf äußerte Biden den Wunsch nach einer berechenbaren Beziehung zu Moskau:

Wir suchen nicht den Konflikt mit Russland. Wir wollen eine stabile, vorhersehbare Beziehung.
Joe Biden, US-Präsident

Biden warnte zugleich, dass die Vereinigten Staaten reagieren würden, wenn die russische Regierung "schädliche Handlungen" wie die Verletzung der Souveränität anderer Länder begehe.

Der gewählte US-Präsident Joe Biden.

Nachrichten | Thema - Joe Biden 

Der Demokrat Joe Biden ist der 46. Präsident der USA. Er ist der Nachfolger von Donald Trump im Weißen Haus. Die Amtsübergabe von Trump an Biden war von Unru...

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.