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Ursprung des Coronavirus - G7 fordern neue Untersuchung der WHO

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Liegt in der chinesischen Metropole Wuhan der Ursprung des Coronavirus? Die G7-Staaten wollen bei der Suche nicht locker lassen.

"America is back" statt "America first". Die erste Europa-Reise des US-Präsidenten Joe Biden begann mit dem G7-Gipfel in Cornwall. Die USA sind zurück am Tisch, aber das alleine löst die Probleme beim Klima oder mit China noch nicht.

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Die großen Industrienationen (G7) wollen bei der Suche nach dem Ursprung des Coronavirus nicht locker lassen. In der Abschlusserklärung des G7-Gipfels im englischen Carbis Bay wurde am Sonntag eine "zeitnahe, transparente, von Experten geführte und wissenschaftlich basierte Studie" gefordert.

Die Ermittlungen sollen von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als zweite Phase der ersten Ermittlungen im Januar und Februar in China organisiert werden. Die Studie soll wie von den beteiligten Experten empfohlen auch in China stattfinden, heißt es im Text.

Joe Biden hatte beim G7-Gipfel auf mehr Rückendeckung für seine Russland-Politik gehofft vor seinem Treffen mit Wladimir Putin. Nun werden die Erwartungen an das Gespräch der beiden Präsidenten Russlands und der USA eher heruntergeschraubt.

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Diese Formulierung scheint zumindest die Möglichkeit einzuschließen, wie von China gefordert, zusätzlich auch noch anderswo zu ermitteln. Mit dieser Forderung will Peking seine These untermauern, dass das Virus nicht unbedingt aus China stammt, sondern auch aus dem Ausland gekommen sein könnte.

Johnson: Auf Wildtiermärkten "liegen die Risiken"

Dahinter steckt die Sorge, für die Pandemie angeprangert zu werden. Die ersten Infektionen mit dem Virus waren im Dezember 2019 in Wuhan entdeckt worden. In der zentralchinesischen Metropole hatte ein gemeinsames Team von WHO-Experten und chinesischen Forschern am Anfang des Jahres ermittelt. Doch gab es Vorwürfe, dass die chinesische Seite nicht transparent und unzureichend kooperiert habe.

Das Thema sorgt für Verstimmung mit Peking, das auch verärgert auf den jüngst wieder von den USA ins Spiel gebrachten Verdacht reagiert, dass das Virus aus einem Labor in Wuhan entwichen sein könnte. Der britische Premierminister Boris Johnson sagte, es sehe nicht so aus, als wenn das Virus aus einem Labor stamme, doch müsse man vernünftigerweise unvoreingenommen da herangehen.

Er betonte, dass es allerdings Probleme mit Zoonosen, also von Tier auf den Menschen übertragbaren Krankheiten, gebe und hier vor allem mit Wildtiermärkten etwa in Südostasien. "Hier liegen die Risiken." Er betonte, die G7-Gruppe wolle die Möglichkeiten der WHO stärken, damit Kontrolleure unabhängige Untersuchungen durchführen können.

Laborunfall in Wuhan nicht ausgeschlossen, aber "extrem unwahrscheinlich"

Nach seinen Ermittlungen hatte das WHO-Team einen Laborunfall zwar nicht ausgeschlossen, aber als "extrem unwahrscheinlich" beschrieben. In ihrem Abschlussbericht hieß es im März weiter, der Ursprung der Pandemie liege aller Wahrscheinlichkeit nach im Tierreich.

Fledermäuse gelten als möglicher Ursprung von Sars-CoV-2. Es sei "wahrscheinlich bis sehr wahrscheinlich", dass das Virus über einen Zwischenwirt auf den Menschen übergesprungen sei, hieß es weiter. Peking hatte nach dem Ausbruch auch den in China weit verbreiteten Wildtierhandel verboten.

Reaktion auf China - G7 plant Alternative zur "Neuen Seidenstraße" 

Klare Finanzzusagen wurden zwar noch nicht gemacht, aber die G7 planen Infrastruktur-Hilfen für ärmere Staaten. Sie sollen eine Alternative zu Chinas "Neuer Seidenstraße" sein.

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