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Gipfel-Treffen in Cornwall - Im G7-Fokus: Corona und der Welthandel

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Heute tagen in Cornwall die sieben wichtigsten westlichen Industrienationen. Hauptthemen des G7-Gipfels: Corona und der Welthandel. Zudem will man eine Milliarde Impfdosen spenden.

Für US-Präsident Biden ist es der erste Besuch in Europa seit Amtsantritt. Am Freitag beginnt in England das Treffen der führenden Industriestaaten, auch G7-Gipfel genannt.

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Das erste Mal mit Joe Biden - das letzte Mal mit Angela Merkel: Am Freitag beginnt im britischen Cornwall der dreitägige G7-Gipfel der wichtigsten westlichen Industrieländer. Es ist das erste Mal seit 2019, dass sich die Staats- und Regierungschefs der USA, Kanadas, Japans, Großbritanniens, Frankreichs, Italiens und Deutschlands wieder persönlich begegnen. Der Gastgeber Großbritannien hat zudem Vertreter aus Indien, Südkorea, Australien und Südafrika eingeladen.

Hoffnung auf stärkere Zusammenarbeit

Die EU-Spitzen und die Bundesregierung erhoffen sich von dem Gipfel ein klares Bekenntnis gegen Protektionismus und für mehr internationale Zusammenarbeit. Die Hauptbotschaft des ersten physischen Zusammentreffens mit US-Präsident Biden werde sein, "dass der Multilateralismus zurück ist", sagte ein deutscher Regierungsvertreter. Man setze auf ein deutliches Signal gegen Protektionismus und für eine Reform der Welthandelsorganisation (WTO).

Joe Biden hat deutlich gemacht, dass die USA keinen Konflikt mit Russland wollen. Man werde aber entschlossen reagieren, wenn die russische Regierung sich schädlich verhält, so Biden.

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EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident Charles Michel betonten in Brüssel, dass der transatlantische Schulterschluss auch bei den Themen Steuern, der wirtschaftlichen Erholung nach der Corona-Pandemie sowie der Versorgung der Welt mit Corona-Impfstoff wichtig sei.

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie wollen die G7-Staaten auch mindestens eine Milliarde Impfdosen für andere Länder zur Verfügung stellen. Dazu sollen sowohl bereits hergestellte Impfdosen verteilt als auch die Herstellung weiterer finanziert werden, teilte die britische Regierung am späten Donnerstagabend mit.

Themen: Corona, Klima, Handel

Weitere wichtige Themen beim informellen Austausch über wirtschaftliche und außenpolitische Fragen werden der Kampf gegen den Klimawandel sowie der Umgang mit China sein. Derzeit werde noch an der Gipfelerklärung gearbeitet, von der man sich auch Aussagen zur Pandemiebekämpfung und dem Klimawandel erwarte, hieß es in deutschen Regierungskreisen. "Wir hoffen mit Blick auf die CO2-Bepreisung zudem auf einen besseren Impuls im Vergleich zu früheren Gipfeln." Die stärkere finanzielle Belastung des Treibhausgas-Ausstoßes könne nur funktionieren, wenn sie weltweit angegangen werde.

Erstes G7-Treffen seit 2019 - Boris Johnson lädt zum Grillen  

Auf dem Gipfel der G7 Staaten wird es um die Themen Corona-Pandemie und Klimaschutz gehen. US-Präsident Biden wird in St. Yves auch mit Bundeskanzlerin Merkel zusammenkommen.

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Diana Zimmermann, London

Beim Thema Corona werde sich nichts an der deutschen und europäischen Ablehnung der Patentfreigabe bei den Impfstoffen ändern. Wichtiger seien der Aufbau einer lokalen Impfstoff-Produktion in Afrika sowie die Finanzierung und Verteilung von Impfstoffen für ärmere Länder. Michel sprach von einer "neuen Allianz" mit Afrika, bei der es auch um die Entschuldung afrikanischer Staaten gehen soll.

Kann die Mindeststeuer umgesetzt werden?

Das erwartete Bekenntnis der G7-Staats- und Regierungschefs zu einer weltweiten Mindeststeuer wäre nach Ansicht des EU-Ratspräsidenten ein wichtiges politisches Signal auch an die 27 EU-Staaten. Der Teufel stecke bei einer Umsetzung aber sicher im Detail, sagte Michel auf die Frage, ob sich auch EU-Niedrigsteuerländer wie Irland und Ungarn dann an die Vorgaben halten würden.

Die G 7-Finanzminister haben sich auf eine Mindeststeuer von mindestens 15 Prozent für Großkonzerne geeinigt. Die Unternehmen sollen dort Steuern zahlen, wo sie Umsatz machen.

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Steuergesetzgebung sei nationale Zuständigkeit in der Europäischen Union. Die G7-Finanzminister hatten sich auf eine solche Steuer geeinigt, die man nun bei den G20-Treffen und im Rahmen der Industriestaatenorganisation OECD durchsetzen will.

US-Präsident Biden wird bei seiner ersten Auslandsreise erst an dem G7-Gipfel und am Montag in Brüssel dann am Nato-Gipfel und dem EU-USA-Spitzentreffen teilnehmen. Er hatte im Vorfeld erklärt, dass er bewusst eine engere Zusammenarbeit mit den europäischen Verbündeten sucht.

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