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G7-Agrarminister-Treffen : Wege für Getreideexporte aus Ukraine finden

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Wie kann die Getreideblockade in der Ukraine durchbrochen werden und welche Auswirkungen hat der Krieg auf die Landwirtschaft? Darüber sprachen die G7-Agrarminister in Stuttgart.

Die Agrarminister der G7-Länder sprechen bei ihrem Treffen in Stuttgart über die Folgen des Ukraine-Kriegs für die globale Ernährungssicherheit. Putin setzte Hunger als Kriegswaffe ein. Das sei „ein zynisches Spiel“, sagte Agrarminister Cem Özdemir.

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Die vom Krieg erschütterte Ukraine nimmt Deutschland, die USA und die übrigen führenden Industrienationen der G7 bei der strategisch wichtigen Getreideausfuhr dauerhaft in die Pflicht. "Viele Länder müssen sich engagieren", forderte der ukrainische Agrarminister Mykola Solskyj am Freitag in Stuttgart beim Treffen mit seinen Amtskollegen der G7-Runde.

Im Alleingang sei diese Aufgabe unlösbar. Die Lage ist heikel, denn die meisten Seehäfen des Krisenlandes sind blockiert.

Alternative Transportwege für Getreide gesucht

Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) sicherte als Gastgeber des zweitägigen Treffens Unterstützung zu. Es gehe vor allem darum, alternative Transportwege für ukrainisches Getreide auszuloten. Er nannte den Landweg, die Schiene oder den Fluss Donau.

Der Hafen von Odessa muss gesichert werden, er darf nicht fallen.
Cem Özdemir, Bundeslandwirtschaftsminister

Es sei gut, wenn die Ukraine militärisch erfolgreich sei. Er habe von Solskyj eine Einladung in die Ukraine angenommen. Einzelheiten dazu blieben zunächst offen.

Deutschland hat in der Runde der G7 zurzeit den Vorsitz. Der Gruppe gehören neben der Bundesrepublik die USA, Kanada, Frankreich, Großbritannien, Italien und Japan an.

Keine Aussaat, keine Ernte

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Wegen Krieg Verluste bei der Weizenernte befürchtet

Solskyj befürchtet wegen des russischen Angriffskriegs in seinem Land "große Verluste" bei der diesjährigen Weizenernte. "Die Situation bei Mais ist ein bisschen besser", sagte er. Es gebe noch etwa 20 Millionen Tonnen Getreide aus der früheren Ernte. "Ich gehe davon aus, dass wir zusätzlich 30 bis 40 Millionen Tonnen Getreide haben werden", sagte er mit Blick auf die neue Ernte.

Wie kann die Getreideversorgung der Welt gesichert und die Blockade in der Ukraine durchkreuzt werden? Dazu Bundeslandwirtschaftminister Özdemir im ZDF heute journal.

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Die Ukraine ist traditionell ein bedeutender Weizenexporteur. Die Getreidemärkte sind wegen des Kriegs weltweit angespannt, die Preise gehen nach oben.

Vorwurf: "Hunger als Waffe"

Özdemir warf auf dem Stuttgarter Schloss Hohenheim dem russischen Präsidenten Wladimir Putin vor, gegen die Ukraine auch einen "Wirtschaftskrieg" anzuzetteln. Der Kremlchef bediene sich einfach an den Weizenreserven der Ukraine, die als eine der Kornkammern der Welt gilt, lautet ein schon länger geäußerter Vorwurf Özdemirs.

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Putin setze Hunger gezielt als Waffe ein, indem der Export von Weizen aus der Ukraine mit Hafenblockaden verhindert werde, sagte Özdemir vor Beginn der Konferenz dem "Deutschlandfunk". Allein die Hälfte des Weizens für das World Food Programme komme aus dem Land. Die Verknappung und die Erhöhung der Preise seien eine bewusste Kriegsstrategie.

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hat auf der G7-Außenministertagung Russland vorgeworfen, in der Ukraine auch einen "Lebensmittelkrieg" zu führen, der bereits weltweit Auswirkungen auf die Ernährungssicherheit habe. Sie forderte eine konzertierte Aktion dagegen.

Montage: Wladimir Putin und Wolodymyr Selenskyj vor einem Blick auf das zerstörte Mariupol

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Welthungerhilfe warnt vor steigender Zahl Hungernder

Die Welthungerhilfe warnte anlässlich des Toptreffens vor einem "noch drastischeren Anstieg" der Zahl der Hungernden. Um das zu verhindern, müssten die Agrarminister schnellstmöglich angemessene Akuthilfen auf den Weg bringen, sagte Welthungerhilfe-Vizepolitikchef Rafael Schneider der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Der Preisanstieg für Lebensmittel durch den Ukraine-Krieg treibe ansonsten die Zahl der Hungernden weiter in die Höhe. Derzeit litten weltweit 800 Millionen Menschen unter Hunger.

Deutschland will zusätzliche Hilfe bereitstellen

Das Entwicklungsministerium will 430 Millionen Euro zusätzliche Mittel im Kampf gegen die sich verschärfende Ernährungskrise im Globalen Süden einzusetzen. Davon seien 238 Millionen Euro für Hilfen zum Aufbau einer nachhaltigen Landwirtschaft oder Bildungsinvestitionen vorgesehen, meldet der "Spiegel" von Samstag.

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Tschetschenien, Georgien, Syrien, Ukraine: Russland hat unter Putin schon in mehreren Ländern gekämpft. Zwischen den Kriegen gibt es Parallelen – hier die Hintergründe verstehen.

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In den Regionen Donezk und Luhansk stehen nach ukrainischen Angaben über 40 Städte unter russischem Beschuss. Präsident Selenskyj will keine territorialen Zugeständnisse machen.

26.05.2022
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