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US-Abgeordnete: Massive Kritik an Tech-Riesen

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Anhörung zu Wettbewerbspraktiken - US-Abgeordnete: Massive Kritik an Tech-Riesen

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Bei einer Anhörung im US-Kongress kritisieren Abgeordnete die Chefs von Google, Amazon, Facebook und Apple massiv. Jetzt soll beurteilt werden, ob die Konzerne zu viel Macht haben.

Die Chefs der vier Internetriesen Facebook, Amazon, Apple und Google mussten sich vor dem US-Kongress der Frage stellen, ob ihre Unternehmen zu mächtig seien und Wettbewerb verhindern.

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Die Chefs von Apple, Amazon, Google und Facebook haben sich bei einer Anhörung vor einem Kongressausschuss schwere Vorwürfe des unfairen Wettbewerbs anhören müssen. Für die Unternehmen steht einiges auf dem Spiel: Die Anhörung dient der Vorbereitung neuer Regulierungsmaßnahmen für die Branche.

Kritische Begrüßung durch die Abgeordneten

Aus dem Eröffnungswort des Unterausschuss-Chefs David Cicilline wurde deutlich, dass die Abgeordneten bereits sehr kritisch gegen die Online-Firmen eingestellt sind.

Unsere Gründer verneigten sich nicht vor dem König, genauso sollten wir uns nicht vor den Kaisern der Online-Wirtschaft verneigen.
David Cicilline

Cicilline sagte, einige der Konzerne müssten aufgespalten werden. Sie alle sollten "angemessen reguliert und zur Rechenschaft gezogen werden"

Die vier Konzerne weiteten ihre Macht derzeit durch die Corona-Pandemie noch aus, so Cicilline. Schon vorher hätten sie als "Titanen unserer Wirtschaft" hervorgestanden. Infolge der Pandemie "dürften sie stärker und mächtiger werden als jemals zuvor".

Vergleiche zu Tyrannen und Drogenhändlern

Abgeordnete rückten die vier Tech-Riesen in die Nähe von Lügnern, Tyrannen, Verrätern, Drogenhändlern und Nachahmern, die ihre Machtdominanz ausnutzten.

Die Konzernchefs wehrten sich gegen die Vorwürfe und zogen Daten heran, die zeigen sollten, wie umkämpft ihre Märkte und wie wichtig ihre Dienste für Nutzer seien. Dennoch hatten sie Mühe, bohrende Fragen über ihre Geschäftspraktiken zu beantworten.

Bei den digitalen Branchenriesen Google, Facebook und Co. arbeiten oft sogenannte Klickarbeiter in monotonen Online-Jobs für einen Hungerlohn. Moderne Ausbeutung.

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Bedenken über politische Einflussnahme

Konfrontiert wurden sie auch mit Bedenken über mutmaßliche politische Voreingenommenheit der Dienste, deren Auswirkungen auf die Demokratie in den USA und deren Rolle in China.

Republikaner im US-Kongress nutzten die Anhörung auch für den Vorwurf, die Online-Unternehmen unterdrückten konservative Ansichten. So forderte beispielsweise der Abgeordnete Jim Jordan von Google-Chef Sundar Pichai Zusicherungen, dass sein Konzern nicht dem demokratischen Präsidentschaftsanwärter Joe Biden helfen werde.

Trump droht hartes Durchgreifen an

Ähnlich äußert sich auch regelmäßig US-Präsident Trump. Er drohte bei Twitter, mit Präsidenten-Verfügungen gegen die Tech-Konzerne vorzugehen, wenn der Kongress nicht hart genug durchgreife.

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Russlands Einfluss auf die US-Wahlen 2016

Der Gründer von Facebook, Mark Zuckerberg, geriet einmal mehr in die Defensive, als er zur Rolle des Online-Netzwerks als Kanal für russische Einflussversuche auf die US-Präsidentschaftswahl 2016 befragt wurde.

Amazon-Chef Jeff Bezos wurde derweil mit Fragen dazu überschüttet, ob sein Konzern Daten von Händlern auswertet, die Waren auf der Plattform des Konzerns verkaufen, um ihnen mit eigenen Angeboten Konkurrenz zu machen.

Jeff Bezos weist Verantwortung von sich

Bezos sagte, es gebe zwar interne Vorschriften dagegen, er könne aber nicht garantieren, dass sie nie verletzt worden seien.

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