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Was auf Verbraucher zukommt : Gas-Alarmstufe: Explodieren jetzt die Preise?

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Energieminister Habeck hat die Alarmstufe im Notfallplan Gas ausgerufen. Wie teuer das für Verbraucher wird und wie man jetzt schon vorsorgen kann. Ein Überblick.

Symbolbild: Gasflamme
Auch extrem hohe Preise für Gas sind in naher Zukunft möglich.
Quelle: Reuters

Werden die Preise jetzt steigen?

Alle, die jetzt einen neuen Vertrag abschließen, müssen mit Preisanpassungen rechnen. Auch Kunden die keine Preisgarantie haben, werden höhere Rechnungen erhalten. Für die meisten aber werden die Preise zunächst noch nicht steigen. Grund ist eine Gesetzesänderung vom 12. Mai.

Im Energiesicherungsgesetz ist zwar eine Preisanpassungsklausel eingefügt, die es Versorgern erlaubt, hohe Einkaufspreise für Erdgas auch bei langfristigen Verträgen direkt an ihre Kunden weiterzureichen. Doch diese Möglichkeit der Preisanpassung wurde an weitere Bedingungen geknüpft. Die Bundesnetzagentur muss dafür - zusätzlich zur Alarmstufe - förmlich "eine erhebliche Reduzierung der Gesamtgasimportmengen" feststellen und dann im Bundesanzeiger veröffentlichen.

Dabei geht es also nicht nur darum, wie viel Gas durch die Ostsee-Pipeline fließt. Auf diese Feststellung verzichtet die Regierung vorerst. Eine direkte Preisweitergabe könnte viele Haushalte und Unternehmen überfordern. Daher gibt es in der Koalition Überlegungen, die Preisanpassungsklausel keinesfalls zu aktivieren, bevor nicht weitere Entlastungen in Kraft sind.

Bundeswirtschaftsminister Habeck setzt die zweite Stufe des Notfallplans Gas, die sogenannte Alarmstufe, in Kraft. Es ist ein klares Signal an Industrie und private Verbraucher Gas zu sparen. Aktuell sei die Versorgungssicherheit noch gewährleistet.

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Welche Mehrkosten drohen dann?

Sollte die Bundesnetzagentur demnächst tatsächlich eine "strukturelle Störung" feststellen, droht eine Preisexplosion für alle Gaskunden. Allerdings ist schwer vorhersehbar, wie viel an Mehrbelastung auf die einzelnen Verbraucher zukommt, denn niemand weiß, wie sich das Gasangebot in den nächsten Monaten entwickeln wird. Für dieses Jahr rechnet der Verbraucherzentrale Bundesverband allerdings im Schnitt schon mit Zusatzzahlungen von 1.000 bis 2.000 Euro pro Haushalt. Ein guter Indikator dafür, welche Kosten drohen, ist ein Blick auf die Rohstoffbörsen.

Am niederländischen Handelsplatz TTF kostete im Juli zu lieferndes Erdgas am Mittwoch pro Megawattstunde rund 129 Euro. Am Montag vor einer Woche, also vor der Drosselung, hatte der Preis noch bei 83,40 Euro gelegen. Zum Vergleich: Verträge waren in der Vergangenheit oft mit 20 bis 30 Euro abgeschlossen worden.

Wie stark dürfen die Versorger die Preise anheben?

Sind die Voraussetzungen dafür erfüllt, dürfen die Energieversorger die Preise auf ein "angemessenes Niveau" anheben. Nach oben gedeckelt ist das allerdings nicht. Private Haushalte sind dann auch vor extrem hohen Gaspreisen nicht geschützt. Selbst dann nicht, wenn sie eine sogenannte Preisgarantie haben.

Kommt es durch die Alarmstufe zu Preissteigerungen? ZDF-Korrespondent Frank Bethmann erklärt, was die Alarmstufe für die Verbraucher bedeutet.

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Wie wahrscheinlich ist die Ausrufung der nächsten Stufe im Gasplan?

Eine weitere Belastung ist absehbar: Eine anstehende Wartung der Gas-Pipeline Nord Stream 1 ist ab 11. Juli geplant. Diese könnte etwa zehn Tage dauern. Sollte danach die gelieferte Menge erhöht werden, könnte sich die Situation am Gasmarkt entspannen. Sollte danach die Liefermenge weiter bei 40 Prozent liegen oder gar nochmals gesenkt werden, könnte es schnell gehen.

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Ist aktuell die Gasversorgung gewährleistet?

Im Moment ist unsere Versorgung mit Gas gesichert. Die Speicher sind zu knapp 60 Prozent gefüllt. Aber Vorsicht. Im Augenblick ist Sommer. Wir verbrauchen einfach weniger Gas, deshalb ist jetzt die Zeit vorzusorgen. Mit zu 60 Prozent gefüllten Gasspeichern kommt man nicht durch den Winter.

Was können Verbraucher jetzt tun?

Es sind die kleinen Dinge, die Einsparpotential haben. Eine optimal eingestellte Heizung beispielsweise oder auch der berühmte Energiesparkopf in der Dusche. Aber Teil der Wahrheit ist auch: Viele Dinge, die viel bringen würden wie etwa die Dämmung von Häusern, können aktuell nicht umgesetzt werden, weil schlicht die Handwerker fehlen.

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