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"Einige Hundert Euro" : Umlage macht Gas ab Oktober noch mal teurer

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Ab Oktober sollen Gaskunden eine Umlage zahlen, damit kein Versorger wegen hoher Einkaufspreise pleite geht. Minister Habeck rechnet mit "einigen Hundert Euro" mehr pro Haushalt.

Ab Oktober werden alle, die mit Gas heizen, für anderthalb Jahre eine Gas-Umlage bezahlen müssen. Die genaue Summe soll bis Mitte August entschieden sein.

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Wirtschaftsminister Robert Habeck rechnet damit, dass wegen der Gas-Umlage Kosten von mehreren Hundert Euro pro Haushalt auf die Verbraucher zukommen. Die Höhe der Umlage stehe noch nicht endgültig fest. Sie werde aber in der Spanne von 1,5 bis 5 Cent pro Kilowattstunde liegen, sagte der Grünen-Politiker.

Habeck: Ärmere gezielt entlasten

Liege der durchschnittliche Verbrauch bei 20.000 Kilowattstunden Gas pro Jahr, sei man in einem mittleren dreistelligen Euro-Bereich. Man wisse aber nicht genau, wie hoch die Gas-Beschaffungskosten im November und Dezember seien.

Die bittere Nachricht ist: Es sind sicherlich einige hundert Euro pro Haushalt.
Robert Habeck, Wirtschaftsminister

Hoher Besuch im Heizungskeller. Im Rahmen seiner aktuellen Energiespartour kam der hessische Wirtschaftsminister Tarik Al Wazir heute in Idstein vorbei.

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Die Umlage sei nötig, um die Energieversorgung zu sichern. Die Unternehmen können damit einen Teil ihrer erhöhten Beschaffungskosten an die Endverbraucher weitergeben. Zugleich werde es Entlastungen für jene Bürger geben, die deswegen an die Armutsgrenze rutschten, betonte Habeck.

Das ist kein guter Schritt, aber ein notwendiger Schritt.
Robert Habeck, Wirtschaftsminister

Gleichzeitig müsse es gezielte Entlastungen für ärmere Haushalte geben, sagte Habeck weiter. "Gezielt entlasten heißt: Wir können nicht alle Kosten als Staat tragen. Aber die Menschen, die durch die höheren Energiepreise wirklich in Armut geführt werden, die müssen geschützt werden."

So hat sich der Gaspreis von 2016 bis Juni 2022 entwickelt:

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Umlage soll ab Oktober greifen

Die Bundesregierung hatte zuvor entschieden, dass sich Verbraucher trotz bestehender und lang laufender Verträge zum Winter auf eine Extra-Abgabe einstellen müssen. Diese soll ab Oktober greifen.

Über die Umlage sollen Versorger die stark gestiegenen Einkaufspreise wegen der Drosselung russischer Lieferungen an alle Gasverbraucher weitergeben können. Geplant ist nach früheren Angaben, dass Importeure 90 Prozent der höheren Beschaffungskosten über die Umlage weitergeben können. Bis Ende September müssen die Importeure ihre Kosten noch selbst tragen. Zahlen müssen die Umlage Firmen wie Privathaushalte. Sie kommt zu den normalen Preiserhöhungen dazu, die nach und nach greifen.

"Je weniger Gas aus Russland fließt, desto unwahrscheinlicher wird es, dass wir die Füllstände erreichen", so Prof. Karen Pittel vom ifo Zentrum für Energie, Klima und Ressourcen.

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Die Einzelheiten sollen in einer Rechtsverordung auf Grundlage des Energiesicherungsgesetzes geregelt werden. Die Verordnung soll in Kürze vom Kabinett verabschiedet werden. Organisiert werden sollen die Erstattungen für die Importeure durch den sogenannten Marktgebietsverantwortlichen Trading Hub Europe. Das Unternehmen ist für die Organisation des deutschen Gasmarktes zuständig. Die Importeure sind dabei verpflichtet, ihre Mehrkosten genau dazulegen. Die Mehrkosten werden über die Versorger dann auf die Endkunden umgelegt.

Auf dem Bild ist eine Wohnung in Vogelperspektive illustriert. Hervorgehoben sind Heizung, Dusche, Herdplatte und Arbeitsplatz.

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Die Preise für Energie sind aktuell enorm hoch. Wie man zu Hause sparen kann, erklärt die Verbraucherzentrale NRW.

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