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Bundesnetzagentur : Müller: Gasreserven für "ein bis zwei Monate"

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Im Falle eines russischen Lieferstopps würden die Gasreserven nach Einschätzung der Bundesnetzagentur maximal zwei Monate reichen. Die Speicher sind aktuell zu 60 Prozent gefüllt.

David Scheller, Standortmeister, arbeitet auf dem Gelände des Untergrund-Gasspeichers der VNG AG, aufgenommen am 08.03.2022
Aktuell sind die deutschen Gasspeicher zu etwas mehr als 60 Prozent gefüllt.
Quelle: dpa

Sowohl die Bundesnetzagentur als auch Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) schließen einen Totalausfall der russischen Gaslieferungen nicht aus. Der Präsident der Regulierungsbehörde, Klaus Müller, sagte den Zeitungen der "Funke Mediengruppe":

Sollten wir kein russisches Gas mehr bekommen und einen durchschnittlich warmen Winter erleben, dann reichen die im Moment eingespeicherten Mengen - einschließlich unserer Verpflichtungen, Gas in andere europäische Länder weiterzuleiten - für vielleicht ein bis zwei Monate.
Klaus Müller, Bundesnetzagentur

Allerdings basierten solche Zahlen auf vielen Unsicherheiten. Derzeit sind die deutschen Gasspeicher zu etwas mehr als 60 Prozent gefüllt. Die Gasversorgung in Deutschland sei im Moment stabil.

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Dreht Russland den Gashahn komplett zu?

Russland hat Lieferungen durch die Pipeline Nord Stream 1 bereits stark gedrosselt. Dadurch geriet der Gasimporteur Uniper in Turbulenzen und rief nach Staatshilfen. In ein paar Tagen starten die jährlichen Wartungsarbeiten an Nord Stream 1.

In der Regel fließt dann für zehn Tage kein Gas. Die Befürchtung ist nun, dass Russland diesmal den Gashahn nicht wieder aufdreht.

Bundesnetzagentur-Chef Müller befürchtet einen Totalausfall russischer Gaslieferungen. Die Frage sei, ob die reguläre Wartung der Gaspipeline zu einer politisch motivierten werde.

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Müller: Gas aus Norwegen und den Niederlanden

Müller betonte zugleich, die Netzagentur sehe "kein Szenario, in dem gar kein Gas mehr nach Deutschland kommt". Deutschland könne unter anderem aus Norwegen und aus den Niederlanden versorgt werden. Dennoch:

Unternehmen und private Verbraucher müssen sich auf deutlich steigende Gaspreise einstellen.
Klaus Müller, Bundesnetzagentur

Auch im aktuellsten Lagebericht zur Gasversorgung der Bundesnetzagentur (Stand: Freitag) heißt es allerdings: "Die Lage ist angespannt und eine Verschlechterung der Situation kann nicht ausgeschlossen werden." Es gelte, Gas zu sparen.

Netzagentur-Chef: Auf Heizsaison vorbereiten

Der Netzagentur-Chef sagte, die zwölf Wochen bis zum Beginn der Heizsaison müssten genutzt werden, um Vorbereitungen zu treffen. Er appellierte an alle Haus- und Wohnungsbesitzer, ihre Gasbrennwertkessel und Heizkörper rasch zu überprüfen und effizient einstellen zu lassen:

Eine Wartung kann den Gasverbrauch um zehn bis 15 Prozent senken.
Klaus Müller, Bundesnetzagentur

"Das muss jetzt passieren und nicht erst im Herbst", so Behördenchef Müller.

Scholz kündigt Maßnahmen an

Angesichts der Verschärfung der Gaskrise in Deutschland will die Bundesregierung eine Preisexplosion für Millionen von Kunden verhindern. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) stellte am Sonntag staatliche Stützungsmaßnahmen für in Not geratene Gasversorger in Aussicht.

Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hatte bei einer Veranstaltung der "Zeit" vor einer möglichen "Preisexplosion" bei einigen Stadtwerken gewarnt. Niemand wisse, ob Russlands Präsident Wladimir Putin die Gaslieferungen nach Deutschland wirklich stoppe.

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Mitte Juli dreht Russland die Nord-Stream-1-Pipeline temporär ab. Ob sie danach wieder ans Netz geht, bleibt fraglich. Die Bundesnetzagentur befürchtet Versorgungslücken.

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17.08.2022
von Florian Neuhann
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