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Erinnern und Tränen im Bundestag : Gedenkstunde: "Ewige Mahnung des Holocaust"

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"Judenhass ist wieder alltäglich": Die Holocaust-Überlebende Auerbacher warnt im Bundestag vor dem Vergessen. Israels Parlamentspräsident Levy betet für die Toten - unter Tränen.

Im Bundestag in Berlin werden der Holocaustopfer gedacht. Anlass ist der Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz.

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Erschütternde Erinnerungen: Anlässlich der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz vor 77 Jahren am 27. Januar 1945 hat der Bundestag am Donnerstag der Opfer des Holocaust gedacht.

Der israelische Parlamentspräsident Mickey Levy sagte in seiner Rede, im Reichstagsgebäude könne man "eine Ahnung davon bekommen, wie Menschen Demokratie ausnutzen könnten, um sie zu überwinden".

Dies ist der Ort, wo die Menschheit die Grenzen des Bösen gedehnt hat, ein Ort, wo Werteverlust einen demokratischen Rahmen in eine rassistische und diskriminierende Tyrannei verwandelt hat.

Das Wahren der Erinnerung an den Holocaust sei eine schwere Aufgabe, die jede Generation aufs Neue auf sich nehmen müsse, sagte Levy. Er erinnerte an die sogenannte Wannseekonferenz vor 80 Jahren, bei der führende NS-Beamte und Offiziere die Umsetzung des Völkermords an den europäischen Juden besprochen hatten.

Die Holocaust-Überlebenden Inge Auerbacher und Margot Friedländer riefen heute am Holocaust-Gedenktag in Berlin und Brüssel zur Wachsamkeit auf.

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Redner Levy: Kaddisch unter Tränen

Man müsse auch für die kommende Generationen "eine Vision erschaffen, eine Zukunft, die sich auf Werte und Träume stütze.“ Als er am Ende seiner Rede das jüdische Totengebet, das Kaddisch rezitierte, kamen ihm die Tränen und er konnte nicht weitersprechen.

Die Abgeordneten spendeten minutenlang Applaus. Anwesend waren auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundeskanzler Olaf Scholz.

Am Ende seiner Rede im Bundestag weint Israels Parlamentspräsident Mickey Levy. Unter Tränen zitiert er das jüdische Totengebet zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus.

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Angesichts einer Zahl von sechs Millionen Toten, die schwer zu vermitteln sei, lobte Levy die authentischen Berichte von Zeitzeugen wie Inge Auerbach. "Ich danke Ihnen Inge, dass sie es geschafft haben, dass Unfassbare für uns zu greifbarer Erinnerung haben werden lassen." Das sei wichtig für die Erinnerung des Holocausts für die kommenden Generationen.  

Die ewige Mahnung des Holocaust lautet: "Nie wieder, nie wieder.
Mickey Levy, Parlamentspräsident Israel

Überlebende Auerbacher: "Menschenhass ist etwas Schreckliches."

Die Holocaust-Überlebende Inge Auerbacher hatte in ihrer Gedenkrede. zur Versöhnung aufgerufen und zur Erinnerung an die von den Nationalsozialisten ermordeten Kinder, Frauen und Männer.

Bei einer Gedenkstunde im Bundestag hat die Holocaust-Überlebende Inge Auerbacher vor neuem Antisemitismus gewarnt. Judenhass sei auch in Deutschland wieder alltäglich.

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"Die Vergangenheit darf nie vergessen werden", rief Auerbacher ihren Zuhörerinnen und Zuhörern zu. "Menschenhass ist etwas Schreckliches." Ihr innigster Wunsch sei die Versöhnung aller Menschen, sagte die 1934 geborene Auerbacher.

Der Judenhass sei in vielen Ländern der Welt und auch in Deutschland wieder an der Tagesordnung, sagte Auerbacher. Die Krankheit des Antisemitismus müsse so schnell wie möglich geheilt werden, forderte sie.

In einer persönlichen und bewegenden Rede schilderte Auerbacher aus der Perspektive eines Kindes ihren eigenen Leidensweg als Kind und Jugendliche.

Mit sieben Jahren ins Konzentrationslager

Die 87-jährige US-Amerikanerin gehört zu den wenigen Überlebenden von Tausenden Menschen, die aus Stuttgart in die Konzentrations- und Vernichtungslager im Osten deportiert wurden. Als Siebenjährige wurde sie 1942 mit ihren Eltern in das Konzentrationslager Theresienstadt gebracht.

Die gemeinsame Erinnerungsarbeit verbindet beide Völker – Deutsche und Israelis.

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Nach dessen Befreiung durch die Rote Armee kam ihre Familie zunächst in ein Flüchtlingslager. 1946 wanderte die Familie in die USA aus und ließ sich in New York nieder. Sie arbeitete in der medizinischen Forschung. 1986 veröffentlichte sie ihre Kindheitserinnerungen und machte es sich zur Aufgabe, Kindern und Jugendlichen von ihrem Überleben zu berichten.

Aus Theresienstadt habe es keinen Ausweg gegeben, sagte sie im Bundestag, "nur die Gaskammern in Auschwitz, zu verhungern oder an Krankheiten zu sterben". 

„Die Frage ist, wie wir junge Leute erreichen“, sagt Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (SPD) zum Jahrestag der Wannsee-Konferenz.

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