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Polizist im Fall George Floyd verhaftet

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Polizeigewalt in Minneapolis - Polizist im Fall George Floyd verhaftet

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Im Fall George Floyd ist ein Polizist verhaftet worden. Der Schwarze Amerikaner war bei einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis ums Leben gekommen.

Demonstrant hält ein Bild von George Floyd hoch
Demonstrierende forderten "Gerechtigkeit" für George Floyd. Nun ist gegen einen beteiligten Polizisten Anklage erhoben worden.
Quelle: ap

Nach dem Tod des Schwarzen Amerikaners George Floyd in der US-Großstadt Minneapolis ist einer der an dem brutalen Einsatz beteiligten und inzwischen entlassenen Polizisten verhaftet worden. Dem Polizisten wird "Third Degree Murder" (Mord dritten Grades) vorgeworfen - übersetzt bedeutet dies Totschlag.

Die Nachrichtenagentur Reuters sowie US-Medien berichteten am Freitag übereinstimmend, es handle sich um den Polizisten, der sein Knie minutenlang an den Hals George Floyds gedrückt hatte. Floyd hatte mehrfach um Hilfe gefleht, bevor er das Bewusstsein verlor, wie ein Video festgehalten hatte. Der 46-Jährige starb anschließend im Krankenhaus.

Fall George Floyd: Alle notwendigen Beweise liegen vor

Bezirksstaatsanwalt Mike Freeman berichtete bei einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz, dass alle notwendigen Beweise vorliegen würden. "Wir haben das Video, die schreckliche, schreckliche, schreckliche Sache, die wir immer und immer wieder gesehen haben", sagte Freeman. Die Anklage könne noch um weitere Punkte erweitert werden.

So schnell habe seine Behörde in einem vergleichbaren Fall noch nie eine Anklage erhoben, normalerweise dauere das mehrere Monate, sagte Freeman. Er räumte ein, dass die Proteste dabei eine Rolle gespielt hätten. "Ich bin nicht unempfindlich demgegenüber, was auf den Straßen passiert", so Freeman. Die Fälle der anderen drei beteiligten Polizisten würden noch untersucht.

Polizeigewalt in Minneapolis -
"Weiße müssen endlich für Schwarze einstehen"
 

Der Tod von George Floyd durch einen Polizeieinsatz hat die USA erschüttert und zu Ausschreitungen geführt. Rassismus und Gewalt sind unser Alltag, sagen Schwarze im ganzen Land.

von Alica Jung
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Gouverneur von Minnesota verspricht schnelle Untersuchung

Minnesotas Gouverneur Tim Walz sicherte am Freitag bei einer emotionalen Pressekonferenz zu, dass die Justiz das Vorgehen der Beteiligten schnell untersuchen werde. Der Gouverneur teilte das Entsetzen über den Vorfall. "Das Kapitel, das diese Woche geschrieben wurde, ist eines unserer dunkelsten Kapitel", sagte er.

Infolge des Todes von George Floyd war es in den vergangenen Nächten zu schweren Ausschreitungen in Minneapolis im US-Bundesstaat Minnesota gekommen. Walz rief die Demonstranten eindringlich zum Gewaltverzicht auf. Probleme wie systematischer Rassismus müssten angegangen werden, dies könne aber nicht passieren, solange noch "Anarchie auf den Straßen herrscht", sagte er.

Am Einsatz beteiligte Polizisten bereits entlassen

Die vier an dem Einsatz beteiligten Polizisten wurden entlassen. Sie wurden zunächst aber weder festgenommen noch angeklagt, was zu wütenden Protesten führte. Minnesotas Gouverneur Tim Walz sicherte am Freitag bei einer emotionalen Pressekonferenz zu, dass die Justiz das Vorgehen der Beteiligten schnell untersuchen werde.

Der Gouverneur teilte das Entsetzen über den Vorfall. "Das Kapitel, das diese Woche geschrieben wurde, ist eines unserer dunkelsten Kapitel", sagte er.

Nach dem Tod eines Schwarzen bei einem Polizeieinsatz in Minneapolis gibt es heftige Proteste auf den Straßen. Zudem eskaliert der Streit zwischen Präsident Trump und Twitter.

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