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George Floyds Sohn für friedlichen Protest

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Ausschreitungen in USA - George Floyds Sohn für friedlichen Protest

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Die USA kommen nicht zur Ruhe. Seit dem Tod George Floyds durch Polizeigewalt eskalieren die Proteste mehr und mehr. Nun meldet sich sein Sohn zu Wort.

Demonstranten bei friedlichem Protest in Portland
Demonstranten zeigen, dass es auch anders geht: Friedlicher Protest in Portland
Quelle: Reuters

Ein Sohn des bei einem Polizeieinsatz getöteten Afroamerikaners George Floyd hat dazu aufgerufen, bei den anhaltenden Protesten in den  USA Gewalt zu vermeiden. In einem TV-Interview mit dem CNN-Tochtersender KBTX appellierte Quincy Mason Floyd an die Demonstranten, friedlich zu bleiben. Zugleich äußerte sich er sich bewegt über die große Anteilnahme am Tod seines Vaters:

Jeder kommt und zeigt ihm Liebe. Mein Herz ist sehr berührt von all dem.

George Floyd war am Montagabend vor einer Woche nach einem Polizeieinsatz gestorben. Einer der vier Beamten hatte ihm minutenlang sein Knie in den Nacken gedrückt. Bitten des Schwarzen, ihn atmen zu lassen, ignorierte er.

Gewalt eskaliert in zahlreichen US-Städten

In Minneapolis  gab es die sechste Nacht in Folge Proteste. Wieder schlugen sie in Gewalt um. Zu ähnlichen Szenen kam es am Wochenende auch in anderen Metropolen wie Los Angeles, San Francisco und New York. Mindestens 40 Städte verhängten nächtliche Ausgangssperren, darunter auch Washington.

Im Schatten der Unruhen wurden Geschäfte geplündert und angezündet.

Beitragslänge:
1 min
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Nach einem CNN-Bericht musste Präsident Donald Trump wegen Protesten vor dem Weißen Haus sogar für eine Stunde in einen Bunker gebracht werden. Demokratische Bürgermeister und Gouverneure rief er zum Durchgreifen auf. Auf Twitter machte er am Sonntag erneut Linke für die Ausschreitungen verantwortlich. Er twitterte, er wolle die Antifa als Terrororganisation einstufen.

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Jedoch hat die Antifa keine zentrale Führungs- oder Organisationsstruktur. Zum Antifaschismus bekennen sich unter anderem zahlreiche unterschiedliche linke oder auch linksradikale Gruppen – nicht nur in den USA, sondern weltweit.

Tankwagen fährt in Menschenmege

In Minneapolis fuhr ein Tankwagen auf einer Autobahn mit Tausenden Demonstranten in eine Menschenmenge. Der Fahrer sei festgenommen worden, teilten die Behörden mit. Die Hintergründe waren zunächst unklar. Verletzt wurde offenbar niemand.

Nach einer Demonstration gegen Rassismus und Polizeigewalt in New York kam es zu Plünderungen und zahlreichen Festnahmen. Auf Fernsehbildern waren brennende Fahrzeuge etwa in Boston und Plünderungen in Philadelphia zu sehen.

Ausschreitungen in den USA -
Wie Ladenbesitzer die Demonstrationen erleben
 

Am Tag sind die Proteste in Washington meist friedlich, doch abends kommt es zu Ausschreitungen. Geschäfte werden zerstört. Viele Ladenbesitzer zeigen sich trotzdem solidarisch.

von Alica Jung, Washington
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1 min

Solidarität für George Floyd auch in Deutschland

Auch in Deutschland gingen Menschen gegen Polizeigewalt auf die Straße. In Berlin zogen am Sonntag nach Polizei-Angaben rund 1.500 Teilnehmer durch Kreuzberg, am Samstag hatten etwa 2.000 Menschen vor der US-Botschaft in Berlin protestiert. In München beteiligten sich am Samstag bis zu 350 Menschen an einem spontanen Demonstrationszug, wie die Polizei mitteilte.

Unter den Demonstranten in Kreuzberg waren auch Familien und Kinder. Sie zeigten Plakate mit Slogans wie "Justice for George Floyd" und "Being black is not a crime". Zuvor war ein "Gedenkmarsch gegen rassistische Polizeigewalt in den USA" zum Brandenburger Tor gezogen, laut Polizei schlossen sich rund 200 Menschen an. Die Protestzüge in Berlin verliefen friedlich, auch in München gab es keine Zwischenfälle.

Jadon Sancho am 31.05.20 in Paderborn

"Justice for George" -
Fußball-Profis protestieren gegen Rassismus
 

Die Proteste gegen Polizeigewalt in den USA sind auch Thema in der Fußball-Bundesliga. Am Wochenende setzten drei Profis ein deutliches Zeichen. Der DFB will dies nun prüfen.

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