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"George Floyd war nicht verzichtbar"

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Trauerzeremonie in Houston - "George Floyd war nicht verzichtbar"

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Abschied von George Floyd: In einer emotionsgeladenen Trauerfeier rufen Angehörige und Ehrengäste zum Kampf gegen Rassismus und Polizeigewalt auf.

In einer Trauerzeremonie haben Angehörige, Freunde und Politiker Abschied von George Floyd genommen. Viele Anwesende reckten als Zeichen gegen Rassismus die Faust in die Höhe.

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Mit flammenden Aufrufen gegen Rassismus und Polizeigewalt haben Angehörige, Freunde und Ehrengäste Abschied genommen von George Floyd, der nach einer brutalen Polizeieinsatz gestorben war. An der Zeremonie in der texanischen Metropole Houston nahmen hunderte Gäste teil.

"George Floyd war nicht verzichtbar. Deshalb sind wir hier", sagte der demokratische Kongressabgeordnete Al Green. "Sein Verbrechen war, schwarz geboren worden zu sein. Das war sein einziges Verbrechen. George Floyd verdiente die Würde und Achtung, die wir allen Menschen zugestehen, einfach weil sie Kinder eines gemeinsamen Gottes sind."

Biden: Zeit für Gerechtigkeit

Der designierte Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten, Joe Biden, forderte in einer Videobotschaft einen verstärkten Kampf gegen Rassismus. Die USA dürften dem Problem nicht länger den Rücken zuwenden. "Jetzt ist die Zeit für Gerechtigkeit für alle Rassen."

Der Ex-Vizepräsident ging nicht direkt auf die Haltung von US-Präsident Donald Trump zu den Protesten und Rassismus ein. Andere Redner dagegen attackierten den Präsidenten offen. Floyds Nichte Brooke Williams sagte: "Jemand hat gesagt: 'Macht Amerika wieder großartig'" - Trumps Wahlkampfslogan 2016.

Aber Amerika war nie großartig.
Brooke Williams, Nichte George Floyds

Bürgerrechtler: Von Trump kein Wort

Der bekannte Bürgerrechtler Al Sharpton warf Trump vor, einen Militäreinsatz gegen gewaltbereite Demonstranten angedroht, aber kein Wort über den "Polizistenmord" an Floyd gesagt zu haben. Er habe damit das Signal gesetzt, dass Polizisten bei einem Fehlverhalten keine strafrechtlichen Konsequenzen fürchten müssten. Pastor William Lawson sagte, im Kampf gegen Rassismus müsse als erstes das Weiße Haus "gesäubert" werden.

Demonstranten bei friedlichem Protest in Portland

Nachrichten | Thema -
Proteste in den USA
 

Nach dem Tod von George Floyd bei einem Polizeieinsatz kommt es zu Protesten und gewaltsamen Auseinandersetzungen in vielen US-Städten.

Zu dem dreieinhalbstündigen Trauergottesdienst für "Big Floyd" waren rund 500 Gäste geladen. Die Zeremonie wurde von viel Soul- und Gospel-Musik begleitet. Wegen der Corona-Pandemie trugen die Teilnehmer Atemschutzmasken. Unter ihnen waren diverse Prominente wie die Schauspieler Jamie Foxx und Channing Tatum, der Filmemacher Tyler Perry und der frühere Box-Weltmeister Floyd Mayweather. Medienberichten zufolge übernahm Mayweather alle Kosten der Feierlichkeiten.

George Floyd, dessen Tod weltweit Proteste gegen Polizeigewalt und Rassismus ausgelöst hat, wurde in Houston beerdigt.

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Neben seiner Mutter beigesetzt

Schon am Montag waren in Houston rund 6.000 Menschen zum öffentlich aufgebahrten Sarg Floyds gekommen, um von ihm Abschied zu nehmen. Nach der Trauerfeier am Dienstag wurde sein Leichnam per Pferdekutsche unter großer Anteilnahme zu einem Friedhof im Vorort Pearland gebracht. Er wurde neben seiner Mutter beigesetzt.

Der 46-Jährige war gestorben, nachdem ein weißer Polizist ihm minutenlang sein Knie auf den Hals gedrückt hatte. Eine Passantin filmte den Vorfall. Die schockierenden Bilder lösten weltweite Kundgebungen gegen Rassismus und exzessive Polizeigewalt aus.

Abschied von George Floyd -
"Nun hören die Menschen endlich zu"
 

Einen Tag vor seiner Beisetzung haben Tausende Menschen in Houston Abschied von George Floyd genommen. Im ganzen Land fordern sie ein Ende von Rassismus und Polizeigewalt.

von Alica Jung
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