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Renteneintrittsalter - Gesamtmetall-Präsident erwartet Rente mit 70

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Der Präsident des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall spricht sich für ein späteres Renteneintrittsalter aus. Man müsse über ein Alter von 69 bis 70 Jahren reden.

Facharbeiter am Fliessband in der Autofertigung
Facharbeiter am Fliessband in der Autofertigung
Quelle: imago

Der Präsident des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, Stefan Wolf, spricht sich für ein späteres Renteneintrittsalter aus.

Warnung vor Finanzierungsproblem

"Wir müssen zu den Menschen ehrlich sein: Wir werden das Renteneintrittsalter nicht bei 67 Jahren halten können", sagte Wolf den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Wir werden in den nächsten Jahren über ein Renteneintrittsalter von 69 bis 70 Jahren reden müssen.
Stefan Wolf, Präsident des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall

Der Gesamtmetall-Präsident, der die Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie vertritt, warnte vor einem Finanzierungsproblem bei den Rentenkassen.

Sozialverband VdK für Rente mit 63

Der Sozialverband VdK forderte dagegen eine abschlagsfreie Rente mit 63 nach 45 Beitragsjahren. Wer in einem Beruf mit hoher Belastung arbeite, etwa auf dem Bau, in der Logistik oder in der Altenpflege, lebe im Schnitt deutlich kürzer, sagte VdK-Präsidentin Verena Bentele in Berlin zur Begründung.

Sie verwies auf eine am Montag vorgelegte Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), die im Auftrag des Verbandes erstellt wurde. Demnach wirkt sich eine hohe berufliche Belastung auf die Lebenserwartung aus. Rentner, die in Berufen mit hoher Belastung gearbeitet hätten, lebten drei Jahre kürzer im Vergleich zu jenen, bei denen die Belastung geringer gewesen sei.

Renteneintritt erst mit 68 – das hat ein Beratergremium des Wirtschaftsministeriums vorgeschlagen. Vor allem bei SPD, Linken und Gewerkschaften stieß dies auf heftige Kritik.

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VdK will Rentenversicherung für alle

Der VdK lehnt Vorschläge einer Erhöhung des Rentenalters auf 68, 69 oder 70 Jahre zur Stabilisierung der Rentenkasse ab. Das würde die soziale Spaltung in der älteren Bevölkerung weiter verschärfen und zu noch mehr Altersarmut führen, sagte Bentele.

Wir brauchen eine Rentenversicherung, in die alle Erwerbstätigen einzahlen: Arbeiter, Angestellte, Selbstständige und eben auch Politiker und Beamte.
Verena Bentele, VdK-Präsidentin

Nur so ließe sich auf Dauer die gesetzliche Rentenversicherung stabilisieren und die soziale Spaltung bekämpfen.

Gutachten empfiehlt 68 Jahre

Vor einigen Wochen war erneut eine Diskussion darüber entbrannt, ob das Renteneintrittsalter angehoben werden muss. Experten, die das Wirtschaftsministerium beraten, hatten in einem Gutachten eine Anhebung auf 68 Jahre vorgeschlagen.

Derzeit gilt ein stufenweiser Anstieg des Eintrittsalters auf 67. Hintergrund der Debatte ist die Alterung der Gesellschaft: Bei der Rente stehen auf Dauer zu viele Empfänger zu wenigen Beitragszahlern gegenüber.

Vorschlag von Expertengremium - Altmaier gegen Rente mit 68  

Rente mit 68? Die Berater des Wirtschaftsministeriums, die die Idee hatten, trifft heftige Kritk. Auch der Minister ist gegen den Vorschlag.

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