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Gespräche über Reformen - Maas besucht Krisenland Libanon

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Explosionskatastrophe, Wirtschaftskrise, Corona-Pandemie: Der Libanon steckt in einer tiefen Krise. Deutschland ist zu weitgehender Hilfe bereit - aber nur unter Bedingungen.

Nach der katastrophalen Explosion in Beirut besucht Außenminister Maas das Land und drängt auf Reformen. Dort steht die gesamte wirtschaftliche und politische Führungsschicht am Pranger.

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Mehr als eine Woche nach der verheerenden Explosion im Hafen von Beirut besucht Außenminister Heiko Maas (SPD) heute den Ort der Katastrophe. Bei dem eintägigen Aufenthalt in der libanesischen Hauptstadt will Maas über wirtschaftliche Hilfe für das Land am Mittelmeer sprechen und gleichzeitig für Reformen werben, die auch von vielen Libanesen gefordert werden.

"Das Land braucht jetzt einen kraftvollen Aufbruch und es braucht tiefgreifende wirtschaftliche Reformen", sagte Maas vor seinem Abflug aus Berlin. "Nur so wird der Libanon seine Jugend für eine gute Zukunft gewinnen, nur so wird das nötige Vertrauen aufgebaut."

Menschen in Beirut protestieren gegen die Regierung.

Konfliktherd Libanon -
Warum Massenproteste das Land erschüttern
 

Die verheerende Explosion vergangene Woche in Beirut erschütterte massiv ein Land, das wirtschaftlich und politisch schon lange tief in der Krise steckt.

Tausende Libanesen bei Trauermarsch

Bei der schweren Explosion am Dienstag vergangener Woche waren mindestens 165 Menschen getötet und mehr als 6.000 verletzt worden. Am Dienstagabend beteiligten sich Tausende Libanesen an einem Trauermarsch.

Maas will in der Hauptstadt Beirut mit Präsident Michel Aoun, Vertretern verschiedener gesellschaftlicher Gruppen und mit Hilfsorganisationen sprechen. Deutschland hatte am Wochenende 20 Millionen Euro für die Bewältigung der Folgen der Katastrophe zugesagt. "Wir wollen unsere Hilfe mit den Vereinten Nationen und über erfahrene Hilfsorganisationen schnell nach Beirut direkt zu den Menschen bringen", versprach Maas.

Starke Interessengegensätze

Maas besucht das Land inmitten einer schweren politischen und wirtschaftlichen Krise. Als Reaktion auf die Explosion und gewaltsame Proteste gegen die Regierung hatte Premierminister Hassan Diab am Montag den Rücktritt des Kabinetts erklärt. Präsident Aoun muss nun mit den wichtigsten politischen Blöcken über einen Nachfolger verhandeln.

ZDF-Korrespondent Uli Gack zur Lage im Libanon.

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Aufgrund starker Interessengegensätze hat es im Libanon oft lange gedauert, Spitzenämter zu besetzen. Wegen der schweren Wirtschaftskrise, der Corona-Pandemie und den Folgen der Detonation ist der Druck jedoch groß, schnell eine Lösung zu finden.

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