Sie sind hier:
Interview

Geflüchtete aus der Ukraine : Giffey: Brauchen dringend Hilfe vom Bund

Datum:

In Berlin kommen Tausende Geflüchtete aus der Ukraine an, die zunächst in der Stadt bleiben und versorgt werden. Eine Belastung für alle Ämter, sagt Bürgermeisterin Giffey im ZDF.

ZDF-Reporterin Dunja Hayali spricht am Berliner Hauptbahnhof mit Berlins Bürgermeisterin Franziska Giffey und dem privaten Flüchtlingshelfer Rainer Berak.

Beitragslänge:
14 min
Datum:

Am Berliner Hauptbahnhof kommen täglich Tausende Geflüchtete aus der Ukraine an - vor allem Frauen und Kinder. Sie verbleiben zunächst in der Stadt, kommen bei Privatleuten unter oder werden mit Hilfe der Ämter verteilt. Ehrenamtliche helfen bei der Registrierung.

Auch wenn die Arbeit eine Gemeinschaftsleistung von Ehrenamt und Hauptamt ist, wie Berlins Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) im ZDF-Morgenmagazin erklärt, so geraten die Helferinnen und Helfer aufgrund der stetig wachsenden Zahl Geflüchteter allmählich an die Grenze ihrer Belastbarkeit.

Der Krieg in der Ukraine zwingt viele Menschen zur Flucht. Täglich treffen Geflüchtete am Berliner Hauptbahnhof ein. ZDF-Reporterin Dunja Hayali berichtet vor Ort.

Beitragslänge:
2 min
Datum:

Es seien 26.000 Geflüchtete alleine in landeseigenen Unterkünften in Berlin untergebracht worden. Giffey erklärt: "Über 35.000 Menschen haben Aufenthaltstitel beantragt und wollen in Berlin bleiben und über 31.000 bekommen in den Sozialämtern auch Leistung - das ist spürbar und eine große Belastung, das ist klar."

Berlin als Vorbild für ganz Deutschland

Dennoch sei ihr wichtig zu betonen, dass die Dinge auch gut laufen: "Wir stemmen hier gerade für die gesamte Bundesrepublik mehr als die gesamten anderen Bundesländer zusammen, wir haben eine Größenordnung von 60.000 Geflüchteten in der Stadt, Tendenz steigend. Ich finde, wir müssen auch mal den Fokus legen auf das, was hier geschafft wird."

Nach den Schrecken des Krieges versuchen viele ukrainische Geflüchtete, durch Arbeit in einen neuen Alltag zu finden. Auch die Kinder sollen schnell wieder in die Schule gehen.

Beitragslänge:
4 min
Datum:

Da Visa-Freiheit herrscht und sich in den ersten 90 Tagen keiner der Ankommenden registrieren muss, ist es schon jetzt sehr voll in der Stadt. Dennoch wollen die Menschen dort nicht weg, wie Giffey weiß:

Über 90 Prozent wollen hierbleiben.
Berlins Bürgermeisterin Franziska Giffey

Die Bürgermeisterin hofft hier auf die Unterstützung der Bundesregierung. Bleiben könnten die Menschen, die nicht weiter transportiert werden können, weil sie schwer krank sind, oder die Menschen, die Familienangehörige in der Stadt haben oder vulnerable Gruppen. Ansonsten sei die bundesgerechte Verteilung für Berlin ganz wichtig.

Berlin leistet einen großen Beitrag, aber wir werden diese große Aufgabe auch nicht allein aus Landesmitteln stemmen können.
Berlins Bürgermeisterin Franziska Giffey
Flüchtlinge aus der Ukraine stehen nach der Ankunft eines Flugzeuges aus Chisinau.

Flüchtlinge aus der Ukraine - Kommunen fordern Kostenübernahme von Bund  

Die Kommunalverbände fordern vom Bund die Übernahme der Kosten, die bei der Unterbringung und Versorgung der ukrainischen Flüchtlinge auf Städte und Gemeinden zukommen.

Giffey pocht auf Unterstützung vom Bund

Mit Blick auf das Bund-Länder-Treffen am Donnerstag pochte die SPD-Politikerin zudem auf finanzielle Unterstützung des Bundes. "Wir wollen gerne, dass die Geflüchteten in den Rechtskreis des SGB II kommen, also über die Jobcenter auch vom Bund finanziert werden, dass sie dort auch in Arbeit vermittelt werden, echte Perspektive bekommen, Integrations- und Gesundheitsleistungen."

Zudem forderte sie eine vollständige Übernahme der Kosten für die Unterkunft der Flüchtlinge durch den Bund sowie eine Integrationspauschale für die Leistungen für Kita und Schule.

Aktuelle Meldungen zu Russlands Angriff auf die Ukraine finden Sie jederzeit in unserem Liveblog:

Zerstörtes Gebäude und Wrack eines Kozak-Panzerwagens in Donbass

Russland greift die Ukraine an - Aktuelles zum Krieg in der Ukraine 

Aus dem Osten der Ukraine werden heftige Kämpfe gemeldet, die EU verzichtet für ein Jahr auf Einfuhrzölle, Kiew fordert schnellere Waffenlieferungen - alle Entwicklungen im Blog.

Aktuelle Nachrichten zur Ukraine

Putin auf Landkarte mit Russland, Ukraine, Georgien und Syrien
Story

Nachrichten | Politik - Putins Kriege, Putins Ziele 

Tschetschenien, Georgien, Syrien, Ukraine: Russland hat unter Putin schon in mehreren Ländern gekämpft. Zwischen den Kriegen gibt es Parallelen – hier die Hintergründe verstehen.

Soziologe Gerald Knaus bei Markus Lanz

Mögliche Spaltung der EU? - "Die Spannungen werden steigen" 

Der Soziologe Gerald Knaus warnt hinsichtlich der Ukraine-Politik vor einer Spaltung der Europäischen Union, wenn nicht an einer gemeinsamen Vision festgehalten wird.

Videolänge
Migrationsforscher Gerald Knaus in der Talkshow von Markus Lanz am 24. Mai 2022.

Gerald Knaus bei "Lanz" - Migrationsforscher warnt vor Spaltung der EU 

  • Untertitel

Migrationsforscher Knaus warnt bei "Lanz" vor einer Spaltung Europas bei der Frage nach weiterer Unterstützung für die Ukraine. Putin-Freunde innerhalb der EU würden lauter.

von Sebastian Lang
Videolänge
Zur Merkliste hinzugefügt Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Sie haben sich mit diesem Gerät ausgeloggt.

Sie haben sich von einem anderen Gerät aus ausgeloggt, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Ihr Account wurde gelöscht, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Zur Altersprüfung

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.

An dieser Stelle würden wir dir gerne die Datenschutzeinstellungen anzeigen. Entweder hast du einen Ad-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiviert, welcher dies verhindert, oder deine Internetverbindung ist derzeit gestört. Falls du die Datenschutzeinstellungen sehen und bearbeiten möchtest, prüfe, ob ein Ad-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiv ist und schalte es aus. So lange werden die standardmäßigen Einstellungen bei der Nutzung der ZDFmediathek verwendet. Dies bedeutet, das die Kategorien "Erforderlich" und "Erforderliche Erfolgsmessung" zugelassen sind. Weitere Details erfährst du in unserer Datenschutzerklärung.

An dieser Stelle würden wir dir gerne die Datenschutzeinstellungen anzeigen. Möglicherweise hast du einen Ad/Script/CSS/Cookiebanner-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiviert, welcher dies verhindert. Falls du die Webseite ohne Einschränkungen nutzen möchtest, prüfe, ob ein Plugin oder ähnliches in deinem Browser aktiv ist und schalte es aus.