ZDFheute

Giffey fordert hohe Strafen für Missbrauch

Sie sind hier:

Pädophilie-Fälle in NRW - Giffey fordert hohe Strafen für Missbrauch

Datum:

Unter dem Eindruck der jüngsten Missbrauchsfälle in NRW fordert Familienministerin Giffey hohe Strafen für die Täter. Richter sollten im Urteil keine Milde walten lassen.

Familienministerin Franziska Giffey redet zum Thema Gewalt gegen Frauen.
Fordert härtere Strafen für Kindesmissbrauch: Franziska Giffey.
Quelle: epa

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey hat Höchststrafen bei Kindesmissbrauch gefordert. Zwar könnten für diese "furchtbare Tat" bereits jetzt hohe Strafen verhängt werden, sagte die SPD-Politikerin den Zeitungen der "Funke-Mediengruppe". Wichtig sei aber, "dass der Strafrahmen auch entsprechend am oberen Ende ausgeschöpft wird".

Auch die Kapazitäten von Ermittlern müssten ausgebaut werden. Ihr gehe es vor allem um die Kinder und mehr Prävention.

Das Leid, das betroffenen Kindern angetan wird, ist unermesslich und belastet diese oft ein Leben lang.
Franziska Giffey, Familienministerin

Eine aufmerksame Gesellschaft sei nötig, die Anzeichen von Missbrauch früh wahrnehme und dann helfe. "Dafür braucht es ein Umfeld, das hinschaut sowie Behörden und Gerichte, die Fälle von Kindesmissbrauch konsequent verfolgen und bestrafen und eng zusammenarbeiten."

Kindesmissbrauch ist eines der schlimmsten Verbrechen, vor allem wenn die Täter zum engsten Umfeld gehören.

Beitragslänge:
89 min
Datum:

Hohe Strafen für die Täter von Lügde

Nach Ansicht von Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) stehen die 15 Jahre Haft und Sicherungsverwahrung bei Kindesmissbrauch nicht nur auf dem Papier. Der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte sie:

Beispielsweise wurde im Fall Lügde dieser Strafrahmen fast ausgeschöpft.
Christine Lambrecht, Justizministerin

"Das ist eine der höchsten Strafen, die unsere Rechtsordnung überhaupt kennt", sagte sie dem Blatt.

Forderungen nach schärferen Strafen erteilte Lambrecht eine Absage. "Wichtiger ist es, konkret den Ermittlern mehr Möglichkeiten zu geben und sie gut auszustatten. Dass das wirkt, zeigt sich in NRW." Am Wochenende war ein Fall des schweren sexuellen Missbrauchs mehrerer Kinder in Münster bekannt geworden.

Bund muss mehr in Kinderschutz investieren

Derweil fordert der Deutsche Kinderschutzbund die Bundesregierung auf, mehr in den Schutz von Kindern zu investieren. Heinz Hilgers, Präsident der Organisation, sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung":

Der Staat könnte die Jugendämter, Kindertagesstätten und Schulen besser ausstatten und finanzieren - er könnte viel mehr tun.
Heinz Hilgers, Präsident Deutscher Kinderschutzbund

"Wenn wir uns zum Beispiel mit den skandinavischen Ländern vergleichen, dann sind wir im Rückstand. Mit Blick auf unsere Wirtschaftskraft und Bildungsmöglichkeiten hätten wir eigentlich Chancen, im Kinderschutz an der Spitze zu stehen."

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.