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Migranten in Kühllaster entdeckt

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An der Grenze zu Tschechien - Migranten in Kühllaster entdeckt

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In Europa werden Migranten von Schleusern immer wieder über Grenzen gebracht. Zollbeamte haben nun an der Grenze zu Tschechien 31 Menschen im Laderaum eines Kühllasters entdeckt.

Beamte des Zolls durchsuchen die Ladefläche eines Kühllasters am 15.07.2020 in Bretenau
Migranten in Kühl-LKW an der A17 entdeckt
Quelle: dpa

Bei der Kontrolle eines Kühllasters auf der Autobahn 17 an der tschechisch-sächsischen Grenze sind 31 Migranten im Laderaum entdeckt worden. Ein Sprecher der Bundespolizei sagte, das Fahrzeug mit türkischer Zulassung sei in Richtung Dresden unterwegs gewesen.

Migranten hatten keine Erlaubnis zur Einreise

Immer wieder werden Migranten in Kühllastern in Europa von einem Land ins andere geschleust, teils mit tödlichen Folgen. 2015 waren in Österreich im verschlossenen Laderaum eines aus Ungarn gekommenen Fahrzeugs die Leichen von 71 Migranten entdeckt worden.

Der Großteil der Männer zwischen 18 und 47 Jahren stammt nach Angaben der Staatsanwaltschaft Dresden und der Bundespolizei vom Mittwoch aus der Türkei, drei aus Syrien, drei aus dem Iran und ein Mann aus dem Irak. Alle Personen hätten keine Erlaubnis zur Einreise in das Bundesgebiet gehabt. Sie wurden am Dienstagabend auf dem Parkplatz "Am Heidenholz" an der A17 in dem Laster entdeckt.

Fahrer festgenommen - Suche nach Schleuser

Den Angaben zufolge lagen sie während der Fahrt sehr beengt auf einer Ladung von Melonenkisten und froren wegen der Kühlung. Fünf Personen hätten dabei leichte Verletzungen erlitten. Der Fahrer des Wagens, ein 57-jähriger Türke, sei vorläufig festgenommen worden, hieß es in der gemeinsamen Mitteilung der Staatsanwaltschaft Dresden und der Bundespolizeiinspektion Berggießhübel. Ihm werde vorgeworfen, die Männer vermutlich am frühen Dienstagmorgen in Ungarn in seinem Laster versteckt zu haben.

Die Staatsanwaltschaft Dresden stellte den Angaben zufolge am Mittwoch beim Amtsgericht Pirna wegen Fluchtgefahr gegen den Beschuldigten einen Antrag auf Haftbefehl. Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Bundespolizei, auch zu möglichen Hintermännern der Tat, dauern an.

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