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Griechenland verstärkt Grenzpatrouillen

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Türkei droht mit Grenzöffnung - Griechenland verstärkt Grenzpatrouillen

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Ankara droht unverhohlen damit, nach der Eskalation in Syrien seine Grenzen für Flüchtlinge auf dem Weg nach Europa zu öffnen. Griechenland verstärkt seine Grenzpatrouillen.

Syrische Flüchtlinge laufen am Grenzzaun nahe Edirne, Türkei.
Syrische Flüchtlinge laufen am Grenzzaun nahe Edirne, Türkei.
Quelle: 20-755441

Gerüchte über eine Öffnung der Grenzen für Flüchtlinge in Richtung Europa haben in der Türkei Migranten in Bewegung gesetzt. Griechenland reagiert und verstärkt seine Grenzpatrouillen.

Türkische Medien melden Aufbruch von Flüchtlingen in Richtung EU

Die Nachrichtenagentur DHA berichtete am Freitagmorgen von rund 300 Menschen, die sich auf den Weg in Richtung eines Grenzübergangs in Edirne gemacht hätten. Die Provinz grenzt sowohl an Griechenland als auch an Bulgarien. Andere kämen in der Provinz Canakkale nahe Ayvacik zusammen, um per Boot auf die griechische Insel Lesbos und damit in die EU zu gelangen.

Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete, dass sich Migranten in den Städten Izmir, Mugla and Canakkale sammelten für die Reise Richtung EU. In Mugla hätten einige Gummiboote mitgebracht.

Eine offizielle Bestätigung gab es zu den angeblich "offenen Grenzen" nicht. Beobachter hielten die vor allem von regierungsnahen Medien lancierten Berichte zunächst für ein Mittel, Druck aufzubauen und Hilfe für die Situation im nordsyrischen Idlib zu bekommen.

Präsident Recep Tayyip Erdogan spricht zu Parteimitgliedern in Ankara

Vergeltung nach Tod von Soldaten -
Türkei fordert Nato-Beistand in Syrien
 

Syrische Truppen töten Dutzende türkische Soldaten. Die Türkei fliegt Vergeltungsangriffe und fordert Nato-Beistand. Zugleich droht sie, die Grenzen für Flüchtlinge zu öffnen.

Syrische Angriffe in Idlib

Bei syrischen Luftangriffen auf Stellungen der türkischen Armee waren zuvor 33 Soldaten in Idlib getötet worden, 32 weitere wurden verletzt. Die türkischen Streitkräfte reagierten mit Vergeltungsangriffen.

In der letzten Rebellenhochburg ist das syrische Militär mithilfe der Schutzmacht Russland auf dem Vormarsch. Die Türkei, die in dem Konflikt islamistische Rebellen unterstützt, hat dort Beobachtungsposten. Sie versucht unter anderem, eine Waffenruhe zu erreichen.

Immer mehr Kriegsflüchtlinge in der Türkei

Hunderttausende fliehen vor syrischen und russischen Angriffen auch in Richtung türkische Grenze. Das hatte in der Türkei, die bereits Millionen Flüchtlinge beherbergt, Sorgen ausgelöst. Erdogan hatte mehrfach gewarnt, sein Land werde einen neuen Zustrom von Flüchtlingen "nicht alleine schultern können" und "alle europäischen Länder würden die negativen Folgen zu spüren bekommen".

Seit Anfang Dezember sind nach UN-Angaben rund 950.000 Menschen aus den umkämpften Gebieten in Nordwestsyrien geflohen, darunter eine halbe Million Kinder. Viele von ihnen leben unter katastrophalen Bedingungen in der Grenzregion zur Türkei.

Kaltes Winterwetter verschärft die Lage. In der Türkei leben bereits etwa 3,6 Millionen syrische Flüchtlinge. Angesichts des wachsenden Unmuts der türkischen Bevölkerung über die Flüchtlinge will die Regierung in Ankara die Migration weiterer Menschen ins Land verhindern.

Das Logo der Nato. Archivbild

Nach Luftangriff in Idlib -
Nato-Sondertreffen zu Syrien
 

Bei einem Angriff der syrischen Regierungstruppe im Norden sterben türkische Soldaten. Ankara fordert Unterstützung von der Nato. Das Bündnis reagiert mit einem Sondertreffen.

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