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Türkei und Griechenland wollen sprechen

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Erdgaskonflikt im Mittelmeer - Türkei und Griechenland wollen sprechen

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Vier Jahre lang lagen die Gespräche auf Eis - nun wollen Athen und Ankara sie neu starten. Der Streit über Erdgasvorkommen im Mittelmeer war in den letzten Monaten eskaliert.

Das türkische Forschungsschiff "Oruc Reis"
Das türkische Forschungsschiff "Oruc Reis" wurde zuletzt aus dem östlichen Mittelmeer zurückgerufen. Dies wurde als Zeichen der Entspannung gesehen.
Quelle: dpa

Wegen der Spannungen um Gasbohrungen im östlichen Mittelmeer hat die Türkei angekündigt, mit ihrem Streitpartner Griechenland Gespräche führen zu wollen. Beide Seiten stünden "bereit, mit Sondierungsgesprächen zu beginnen", erklärte die türkische Präsidentschaft am Dienstag. Die griechische Regierung bestätigte die bevorstehenden Gespräche.

Videokonferenz mit Merkel und Michel

Zuvor hatten der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan, Bundeskanzlerin Angela Merkel und EU-Ratspräsident Charles Michel in einer Videokonferenz über das Thema beraten. Der Verlauf der Gespräche hänge von den nächsten Schritten Griechenlands ab, erklärte Erdogan laut der Erklärung seines Büros:

Der Impuls, Spannungen abzubauen und Kanäle für den Dialog zu schaffen, muss auf gegenseitigen Schritten beruhen.
Recep Tayyip Erdogan, Präsident der Türkei

Der türkische Staatschef hoffe, dass der EU-Gipfel Anfang Oktober "neues Leben" in die Beziehungen zwischen der EU und Ankara bringen werde, hieß es weiter. Bei dem Gipfel soll auch über mögliche neue EU-Sanktionen gegen die Türkei gesprochen werden.

Charles Michel, Präsident des Europäischen Rates

Ratspräsident in Quarantäne -
EU-Gipfel auf Anfang Oktober verschoben
 

Der EU-Sondergipfel diese Woche musste auf 1. und 2. Oktober verschoben werden. Ratspräsident Michel muss sich in Quarantäne begeben.

Türkei schlägt eine regionale Konferenz vor

Das griechische Außenministerium bestätigte die Fortsetzung der seit 2016 auf Eis liegenden Gespräche mit Ankara. Ein Treffen soll demnach zeitnah in Istanbul stattfinden. Erdogan schlug laut der Erklärung der türkischen Präsidentschaft vor, eine regionale Konferenz mit allen an dem Streit beteiligten Parteien abzuhalten, einschließlich der türkischen Zyprioten. Eine solche Konferenz könne sich "positiv und konstruktiv" auf die Situation im östlichen Mittelmeer auswirken, sagte Erdogan.

Der Präsident war am Dienstag bereits in seiner Rede bei der Generaldebatte der UN-Vollversammlung auf die Spannungen zwischen Ankara und Athen eingegangen. In einer Videoansprache forderte der türkische Präsident einen "aufrichtigen" Dialog zur Beilegung des Streits. Zugleich prangerte er "Schikanen" des Westens an. Seit der Entdeckung reicher Gasvorkommen im östlichen Mittelmeer gibt es heftigen Streit um deren Ausbeutung. Sowohl die EU-Mitglieder Griechenland und Zypern als auch die Türkei erheben Anspruch auf die betreffenden Seegebiete und untermauern diesen auch durch die Entsendung von Kriegsschiffen.

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