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"Demokratie ist weiblich" - Griechenland: Erstmals Frau als Staatspräsidentin

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Griechenland hat erstmals in seiner Geschichte ein weibliches Staatsoberhaupt. Die Abgeordneten votierten mit großer Mehrheit im ersten Wahlgang für Ekaterini Sakellaropoulou.

Abstimmung im griechischen Parlament am 22.01.2020
Das griechische Parlament hat mit großer Mehrheit abgestimmt und eine Frau zur Präsidentin gewählt.
Quelle: EPA

Das griechische Parlament hat am Mittwoch mit großer Mehrheit die 63-Jährige Juristin Ekaterini Sakellaropoulou zur neuen Staatspräsidentin für die nächsten fünf Jahre gewählt. Damit übernimmt erstmals eine Frau den Posten. Bei einer namentlichen Abstimmung votierten 261 Abgeordnete für Sakellaropoulou, 33 enthielten sich, wie das Parlamentspräsidium mitteilte. Für die Wahl waren 200 Stimmen des Parlamentes mit 300 Sitzen notwendig. Einen Gegenkandidaten gab es nicht.

Ekaterini Sakellaropoulo, am 10.01.2020
Ekatrerini Sakellaropoulou war bisher Richterin und Präsidentin des obersten griechischen Verwaltungsgerichtshofes. Sie spricht Englisch und Französisch.
Quelle: EPA

Richterin in Athen

Das griechische Staatsoberhaupt hat rein repräsentative Aufgaben, doch ist die Wahl der Richterin zur Präsidentin in einem Land, in dem Frauen immer noch stark diskriminiert werden, von großem symbolischen Wert. Sakellaropoulou hat mit derartigen Premieren Erfahrung: Im Oktober 2018 wurde sie bereits als erste Frau in der Geschichte des Landes Präsidentin des Staatsrats - des Verfassungs- sowie Obersten Verwaltungsgerichts in Griechenland.

"Die Demokratie ist weiblich. Es ist die Zeit gekommen, erstmals eine Frau ins höchste Amt des Staates zu wählen.
Kyriakos Mitsotakis, Premierminister

Sakellaropoulous Amtszeit beginnt am 13. März. Bisher war der Verfassungsrechtler Prokopis Pavlopoulos (69) Präsident, der nur repräsentative Aufgaben hat.

Auf die Kandidatur Sakellaropoulou hatten sich die regierenden Konservativen der Nea Dimokratia unter Regierungschef Kyriakos Mitsotakis, die stärkste Oppositionspartei, die linke Syriza unter Ex-Regierungschef Alexis Tsipras, sowie die Sozialdemokraten geeinigt. Premier Kyriakos Mitsotakis hatte im Januar Sakellaropoulou vorgeschlagen. "Die Demokratie ist weiblich. Es ist die Zeit gekommen, erstmals eine Frau ins höchste Amt des Staates zu wählen", begründete er seinen Vorschlag.

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