Premier-Suche bei Tories: Sunak hat nötige Unterstützer

    Britische Tories:Premier-Suche: Sunak hat nötige Unterstützer

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    In wenigen Tagen soll feststehen, wer neuer britischer Premier wird. Ex-Finanzminister Sunak hat schon mal die nötige Zahl an Unterstützern hinter sich geschart.

    Der ehemalige britische Finanzminister Rishi Sunak während einer Filmgala in London.
    Der ehemalige britische Finanzminister Rishi Sunak.
    Quelle: reuters

    Im Rennen um die Nachfolge der scheidenden britischen Premierministerin Liz Truss hat Ex-Finanzminister Rishi Sunak als Erster die notwendigen hundert Unterstützer unter den Tory-Abgeordneten hinter sich versammeln können.
    Mehrere Abgeordnete bestätigten, dass Sunak die Mindestanzahl an Unterstützern erreicht habe. Innerhalb der Regierung hatten sich zuletzt mehrere Kabinettsmitglieder für Ex-Premierminister Boris Johnson als Truss-Nachfolger ausgesprochen.

    Wird Sunak kandidieren?

    Weder Sunak noch Johnson haben ihre Kandidatur bisher offiziell erklärt. Nur Unterhauschefin Penny Mordaunt hat ihren Hut bereits in den Ring geworfen. Sunak würde automatisch Parteivorsitzender und Premierminister werden, falls seine Kontrahenten es nicht schaffen, jeweils 100 Unterstützer hinter sich zu versammeln.
    Nach einer Zählung der politischen Webseite Guido Fawkes von Freitagabend hat Sunak 103 Unterstützer, Johnson 68 und Mordaunt 25. Sunak gilt als aussichtsreichster Kandidat - nicht zuletzt, weil er die katastrophalen Konsequenzen von Truss' Wirtschaftsplänen, die sie schließlich zu Fall brachten, vorausgesagt hatte. Vielen Anhängern Johnsons gilt er wegen seiner Rolle bei dessen Rücktritt jedoch als "Königsmörder".

    Unterstützung für Boris Johnson wächst

    In der Regierung wuchs zuletzt die Unterstützung für den vor wenigen Monaten wegen diverser Skandale als Premierminister zurückgetretenen Johnson. Verteidigungsminister Ben Wallace sagte am Freitag: "Im Moment tendiere ich zu Boris Johnson." Er verwies darauf, dass Johnson die konservativen Tories 2019 zu einem überwältigenden Wahlsieg geführt habe.
    Einer YouGov-Umfrage zufolge sind 52 Prozent der Wähler dagegen, dass Johnson an die Macht zurückkehrt. Johnson war Anfang Juli nach einer parteiinternen Revolte gegen ihn wegen seiner Amtsführung als Parteichef und damit später auch als Premierminister zurückgetreten.

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    FAQ

    Jähes Ende der Truss-Regierung

    Truss wurde von den Parteimitgliedern zur neuen Vorsitzenden gewählt und wurde damit automatisch auch Regierungschefin. Nach nur sechs Wochen im Amt verkündete Truss infolge massiven Drucks auch aus der eigenen Partei am Donnerstag ihren Rücktritt. Grund waren massive Fehler in der Finanz- und Steuerpolitik, die zu heftigen Turbulenzen an den Finanzmärkten geführt hatten.
    Die Bewerber müssen bis Montag die Unterstützung von mindestens 100 der 357 Tory-Abgeordneten vorweisen. Das heißt, höchstens drei von ihnen können tatsächlich kandidieren. Danach müssen sich die Abgeordneten entweder auf zwei Kandidaten einigen, über die die Parteimitglieder bis kommenden Freitag abstimmen oder sie bestimmen direkt einen Kandidaten, der in die Downing Street einzieht.
    Quelle: AFP

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