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Plagiatsdebatte bei Lanz - Habeck: "Müssen Vertrauen wieder aufbauen"

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Kürzlich verteidigte der stellvertretende Grünen-Fraktionschef, Krischer, seine Chefin Baerbock bei Lanz - eher stammelnd. Nun bezog ein ganz gelassener Co-Chef Habeck Stellung.

Über die Kritik an Annalena Baerbock, den Kurs der Grünen-Spitze Baerbock und Habeck, die Corona-Lage in England und die Aussichten des CureVac-Vakzins auf eine mögliche Zulassung

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Eine Woche, nachdem Oliver Krischer, der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen, Annalena Baerbock bei Markus Lanz vehement verteidigt hatte, äußerte sich Robert Habeck zu den Plagiatsvorwürfen gegen die Kanzlerkandidatin der Grünen.

Robert Habeck will den Wahlkampf mit Annalena Baerbock erfolgreich abschließen und nicht selbst als Kanzlerkandidat einspringen.

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Habeck: "Haben uns kommunikativ verrannt"

Robert Habeck und Oliver Krischer hätten im Anschluss an dessen Besuch bei Markus Lanz telefoniert, in dem Krischer die Plagiatsvorwürfe gegen Annalena Baerbocks Buch "Jetzt. Wie wir unser Land erneuern" zurückwies. "Oli hatte sich vorgenommen, einen Kladderadatsch zu erklären, der so nicht zu erklären ist. Das ist schiefgegangen", kommentierte der Co-Vorsitzende der Grünen den Auftritt seines Kollegen.

Der 51-Jährige räumte Fehler seiner Partei ein:

Die Woche, in der Oli Krischer da war, war die Woche, wo wir uns kommunikativ völlig verrannt haben, unangemessen reagiert haben.
Robert Habeck

Habeck selbst, der sich in dieser Zeit nicht öffentlich zu den Geschehnissen geäußert hatte, sei währenddessen im Urlaub gewesen. "Dass die Kommunikation um die Vorwürfe entlang des Buches von Annalena Baerbock nicht gut war, ist eingesehen, erkannt und korrigiert worden", resümierte Robert Habeck bei Markus Lanz.

"Selbstverständlich sind Formulierungen ähnlich", aber es sollte um Inhalte und nicht um Formulierungen gehen, verteidigt Oliver Krischer (Die Grünen) Annalena Baerbock.

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Habeck: Kritik ist ernst zu nehmen

Habeck, selbst Autor, sagte aber auch: "Politische Sachbücher sind eine merkwürdige Gattung. Man nennt sie 'populärwissenschaftlich'." Es sei nicht gewollt, diese Bücher zu schreiben wie wissenschaftliche Arbeiten.

Der Politiker weiter: "Diese Gratwanderung, tief in die Fachliteratur und wissenschaftliche Studien einzutauchen, ist immer da."

Man schreibt diese Bücher, um möglichst vielen Menschen irgendeinen wissenschaftlichen Zusammenhang zu erklären. Da kann es eben auch mal schiefgehen.
Robert Habeck

Die Kritik daran, dass es mehr als sechs Stellen mit Plagiatsverdacht waren, sei aber ernst zu nehmen. "Dass Quellen in der Menge nicht ausgewiesen wurden, war ein Fehler. Deswegen wird das – so von Annalena Baerbock und vom Verlag zugesagt – korrigiert", erklärte Habeck.

Wechsel des Kanzlerkandidaten?

Gefragt danach, ob ein Rücktritt von Annalena Baerbock als Kanzlerkandidatin der Grünen angebracht sei, beschwichtigte der Co-Vorsitzende der Partei:

Ich habe schon gesagt, dass das Vertrauen Lücken hat, aber ich sehe gute Chancen, dass wird das Vertrauen und die Hoffnung, die in uns gesetzt wurde, wieder erwerben können, in der Aufstellung, die wir gefunden haben.
Robert Habeck

Ein Kandidatenwechsel wäre "politisch falsch", bekräftigte Habeck, der Annalena Baerbock in der Kür der grünen Kanzlerkandidatur unterlag. Der Politiker weiter: "Wenn man sich um so ein Amt bewirbt und nominiert wird, übernimmt man eine Verantwortung, die eine Bindung nach sich zieht."

Grünen-Geschäftsführer Kellner - Baerbock-Kritik: "Kleinigkeiten aufgebauscht" 

Plagiatsvorwürfe gegen Annalena Baerbock - im ZDF verteidigt Bundesgeschäftsführer Michael Kellner die Reaktion der Partei. Man habe ein Stoppsignal setzen wollen.

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