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Die Wahl in Hamburg auf einen Blick

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Ergebnisse und Reaktionen - Die Wahl in Hamburg auf einen Blick

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Die SPD kann noch Wahlen gewinnen. In Hamburg liegt sie klar vor den Grünen. AfD und FDP schaffen den Wiedereinzug in die Bürgerschaft. Was außerdem wichtig ist - ein Überblick.

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Die Ergebnisse nach der Vorabauszählung in Hamburg

  • Die SPD kann noch Wahlen gewinnen: Die Partei des amtierenden Bürgermeisters Peter Tschentscher erhält nach der Vorabauszählung 39,0 Prozent. Das ist allerdings schlechter als bei der letzten Wahl in Hamburg 2015 (45,6 Prozent).
  • Auch die Grünen und Spitzenkandidatin Katharina Fegebank dürfen sich als Wahlsieger verstehen. Sie kommen auf 24,2 Prozent. Bleibt es dabei, können die Grünen ihr Ergebnis fast verdoppeln: Bei der letzten Bürgerschaftswahl kam die Partei noch auf 12,3 Prozent.
  • Für die CDU ist der Wahlabend dagegen ein historisch schlechter: 11,2 Prozent für die Partei von Marcus Weinberg - das bislang schlechteste Ergebnis der Christdemokraten in Hamburg.
  • Nach dem Polit-Chaos in Thüringen eine der spannendsten Fragen: Wie würde die FDP in Hamburg abschneiden? Die Partei von Spitzenkandidatin Anna von Treuenfels schafft es gerade so auf 5,0 Prozent.
  • Auch die AfD um Dirk Nockemann musste lange zittern, lag in den ersten Hochrechnungen unter der Fünf-Prozent-Hürde. Am Ende des Wahlabends kommen die Rechtspopulisten auf 5,3 Prozent.
  • Die Linke mit Spitzenkandidatin Cansu Özdemir kann ihr Wahlergebnis von 2015 leicht verbessern: Sie kommt auf 9,1 Prozent nach 8,5 Prozent bei der vergangenen Wahl.
Balkengrafik des vorläufigen Endergebnisses
Liveblog

Liveblog zur Hamburg-Wahl -
FDP verpasst doch Einzug in die Bürgerschaft
 

Nach der Hamburg-Wahl musste die FDP wegen einer Panne lange zittern. Jetzt ist klar: Die FDP ist nicht mehr in der Bürgerschaft vertreten. Mehr im Blog.

Was heißt das für die rot-grüne Regierung in Hamburg?

SPD und Grüne können ohne Probleme weiterregieren. Für die Mehrheit in der Bürgerschaft sind 61 Sitze erforderlich. Allein die SPD kommt voraussichtlich auf 50 Sitze - sieben weniger als 2015. Dafür kommen die Grünen nun auf 31 Sitze, 16 mehr als bislang. Damit kommt die rot-grüne Regierung auf 82 von 121 Sitzen - eine deutliche Mehrheit.

Wie haben Jung und Alt gewählt?

Das Wahlergebnis bei den unter 30-Jährigen:

  • SPD: 26 Prozent
  • Grüne: 33 Prozent
  • CDU: 7 Prozent
  • Linke: 15 Prozent
  • FDP: 6 Prozent
  • AfD: 3 Prozent

Das Wahlergebnis bei den über 60-Jährigen:

  • SPD: 55 Prozent
  • Grüne: 12 Prozent
  • CDU: 15 Prozent
  • Linke: 7 Prozent
  • FDP: 5 Prozent
  • AfD: 6 Prozent

Wie haben die Hamburgerinnen gewählt?

Hamburg, Wahl 2020, Wen wählten die Frauen.
Quelle: ZDF / Forschungsgruppe Wahlen

Und wie die Hamburger?

Hamburg, Wahl 2020, Wen wählten die Männer.
Quelle: ZDF / Forschungsgruppe Wahlen

Welche Reaktionen gibt es zur Wahl?

"Ich bin überglücklich über das Ergebnis", sagt Vizekanzler und Ex-Bürgermeister Olaf Scholz. "Die SPD wird auch in Zukunft weiter in Hamburg regieren."

Das ist ein Zeichen, das wir gewinnen können.
SPD-Politiker Olaf Scholz

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil stellt fest: "Dort, wo die SPD gut eingestellt und geschlossen ist, da kann die SPD auch erfolgreich sein."

Die CDU zieht nach der historischen Wahlschlappe eine ernüchternde Bilanz. "Wir müssen offene Fragen in Berlin klären", gesteht Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther. Eine "irrlichternder Union", die den Menschen "keinen Halt" gebe, sei "im Wahlkampf auch ein Hindernis". Für Thüringen empfiehlt er "Neuwahlen so schnell wie möglich". Die CDU habe sich selbst in diese Situation gebracht:

Ich empfehle allen, sich einer Lösung in Thüringen nicht in den Weg zu stellen.
Ministerpräsident Daniel Günther

Generalsekretär Paul Ziemiak betont: "Es ist ein bitterer Tag für die CDU Deutschland, ein historisch schlechtes Wahlergebnis für die CDU in Hamburg. Daran ist nichts schönzureden."

Grünen-Chef Robert Habeck spricht von einem fantastischen Ergebnis, "nur getoppt von Winfried Kretschmann in Baden-Württemberg". Spitzenkandidatin Katharina Fegebank jubelt über das wahrscheinlich zweitbeste Ergebnis der Grünen auf Länder-Ebene.

Die "Irritation nach Thüringen" habe zu einer schwierigen Situation im Wahlkampf geführt, sagt FDP-Chef Christian Lindner. Das Vertrauen müsse erst wieder wachsen.

Für Linken-Chef Bernd Riexinger zeigt das Wahlergebnis vor allem, dass es sich lohne, "klare Kante gegen rechts" zu zeigen.

Der Fraktionschef der AfD im Berliner Landtag, Georg Pazderski, will dagegen als Konsequenz "eine noch klarere Grenze nach Rechtsaussen ziehen". "Hier sind insbesondere der Bundesvorstand, die Landesvorstände, aber auch der Flügel gefordert."

Wie sieht es mit der Wahlbeteiligung aus?

Die Wahlbeteiligung ist höher als 2015. Laut Forschungsgruppe Wahlen haben 63,3 Prozent der 1,3 Millionen Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. 2015 waren es nach dem amtlichen Endergebnis nur 56,5 Prozent.

Der Autor auf Twitter: @waskevinsagt

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