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Maas gegen Wiederaufnahme Russlands

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Staatengemeinschaft G7 - Maas gegen Wiederaufnahme Russlands

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Deutschland will die Staatengruppe G7 weiterhin nicht um Russland erweitern. Außenminister Maas fordert zunächst einen russischen Beitrag für eine Lösung der Lage in der Ukraine.

Außenminister Heiko Maas bei einer Dienstreise nach Griechenland. Maas will nach wie vor die Staatengruppe G7 nicht um Russland erweitern, wie er in einem Interview erklärte.
Außenminister Heiko Maas will nach wie vor die Staatengruppe G7 nicht um Russland erweitern.
Quelle: Reuters

Bundesaußenminister Heiko Maas sieht derzeit kaum Chancen auf eine Rückkehr Russlands in die Staatengemeinschaft G7. Er fordert von russischer Seite zunächst einen Beitrag zur Lösung der Situation in der Ukraine. Russland war nach der Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim 2014 aus der damals als G8 bezeichneten Gruppe ausgeschlossen worden.

Angesprochen auf eine von US-Präsident Trump angeregte Wiederaufnahme Russlands in die Gruppe der sieben führenden Staaten sagte Maas der "Rheinischen Post": "Der Grund für den Ausschluss Russlands waren die Annexion der Krim und die Intervention in der Ostukraine. Solange wir dort keine Lösung haben, sehe ich dafür keine Chance".

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Videolänge:
43 min

Maas: Verhältnis zu Russland schwierig

Maas weiter: "Russland kann selbst den größten Beitrag dazu liefern, dass solche Türen wieder geöffnet werden. G7 und G20 sind zwei vernünftig aufeinander abgestimmte Formate, wir brauchen nicht noch G11 oder G12." Den G7 gehören neben den USA Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan und Kanada an. Momentan sei das Verhältnis zu Russland schwierig, sagte der SPD-Politiker weiter.

Aber wir wissen auch, dass wir Russland brauchen, um Konflikte wie in Syrien, Libyen und in der Ukraine zu lösen.
Heiko Maas, Bundesaußenminister

Russland müsse seinen Beitrag liefern, was in der Ukraine nur sehr schleppend passiere. Zudem habe die Regierung in Moskau im UN-Sicherheitsrat humanitäre Hilfe für 1,5 Millionen Menschen in Syrien verhindert, weil es nur noch einen einzigen Zugang zu den notleidenden Menschen zugelassen habe.

Olaf Scholz ist für Maas kanzlertauglich

Im gleichen Interview hat Maas (SPD) seine Partei dazu aufgefordert, trotz schlechter Umfragewerte mit einem Kanzlerkandidaten in die nächste Bundestagswahl zu gehen. "Es nicht zu tun, käme einer Selbstverzwergung gleich. Wir dürfen nur die alten Fehler nicht machen: Bei den letzten Wahlkämpfen war oft schon die Nominierung des Kandidaten der Anfang vom Ende. Das können wir entschieden besser", sagte er.

Die SPD werde nicht den Fehler machen, "zur gegenwärtigen Zeit, wo das Land mit Corona voll beschäftigt ist, eine Kandidatendebatte zu führen". Mit Blick auf Finanzminister Olaf Scholz sagte er: "Wir haben einen klasse Vize-Kanzler. Es gibt viele, die ihm zutrauen, kanzlertauglich zu sein. Ich auch."

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