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Zahl der weltweiten Hinrichtungen sinkt

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Menschenrechtsorganisation - Zahl der weltweiten Hinrichtungen sinkt

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Die Zahl der weltweiten Hinrichtungen ist auf dem tiefsten Stand seit zehn Jahren. Amnesty meldet, sie seien um fünf Prozent gesunken. 2019 wurden 657 Todesurteile vollstreckt.

Die Anzahl der weltweiten Hinrichtungen ist nach Angaben von Amnesty International auf dem niedrigsten Stand seit zehn Jahren. 657 Menschen wurden in 20 Ländern hingerichtet.

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Das erste Mal seit zehn Jahren ist die Zahl der dokumentierten vollstreckten Todesurteile gesunken. Nach Angaben von Amnesty International wurden deutlich weniger als 700 Hinrichtigungen gezählt.

In 2019 wurden 657 Menschen hingerichtet

Im vergangenen Jahr wurden demnach 657 Menschen in 20 Ländern hingerichtet: fünf Prozent weniger als im Vorjahr, wie aus dem jährlichen Amnesty-Bericht zur Todesstrafe hervorgeht. Ausreißer nach oben war demnach Saudi-Arabien.

Auch im Irak, im Südsudan und im Jemen nahm die Zahl der Hinrichtungen zu:

Amnesty International beobachtet mit Sorge, dass trotz der weltweit geringeren Zahl von dokumentierten Hinrichtungen, einige Länder 2019 mehr Menschen hingerichtet haben.
Markus N. Beeko, Amnesty International Deutschland

"So wurde in Saudi-Arabien die Todesstrafe auch gezielt als Waffe gegen Oppositionelle eingesetzt und wir mussten im Irak im letzten Jahr eine sprunghafte Zunahme der Hinrichtungen beobachten", kommentierte der Generalsekretär von Amnesty International in Deutschland, Markus N. Beeko, den globalen Bericht.

In China werden die meisten Todesurteile vollstreckt

Die fünf Länder mit den meisten Hinrichtungen im vergangenen Jahr waren demnach China mit vermutlich tausenden Fällen, der Iran mit mindestens 251, Saudi-Arabien mit 184 dokumentierten Hinrichtungen, der Irak mit mindestens 100 Hinrichtungen und Ägypten mit mindestens 32 Fällen.

China wird von Amnesty nicht in die eigentliche Statistik eingeschlossen, da seitens der Regierung keine Zahlen veröffentlicht werden. Die Menschenrechtsorganisation rechnet mit Tausenden Hinrichtungen in der Volksrepublik jährlich.

Massenhinrichtung in Saudi-Arabien

In Saudi-Arabien wurden mehrheitlich Männer und Ausländer hingerichtet, zumeist wegen Drogendelikten oder Mord. Im April des vergangenen Jahres wurden zudem in einer Massenhinrichtung 32 zuvor in Haft gefolterte Schiiten getötet.

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Im Iran seien unter den Getöteten viele Minderjährige gewesen. Mangels Daten könnte es laut Amnesty auch sein, dass die Zahl der Hingerichteten dort deutlich höher liegt als angenommen. Im Irak hat sich die Zahl der Hinrichtungen dem Bericht zufolge nahezu verdoppelt.

Todesstrafe in 142 Ländern abgeschafft

Laut Amnesty wurden im vergangenen Jahr 2.307 neue Todesurteile in 56 Ländern ausgesprochen. Das war im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang um 224. Insgesamt sieht Amnesty eine positive Entwicklung bei der Abschaffung der Todesstrafe.

So ist sie in 142 Ländern per Gesetz oder praktisch abgeschafft. Darüber hinaus kündigte etwa der Präsident von Äquatorialguinea an, ein Gesetz zur Abschaffung der Todesstrafe zu erlassen. Auch in Kenia, Gambia, der Zentralafrikanischen Republik und Simbabwe gebe es erste Schritte in diese Richtung.

USA: Viele Staaten verhängen weiter Todesstrafe

In den USA habe es in Kalifornien ein Moratorium gegeben; New Hampshire habe als 21. Bundesstaat die Todesstrafe gänzlich abgeschafft. Beeko begrüßte diesen Trend und forderte zugleich, den internationalen Druck nicht zu verringern.

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