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Aktivisten in Hongkong festgenommen

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Schlag gegen Demokratiebewegung - Aktivisten in Hongkong festgenommen

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Über ein halbes Jahr gab es in Hongkong fast wöchentlich Proteste gegen die Regierung. In der Corona-Krise wurde es stiller. Jetzt geht die Polizei gegen prominente Aktivisten vor.

Die Polizei in der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong hat mindestens 14 Mitglieder der Demokratiebewegung festgenommen. Der Vorwurf: Organisation illegaler Versammlungen.

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In einem Schlag gegen die regierungskritischen Kräfte in Hongkong hat die Polizei rund ein Dutzend führende Köpfe der Demokratiebewegung festgenommen. Unter ihnen sind der Gründer der großen Hongkonger Zeitung "Apple Daily", Jimmy Lai, der prominente Anwalt Martin Lee sowie die Politiker und die früheren Abgeordneten Albert Ho, Lee Cheuk Yan und Yeung Sum. Dies berichteten lokale Medien und Aktivisten via Twitter.

Vorwurf: Illegale Versammlungen

Ihnen wird demnach vorgeworfen, bei den anhaltenden Demonstrationen im vergangenen Jahr illegale Versammlungen organisiert zu haben. Die Proteste hatte die Polizei zum Teil als "Aufruhr" eingestuft. Nach den Berichten nahm die Polizei bei der konzertierten Aktion auch bekannte Aktivisten wie "Lang Haar" Leung Kwok-hung sowie Au Nok Hin, Jimmy Sham, Avery Ng und Raphael Wong fest.

Gehört zu China. Und ist doch anders. Mehr zur Sonderrolle Hongkongs in diesem Beitrag:

"Die Unterdrückung der Proteste hört selbst während des Ausbruchs des Wuhan-Virus nicht auf", kritisierte der bekannte Anführer der Demokratiebewegung, Joshua Wong, auf Twitter die Festnahmen.

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Proteste seit einem halben Jahr

Mehr als ein halbes Jahr lang hatten prodemokratische Kräfte in Hongkong seit vergangenem Sommer fast jede Woche für freie Wahlen demonstriert. Die Proteste richteten sich gegen die nicht frei gewählte Hongkonger Regierung sowie den wachsenden Einfluss der kommunistischen Pekinger Führung in der autonom verwalteten chinesischen Sonderverwaltungsregion.

Auch fordern sie eine unabhängige Untersuchung der Polizeibrutalität bei den Protesten sowie Straffreiheit für Tausende Festgenommene. Mit dem Ausbruch des neuen Coronavirus ist es seit Januar allerdings stiller um die Demokratiebewegung geworden, die die asiatische Finanz- und Wirtschaftsmetropole in die schwerste Krise ihrer jüngeren Geschichte gestürzt hatte.

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