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Hongkong - Universität will Tiananmen-Skulptur entfernen

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Vor mehr als 30 Jahren wurde die Demokratiebewegung in Peking blutig niedergeschlagen, in der Uni von Hongkong erinnert heute eine Statue daran. Doch sie soll nun verschwinden.

Statue zum Gedenken an Tianamnen a, 04.06.2021 in Hongkong
Die Skulptur steht seit 1997 auf dem Unigelände, nun soll sie weg.
Quelle: picture alliance / AA

Die Universität von Hongkong will eine Skulptur zur Erinnerung an die Opfer der blutigen Niederschlagung der Demokratiebewegung 1989 in China von ihrem Campus entfernen lassen. Die Anweisung stieß am Samstag auf scharfe Kritik der demokratischen Oppositionsbewegung und des dänischen Künstlers Jens Galschiøt, der das acht Meter hohe Kunstwerk "Säule der Schande" geschaffen hatte.

Allianz soll Skulptur entfernen

Die Skulptur steht seit 1997 auf dem Universitätsgelände und gehört der Hongkonger Allianz zur Unterstützung patriotischer demokratischer Bewegungen in China. Die Vereinigung muss sich gerade auflösen, weil China mit seinem neuen Staatssicherheitsgesetz die politischen Freiheiten in seiner Sonderverwaltungsregion massiv einschränkt.

In einem Anwaltsbrief forderte die Universität die Allianz auf, die Skulptur bis Mittwoch zu entfernen. Der Verwalter der Vereinigung, Richard Tsoi, kritisierte die Anweisung. Die Universität diene "als Raum für Meinungsfreiheit und akademische Freiheit", sagte Tsoi der "South China Morning Post". "Sie sollte die soziale Verantwortung und Mission der Bewahrung der "Säule der Schande" tragen."

In Hongkong sind vier weitere führende Demokratie-Aktivisten festgenommen worden. Sie weigerten sich, Informationen zur Finanzierung der Organisation an die Behörden weiterzugeben.

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Künstler: Vorgehen brutal

"Ich bin wirklich schockiert", sagte der Künstler Galschiøt der Deutschen Presse-Agentur in Kopenhagen. "Natürlich weiß ich, dass China die Skulptur nicht mag. Aber ich bin sehr überrascht, dass sie sie entfernen wollen." Es handele sich um ein Denkmal in Gedenken an die Menschen, die damals bei dem Massaker um den Platz des Himmlischen Friedens in Peking ums Leben gekommen seien.

Das ist keine politische Skulptur. Das ist eine Skulptur für Menschen, die tot sind."
Jens Galschiøt, Künstler

Das Vorgehen sei brutal, betonte der Künstler. Er kritisierte in einem Brief an den Hongkonger Stadtrat und die Universitätsführung, aus den Medien von den Plänen erfahren zu haben. Er sei überrascht, selbst keine offizielle Aufforderung zum Umzug der Skulptur erhalten zu haben.

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