In einer zweiten Verhandlungsrunde haben sich Russland und die Ukraine auf die Schaffung humanitärer Korridore in besonders umkämpften Gebieten der Ukraine verständigt.
In einer zweiten Verhandlungsrunde haben sich Russland und die Ukraine auf die Schaffung humanitärer Korridore in besonders umkämpften Gebieten der Ukraine verständigt. Das sagten Vertreter beider Seiten am Donnerstag nach dem Treffen. Es solle bald eine dritte Verhandlungsrunde geben.
Flächendeckende Waffenruhe offenbar nicht geplant
Der ukrainische Präsidentenberater Mychajlo Podoljak betonte zugleich, dass bei dem Treffen im belarussisch-polnischen Grenzgebiet einige erhoffte Ergebnisse nicht erreicht worden seien.
Der russische Delegationsleiter Wladimir Medinski sprach von einer "möglichen vorübergehenden Einstellung der Feindseligkeiten" in den entsprechenden Gebieten für den Zeitraum der Evakuierung. Podoljak sagte, die "humanitären Korridore" sollten auch genutzt werden, um die Bevölkerung mit Lebensmitteln und Medikamenten zu versorgen.
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Am achten Tag nach dem Einmarsch in die Ukraine wendet sich Russlands Präsident Putin in einer Rede an die Öffentlichkeit. Sie war geprägt von Schuldzuweisungen an die Ukraine.
Eine flächendeckende Waffenruhe ist offenbar nicht geplant. "Das heißt, nicht überall, aber an den Orten, an denen es diese humanitären Korridore geben wird, wird es möglicherweise für die Dauer der Durchführung dieser Operation eine Feuerpause geben", sagte Podoljak.
Verhandlungen werden fortgesetzt
Zunächst war nicht klar, um welche Gebiete es sich handeln soll. Derzeit wird in mehreren Regionen erbittert gekämpft, die heftigsten Gefechte werden nordwestlich der Hauptstadt Kiew gemeldet sowie nahe der ostukrainischen Millionenstadt Charkiw und der Hafenstadt Mariupol im Süden.
Podoljak zeigte sich mit dem Gesprächsverlauf aber grundsätzlich unzufrieden.
"Wir haben vereinbart, die Verhandlungen in allernächster Zeit fortzusetzen." "Anfang kommender Woche" solle es eine dritte Verhandlungsrunde geben, so Podoljak.
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