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Auslandsgeschäfte - Steuerermittlungen gegen Hunter Biden

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US-Bundesanwälte leiten Steuerermittlungen gegen Joe Bidens Sohn, Hunter. Es geht um mutmaßliche Steuervergehen, die unter anderem mit Verbindungen nach China zusammenhängen.

Joe Biden (l.) mit seinem Sohn Hunter während eines Basketball-Spiels im US-Bundesstaat Washington.
Joe Biden mit Sohn Hunter (r.) während eines Basketball-Spiels (Archiv).
Quelle: AP

Der Sohn des gewählten US-Präsidenten Joe Biden, Hunter, ist ins Visier von Steuerermittlern geraten. In einer von Bidens Übergangsteam veröffentlichten Erklärung gab Hunter Biden am Mittwoch (Ortszeit) an, die Staatsanwaltschaft habe seine Anwälte am Vortag über Ermittlungen über seine "Steuerangelegenheiten" informiert.

Hunter Biden: Nehme diese Sache sehr ernst

"Ich nehme diese Sache sehr ernst, aber ich bin zuversichtlich, dass eine professionelle und objektive Überprüfung dieser Angelegenheiten zeigen wird, dass ich meine Angelegenheiten legal und angemessen gehandhabt habe, unter anderem mit Hilfe professioneller Steuerberater", erklärte der 50-Jährige. Die Ermittlungen werden von Bundesanwälten im Bundesstaat Delaware geleitet, wo Familie Biden lebt.

Der gewählte Präsident ließ über sein Übergangsteam erklären, er sei "stolz" auf seinen Sohn, der sich durch "schwierige Herausforderungen gekämpft habe" - einschließlich "boshafter persönlicher Attacken in den vergangenen Monaten" - aus denen er "gestärkt" hervorgegangen sei.

Ermittlungen bereits seit 2018

Der Sender CNN berichtete, die Ermittlungen hätten bereits im Jahr 2018 begonnen. Bundesbehörden hätten sie in den Monaten vor der Wahl ausgesetzt, um Regelungen zu befolgen, wonach die Abstimmung nicht beeinflusst werden dürfe. Jetzt würden die Ermittlungen wieder aufgenommen, an denen die Bundespolizei FBI und die Steuerbehörde IRS beteiligt seien.

Untersucht werde unter anderem, ob Hunter Biden und seine Partner bei ihren Auslandsgeschäften vor allem in China gegen Steuer- und Geldwäschegesetze verstoßen hätten. Bei den Ermittlungen gehe es nicht um den künftigen Präsidenten Joe Biden. US-Präsident Donald Trump hatte den Bidens im US-Wahlkampf immer wieder Korruption vorgeworfen, was diese entschieden zurückwiesen.

Keine Hinweise auf Verfehlung Bidens

Auch eine im September veröffentlichte Untersuchung von Trumps Republikanern im Senat fand keine Hinweise auf eine unangemessene Einflussnahme durch den früheren Vizepräsidenten.

Mitte Oktober - weniger als einen Monat vor der Präsidentschaftswahl vom 3. November - veröffentlichte das konservative Boulevardblatt "New York Post" dann neue Vorwürfe. E-Mails sollten zeigen, dass Hunter Biden 2015 für seine Geschäfte in der Ukraine die Position seines Vaters nutzte.

Der "New York Post"-Bericht stieß rasch auf großes Misstrauen. Die Zeitung hatte unter anderem erklärt, über Trumps Privatanwalt Rudy Giuliani an die Daten gekommen zu sein.

Hunter Biden ist der zweite Sohn des gewählten Präsidenten. Sein älterer Bruder Beau war 2015 an den Folgen eines Gehirntumors gestorben. Hunter Biden hatte in der Vergangenheit mit Drogenproblemen zu kämpfen, was unter anderem bei einer TV-Präsidentschaftsdebatte zwischen Biden und Trump vor der Wahl thematisiert wurde.

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