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Gesundheitsminister Spahn - Nachimpfungen mit anderen Vakzinen "möglich"

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Die Skepsis gegenüber dem Astrazeneca-Impfstoff und dessen Wirksamkeit ist groß. Eine dritte Impfung mit einem anderen Vakzin sei daher "problemlos möglich", so Minister Spahn.

Im Rahmen eines Online-Bürgerdialogs hat Jens Spahn eine Kombination von Impfstoffen in Aussicht gestellt.

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Biontech/Pfizer, Moderna und Astrazeneca: Die Corona-Impfstoffe aller drei Hersteller sind in Deuschland und der EU zugelassen und werden der Bevölkerung zur Zeit je nach Priorisierung verimpft. Dennoch herrscht gegenüber dem Astrazeneca-Vakzin und dessen Wirksamkeit bei vielen in der Gesellschaft Skepsis. Denn: Die Wirksamkeit von Astrazeneca liegt bei rund 70 Prozent, bei Biontech/Pfizer und Moderna bei mehr als 90 Prozent.

Im Rahmen eines Town-Hall-Meetings erklären Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), RKI-Chef Lothar Wieler und der Leiter des Paul-Ehrlich-Instituts, Klaus Cichutek, sowie weitere Wissenschaftler

… warum der Astrazenca-Impfstoff hoch wirksam ist

Der Astrazeneca-Impfstoff sei ein "hochwirksamer Impfstoff", auch wenn er mit 70 Prozent eine geringere Wirkung aufweise als die beiden anderen Vakzine, so Klaus Cichutek vom Paul-Ehrlich-Institut.

Er verhindere eindeutig Krankenhausaufenthalte, schwere oder sogar tödliche Verläufe nach einer möglichen Corona-Infektion - auch wenn er eine gänzliche Infektion nicht in dem Ausmaß verhindern könne, wie die Moderna- und Biontech/Pfizer-Vakzine.

Auch die "restlichen 30 Prozent" seien bei einer möglichen Infektion demnach geschützt, verdeutlicht RKI-Chef Lothar Wieler. Die hohe Schutzwirkung durch eine Reduzierung und Vermeidung der Symptomatiken sei in Studien immer wieder bewiesen worden. In diesen habe es keine "behandlungsbedürftige Krankheitsverläufe" gegeben, verdeutlicht Spahn.Der Gesundheitsminister spricht von einem "Super-Impfstoff".

Der Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts Klaus Cichutek gibt einen Überblick über die drei Corona-Impfstoffe von Biontech/Pfizer, Moderna und Astrazeneca.

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… dass Nachimpfungen mit anderen Mitteln möglich sind

Weiter bestätigt Spahn, dass auch Nachimpfungen mit anderen Vakzinen möglich und erlaubt seien. Sollte die erste und zweite Impfung mit dem Astrazeneca-Impfstoff im dafür beabsichtigten Intervall erfolgt und auch alle "anderen durchgeimpft" worden sein, wäre eine weitere Impfung "problemlos möglich", so Spahn.

Ob generell eine dritte Impfung beziehungsweise Auffrischung - ähnlich wie bei der Grippeimpfung - notwendig sein werde, bleibe abzuwarten. Es sei "noch nicht klar sei, ob die Erst- und Zweitimpfungen, die derzeit Standard und entscheidend" seien, reichen würden. Vielleicht sei eine dritte Impfung nach zwölf oder 24 Monaten nötig, so der Gesundheitsminister.

Inwiefern dabei ein anderer Impfstoff die Wirksamkeit des ersten (und zweiten) Impfstoffes "boosten" könne, sei zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht erforscht, so Chichutek. Der bisherige Trend sei:

Zweimal Impfen mit dem selben Impfstoff im richtigen Maßstab: Das schützt am besten.
Klaut Cichutek
Ein Spritze mit Biontech/Pfizer-Impfstoff wird aufgezogen. Archivbild

Erst Astrazeneca, dann Biontech - Ist es möglich, Impfstoffe zu kombinieren? 

Es gibt zu wenig und das Vertrauen in manche Impfstoffe ist zu gering. Abhilfe könnte die Kombination mehrerer Vakzine nacheinander schaffen. Ist das möglich?

von Jan Schneider

... warum Sputnik V in der EU noch nicht zugelassen ist

Es könnten noch keine Aussagen über die Verlässlichkeit und Wirksamkeit des russischen Impstoffs Sputnik V getroffen werden, da Russland die Daten zur Entwicklung und Erforschung des Impfstoffes nicht transparent genug mache, sagte Spahn. Wenn Sputnik V alle europäischen Kriterien erfülle und die Zulassung empfohlen werde, werde der Impstoff für ein "Rollout" vorbereitet.

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