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Zahlen und Fakten - So geht's Berlin - ein Überblick in Grafiken

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Metropole mit Wohnungsnot, junger Bevölkerung und Schrebergartenidyll: Hier finden Sie Zahlen und Fakten für Berlin vor der Abgeordnetenhauswahl.

Sonnenuntergang über Berlin
Berlin: Bundesland und Metropole mit rund 3,7 Millionen Menschen
Quelle: Imago

Berlin, seit 1990 Hauptstadt der Bundesrepublik, ist die bevölkerungsreichste Stadt Deutschlands: Rund 3,7 Millionen Menschen leben auf einer Fläche von 891,68 Quadratkilometern, die meisten Einwohner leben im Bezirk Kreuzberg (14.246 Einwohner pro Quadratkilometer), die wenigsten in Treptow-Köpenick (1.610 Einwohner pro Quadratkilometer).

Das Durchschnittsalter der Bevölkerung in den Stadtstaaten ist gewöhnlich recht niedrig im Vergleich zu den Bundesländern. Während der bundesweite Trend zum Altern der Gesellschaft geht, sinkt der Altersdurchschnitt in Berlin stetig. 2019 lag das durchschnittliche Alter in der Hauptstadt bei 42,6 Jahren. Damit ist Berlin das zweitjüngste Bundesland nach Hamburg (42,1 Jahre).

Die Betreuungsquote liegt in den ostdeutschen Ländern durch die Bank höher als im Westen. Berlin hingegen kommt nicht auf die Quoten seiner angrenzenden Nachbarländer, liegt mit einer Betreuungsquote bei den unter 3-Jährigen mit 44,9 Prozent dennoch über dem bundesweiten Durchschnitt (35 Prozent).

Berlin hat im Vergleich zu den anderen Bundesländern mit 9,5 Prozent eine der höchsten Quoten von Schulabgängern ohne Hauptschulabschluss. Die Chance auf einen Ausbildungsplatz und damit eine Berufsqualifikation zu erlangen, ist ohne Abschluss gering und das Arbeitslosigkeitsrisiko hoch. 49,2 Prozent hingegen und somit deutlich mehr als im bundesweiten Durchschnitt machten im gleichen Jahr die Hochschul- bzw. Fachhochschulreife.

Hohe Arbeitslosigkeit

Nach Bremen hat Berlin mit 9,5 Prozent deutschlandweit die höchste Arbeitslosenquote. Der Bundesdurchschnitt lag im Juli bei 5,4 Prozent. Besonders hoch ist die Arbeitslosenquote unter den Jugendlichen: 10,7 Prozent der 15- bis 25-Jährigen haben keinen Job oder Ausbildungsplatz. Deutschlandweit liegt die Jugendarbeitslosenquote bei 5,1 Prozent.

Kinderarmut ist in Berlin besonders hoch: Mehr als jedes vierte Kind lebt in einem Haushalt mit Hartz-IV-Bezug.

Armutsgefährdet sind Personen, deren Einkommen weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens beträgt. Ausgehend vom mittleren Einkommen in Deutschland war knapp ein Fünftel (19,3 Prozent) der Berliner Bevölkerung armutsgefährdet. Nimmt man das mittlere Einkommen nur des jeweiligen Landes, haben die Stadtstaaten Bremen (18,5 Prozent), Hamburg (17,9 Prozent) und Berlin mit 17,8 Prozent die höchsten Anteile armutsgefährdeter Personen.

Probleme am Wohnungsmarkt

Die Einwohnerzahlen steigen konstant, aber der Wohnbau kommt nicht hinterher. Es herrscht Wohnungsknappheit: 145.000 Wohnungen fehlten laut IBB-Wohnungsmarktbericht 2020. Die Immobilien in der Metropole werden immer teurer, gleichzeitig steigen die Mieten seit Jahren stark an. Seit 2018 nimmt die Dynamik etwas ab. Im Januar 2020 wurde der Mietendeckel eingeführt, im April 2021 wieder einkassiert. Seit dem zweiten Quartal 2021 steigen die Mieten wieder stärker.

Die Hauptstadt ist das beliebteste Städtereiseziel Deutschlands. 2020 besuchten 4,9 Millionen Menschen die Stadt. 2019, vor Beginn der Pandemie, waren es 13,9 Millionen Touristen. Durchschnittlich 98 Euro mussten die Gäste 2019 für ein Hotelzimmer zahlen. Für viele Berliner sind angesichts des Wohnraummangels die privaten Unterkunftsanbieter ein Reizthema. In keiner Stadt gibt es so viele Airbnb-Unterkünfte wie in Berlin. Mit 9.066 Angeboten gab es im Januar 2021 dort mehr als in Hamburg, Köln und München zusammen.

Berlin ist auch die Hauptstadt der Schrebergärten: 2020 gab es auf rund 2.900 Hektar 877 Kleingartenanlagen mit 70.953 Parzellen, von denen über 90 Prozent laut der Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz Bestandsschutz haben. Der Wunsch nach einem eigenen Gärtchen ist groß: Die durchschnittliche Wartezeit auf einen Kleingarten beträgt laut dem Bundeverband Deutscher Gartenfreunde fünf bis sieben Jahre.

Wie wählte Berlin?

Bei der letzten Wahl zum Abgeordnetenhaus 2016 gewann die SPD bei einer Wahlbeteiligung von 66,9 Prozent mit nur 21,6 Prozent der Stimmen und bildete die bundesweit erste rot-rot-grüne Koalition unter Führung der SPD mit dem Regierenden Bürgermeister Michael Müller. CDU, Linke, Grüne und AfD lagen in den Ergebnissen nah beieinander (17,6, 15,6, 15,2 und 14,2 Prozent).

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