Ukraine-Geflüchtete: Bund nimmt "Sorgen der Kommunen ernst"

    Interview

    Viele Geflüchtete aus Ukraine:Bund nimmt "Sorgen der Kommunen sehr ernst"

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    Die Flüchtlingsbeauftragte des Bundes zeigt sich vor Bund-Länder-Treffen optimistisch, offene Fragen zur Unterbringung Geflüchteter zu klären. Sorgen der Kommunen nehme man ernst.

    Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung Reem Alabali-Radovan, SPD
    Es brauche "jetzt eine pragmatische und konstruktive Diskussion" zur Unterbringung der Mesnchen, so die Integrationsbeauftragte im ZDF-Interview.01.11.2022 | 4:02 min
    Vor einem Bund-Länder-Treffen hat sich die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Reem Alabali-Radovan, im ZDF optimistisch gezeigt, dass offene Fragen zur Flüchtlingsunterbringung geklärt werden können.

    Als Bund nehmen wir die Sorgen der Kommunen sehr ernst, die Lage ist angespannt.

    Integrationsbeauftragte Reem Alabali-Radovan

    Deutschland habe binnen kürzester Zeit mehr als eine Million Menschen aus der Ukraine aufgenommen, hinzu kämen 160.000 Schutzsuchende aus anderen Staaten. "Klar ist aber auch: Deutschland ist gefordert, nicht überfordert", betonte Alabali-Radovan im ZDF-Morgenmagazin.
    Die Ministerpräsidenten der Länder wollen sich am Mittwoch mit Bundeskanzler Olaf Scholz treffen. Der Präsident des Deutschen Städtetages, Markus Lewe, hatte in den Zeitungen der Mediengruppe Bayern (Dienstag) Planungssicherheit für die Städte angemahnt.

    Weitere Entlastungen gefordert

    Der Bund helfe den Ländern bereits jetzt, sagte Alabali-Radovan.

    Klar ist aber auch, dass die finanzielle Unterstützung jetzt weitergehen muss.

    Integrationsbeauftragte Albali-Radovan

    Und ich bin zuversichtlich, dass wir morgen bei der Ministerpräsidentenkonferenz da auch zu einer guten Lösung kommen werden, damit die Kommunen da auch weiter entlastet werden."
    Mit Blick unter anderem auf die jüngsten Brandanschläge auf Flüchtlingsunterkünfte warnte sie vor einer weiteren Polarisierung in der politischen Debatte. "Wenn wir weiter so darüber diskutieren, dann macht mir das wirklich große Sorgen, und dann spielt das in die Hände der Rechten", sagte die SPD-Politikerin.
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    Quelle: dpa, epd

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