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Bei Verstoß drohen Tod und Haft : Irak: Gesetz verbietet Kontakt mit Israelis

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Im Irak ist es künftig verboten, Kontakt zu Menschen aus Israel zu haben. Selbst ein Chat mit Freunden oder Familie kann mit dem Tod bestraft werden.

Anhänger des schiitischen Geistlichen Muqtada al-Sadr
Anhänger des schiitischen Geistlichen Muqtada al-Sadr feiern das Gesetz zum Kontaktverbot mit Israelis.
Quelle: AP

Den Menschen im Irak soll künftig jeder Kontakt zu Israelis verboten werden. Das irakische Parlament hat am Donnerstag ein entsprechendes Gesetz beschlossen. Selbst ein Chat mit israelischen Freunden oder Verwandten kann für Menschen im Irak kann laut dem Gesetz künftig mit der Todesstrafe enden.

Alle anwesenden Abgeordneten stimmten dem Gesetzesentwurf gegen eine "Normalisierung" der Beziehungen mit Israel zu, wie die Staatsagentur INA berichtete. Jegliche Verbindungen zu dem Land und seinen Menschen sind demnach verboten und können mit lebenslanger Haft oder gar dem Tod bestraft werden.

Als Kind flieht Khedar Sulaiman aus dem Irak nach Deutschland. Mit 21 Jahren ist er in München bereits Friseurmeister und Familienunternehmer.

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Auch Nicht-Iraker können bestraft werden

Das Gesetz gilt nicht nur für Iraker im In- und Ausland. Auch ausländische Institutionen, Firmen und Privatpersonen, die im Irak tätig sind, können für jeglichen Kontakt zu Israelis bestraft werden.

Der einflussreiche schiitische Geistliche Muktada al-Sadr rief seine Anhänger nach der Abstimmung auf, auf den Straßen des Landes zu feiern. Der Block von Al-Sadr hatte bei der Parlamentswahl im Oktober die meisten Sitze gewonnen. Medienberichten zufolge war es auch sein Block, der den Gesetzentwurf ins Parlament eingebracht hatte.

Nach Jahren der Schreckensherrschaft unter dem IS kehrt Musik in die irakische Stadt Mossul zurück.

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Irak: Antisemitismus stark verbreitet

Im vergangenen Herbst hatten 300 Menschen aus dem Irak bei einer Konferenz in den kurdischen Autonomiegebieten eine Normalisierung der Beziehungen zu Israel gefordert. Die Regierung ging danach gegen etliche Teilnehmer juristisch vor. Zuvor hatten die Vereinigten Arabischen Emirate sowie Bahrain diplomatische Verbindungen zu Israel aufgenommen. Auch Marokko und der Sudan kündigten danach an, ihre Beziehungen zu Israel zu normalisieren.

Antisemitismus ist im Irak stark verbreitet. Nur noch eine Handvoll Juden leben heute in dem Land. Die große Mehrheit verließ den Irak nach der Gründung Israels.

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