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Deutsche Soldaten unversehrt - Erneut Raketen auf Basis im Irak abgefeuert

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Das Tadschi-Lager im Irak ist erneut unter Beschuss geraten. Dort sind Bundeswehr- und US-Soldaten stationiert. Sieben Personen wurden verletzt.

Irakische Soldaten am 13.03.23020 in Karbala.
Irakische Soldaten auf Patrouille nahe der Stadt Karbala. Dort führten die USA in dieser Woche Luftschläge gegen schiitische Milizen aus.
Quelle: AP

Der von den USA und Deutschland genutzte irakische Militärstützpunkt Tadschi ist zum zweiten Mal innerhalb nur weniger Tage mit Raketen beschossen worden. Dabei seien zwei Soldaten der irakischen Luftverteidigung und fünf Soldaten der internationalen Koalition verletzt worden, teilte die gemeinsame Militärführung des Landes am Samstag mit, wie die staatliche irakische Nachrichtenagentur INA meldete.

Demnach schlugen mindestens 25 Katjuscha-Raketen auf dem Militärstützpunkt ein. Deutsche Soldaten hätten unverzüglich Schutz gesucht und seien nicht verletzt worden, heißt es in einer Unterrichtung der Verteidigungspolitiker des Bundestages durch das Einsatzführungskommando. Die irakische Militärführung erklärte, sie haben sieben Raketenabschussrampen entdeckt.

Der zweite Raketenangriff auf Tadschi innerhalb einer Woche

Bereits am Mittwoch waren Raketen auf Tadschi abgefeuert worden. Dabei wurden zwei US-Soldaten und eine britische Soldatin getötet. Welche bewaffnete Gruppe für den Beschuss verantwortlich ist, war zunächst unklar. Der Verdacht richtet sich gegen die proiranische Miliz Kataib Hisbollah.

Die USA griffen als Vergeltung in mehreren Provinzen Stellungen der Miliz an. Dabei starben mindestens sechs Menschen. Der Kommandeur der US-Streitkräfte im Nahen Osten, General Kenneth McKenzie, sagte am Freitag nach der Bombardierung in Washington, bei den angegriffenen Zielen habe es sich um "Stützpunkte von Terroristen" gehandelt. "Diese Angriffe waren darauf ausgerichtet, künftige Angriffe zu verhindern."

Die irakische Regierung

Die Angriffe erhöhten die ohnehin schon großen Spannungen zwischen den USA und den eng mit dem benachbarten Iran verbundenen Kräften. Die Schiitenmilizen im Irak, die sogenannten Volksmobilisierungskräfte, pflegen enge Kontakte zu Teheran. Sie fordern den Abzug der US-Truppen aus dem Land. Dafür hatte sich auch das irakische Parlament ausgesprochen.

Die bewaffnete Gruppe Kataib Hisbollah zählt zu den stärksten Milizen des Landes. Ihr Anführer Abu Mahdi al-Muhandis war im Januar beim US-Luftangriff auf den iranischen General Ghassem Soleimani im Irak getötet worden.

Die irakische Regierung ist aktuell kaum fähig, die militärischen Aktivitäten der Milizen zu unterbinden. Regierungschef Adel Abdel Mahdi ist nur noch geschäftsführend im Amt, nachdem er infolge von Massendemonstrationen gegen die politische Führung des Landes seinen Rücktritt erklärt hatte.

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