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USA fordern Bewegung von Teheran : Maas: Gespräch zu Iran-Abkommen "konstruktiv"

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Nach ersten neuen Gesprächen über eine Rettung des internationalen Atomabkommens mit Iran, ist Maas optimistisch. Die USA mahnen Bewegung von Teheran an.

Außenminister Heiko Maas hält eine Ansprache.
Außenminister Heiko Maas erklärt, man stehe beim Atomabkommen am Anfang intensiver Verhandlungen.
Quelle: Reuters (Archiv)

Außenminister Heiko Maas (SPD) hat die Verhandlungen zur Rettung des Atomabkommens mit Iran als "konstruktiv" bezeichnet, aber vor verfrühter Euphorie gewarnt. Teheran müsse jetzt zeigen, dass er ernsthaft an einer Lösung interessiert sei, heißt es aus dem US-Außenministerium.

"Alle Seiten haben Bereitschaft gezeigt, mit der nötigen Ernsthaftigkeit auf das gleiche Ziel hinzuarbeiten: die vollständige Umsetzung des Atom-Abkommens mit dem Iran", sagte Maas dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" nach der ersten Woche der Beratungen.

Maas: Intensive Verhandlungen

"Das wird nicht leicht. Wir stehen erst am Anfang intensiver Verhandlungen." Es gehe um hochkomplexe Fragen, deren Lösung allen Kompromissbereitschaft abnötigen werde.

Vertreter aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Russland und China sowie EU-Diplomaten bemühen sich, in indirekten Verhandlungen zwischen Iran und den USA zu vermitteln.

Atomabkommen: Fortsetzung der Gespräche

Zur Wiederbelebung des Abkommens aus dem Jahr 2015 müsste Washington Sanktionen aufheben, während Teheran sein Nuklearprogramm wieder einschränken müsste. Das Abkommen soll den Iran am Bau von Kernwaffen hindern, ihm aber die zivile Nutzung der Kernkraft ermöglichen.

Die Verhandlungen sollen in der nächsten Woche fortgesetzt werden. Nach den ersten Gesprächen zeigte sich der Iran vorsichtig optimistisch. Ein russischer Diplomat schrieb am Freitag bei Twitter, dass die Experten und Spitzendiplomaten "mit Zufriedenheit erste Fortschritte festgestellt" hätten.

Biden: Iran unter Zugzwang

Die Atmosphäre bei den Verhandlungen sei professionell und vielversprechend gewesen, jetzt müsse Iran aber zeigen, dass er ernsthaft an einer Lösung interessiert sei, verlautete am Freitag aus dem US-Außenministerium.

US-Präsident Joe Biden strebt einen Wiedereinstieg in das Abkommen an, aus dem sein Vorgänger Donald Trump 2018 einseitig ausgetreten war. Er sieht aber zunächst Iran unter Zugzwang, sich wieder an die Auflagen aus dem Pakt zu halten.

Iran: Aufhebung US-Sanktionen

Diese hatte Iran nach dem Schritt Trumps und neuen US-Sanktionen nach und nach aufgegeben. Teheran will hingegen, dass Washington zuerst sämtliche Sanktionen aufhebt - auch jene, die nicht mit dem Deal und dem iranischen Atomprogramm im Zusammenhang stehen.

Die Flagge Irans weht vor dem Hauptquartier der Internationalen Atomenergie-Organisation.

Diplomaten-Gespräche in Wien - USA: Rückkehr zum Atomabkommen mit dem Iran? 

Unter Präsident Trump waren die USA aus dem internationalen Atomabkommen mit dem Iran ausgetreten. Präsident Biden hat jetzt erste Gespräche über eine Rückkehr der USA angestoßen.

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