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Verhandlungen mit dem Iran - Israels Premier offen für "guten" Atomdeal

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Israel war stets Kritiker der Atomgespräche mit dem Iran. Jetzt signalisiert Ministerpräsident Bennett Interesse an einer Einigung - hält sie aber zugleich für unwahrscheinlich.

Israel, Jerusalem: Israels Premierminister Naftali Bennet trifft in seinem Office ein.
Ändert Israel seine Position zu den Iran-Verhandlungen? Israels Premier Bennett zeigt sich vergleichsweise offen für eine diplomatische Einigung. (Archivbild)
Quelle: epa

Der israelische Ministerpräsident Naftali Bennett ist nach eigenen Worten nicht gegen ein "gutes" Atomabkommen mit dem Iran. Zur Wiederaufnahme der Wiener Verhandlungen der fünf verbliebenen Unterzeichner mit Teheran, um das Atomabkommen von 2015 zu retten, sagte Bennett am Dienstag, er sei allerdings skeptisch, ob es dazu kommen werde.

Am Ende des Tages kann natürlich ein guter Deal stehen.
Naftali Bennett, israelischer Premierminister

"Ist das zum derzeitigen Zeitpunkt, in der derzeitigen Dynamik zu erwarten? Nein, weil eine viel härtere Haltung benötigt wird", sagte Bennett weiter im israelischen Militärrundfunk.

Iran erwartet "schnelle und angemessene Einigung"

Bennett wies auch Kritik des früheren Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu zurück, er habe militärische Optionen Israels gegen den Iran durch Zugeständnisse an die USA blockiert. "Israel wird immer sein Recht zu handeln und sich selbst zu verteidigen behaupten", sagte Bennett.

In Teheran sagte der iranische Außenminister Hossein Amirabdollahian dem staatlichen Fernsehen, dass eine "schnelle und angemessene Einigung in naher Zukunft" möglich sei. Dazu müssten die anderen Verhandlungspartner Ernsthaftigkeit und guten Willen zeigen, erklärte er.

In Wien hat die nächste Verhandlungsrunde begonnen, die Positionen sind verhärtet.

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Verhandlungen in Wien fortgesetzt

Im Atomabkommen von 2015 hatten die fünf UN-Vetomächte und Deutschland mit dem Iran vereinbart, dass dieser sein Atomprogramm so gestaltet, dass der Bau von Atombomben unmöglich ist. Im Gegenzug wurden Wirtschaftssanktionen gelockert.

Doch zogen sich die USA 2018 unter ihrem damaligen Präsidenten Donald Trump aus dem Abkommen zurück und verhängten neue Sanktionen, die sich auch gegen den für den Iran überaus wichtigen Ölsektor richteten. Iran steigerte daraufhin seine Urananreicherung weit über die in dem Abkommen festgelegten Grenzwerte.

Die Verhandlungen wurden am Montag in Wien wiederaufgenommen. Der iranische Außenminister Amirabdollahjan sagte, sein Land wolle in den Genuss aller im Vertrag festgehaltenen wirtschaftlichen Zugeständnisse kommen.

Israel fordert ein verbessertes Abkommen, das strengere Beschränkungen für das iranische Atomprogramm vorsieht und das iranische Langstreckenraketenprogramm sowie die Unterstützung feindlicher Gruppen an den Grenzen Israels berücksichtigt.

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