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Raketen auf Militärbasis im Irak - Eskalation zwischen USA und Iran droht

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Auf einem Militärstützpunkt im Irak töten Raketen drei Soldaten. Die Angst vor einer neuen Eskalation wächst. Der US-Kongress beschneidet Trumps Militär-Aktionen gegen den Iran.

Demonstranten halten ein Schild mit der Aufschrift "Peace" (Frieden) vor dem Capitol in Washington. Nach erneuten Angriffen auf Militärstützpunkte im Irak und auf US-Truppen könnte es eine neue Eskaltion zwischen den USA und dem Iran geben.
Schon im Januar protestierten Kriegsgegner in Washington: Nach neuen Angriffen auf US-Soldaten wächst erneut die Angst vor einem militärischen Konflikt.
Quelle: dpa

Es droht eine neue Eskalation zwischen den USA und dem Iran, nachdem bei einem Raketenangriff auf den Stützpunkt Tadschi im Irak nach offiziellen Angaben drei Soldaten der US-geführten Koalitionstruppen getötet wurden. Zwei der Opfer sollen Amerikaner sein. Es wird vermutet, dass hinter den Anschlägen vom Iran unterstützte Milizen stecken. Bestätigt wurde dies bislang noch nicht.

Die Angriffe trafen das US-Militär am gleichen Tag, an dem der Kongress in Washington eine Resolution verabschiedet hatte, die Präsident Trumps Möglichkeiten eigenmächtiger Militäraktionen gegen den Iran einschränken.

"Ungefähr 18" Raketen schlugen ein

Bei dem Raketenangriff seien zwölf weitere Soldaten verwundet worden, teilte die von den USA angeführte Koalition gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) mit. Auf dem Stützpunkt seien insgesamt "ungefähr 18" Katjuscha-Raketen eingeschlagen.

Tadschi ist eine irakische Basis, auf der sich Koalitionstruppen zur Ausbildung und Beratung aufhalten. In den vergangenen Monaten wurden mehr als 20 Angriffe auf US-Stützpunkte im Irak verübt, laut Washington stehen pro-iranische Gruppierungen hinter den Anschlägen.

Die Lage in der Region war bereits Ende Dezember eskaliert, als bei Raketenangriffen im Norden des Irak ein US-Bürger getötet wurde. Als Reaktion darauf flogen die USA zwei Tage später Luftangriffe auf pro-iranische Milizen und töteten mindestens 25 Kämpfer.

USA und Iran: Zwei Staaten am Rande eines Krieges

Anfang Januar wurde bei einem gezielten US-Drohnenangriff im Irak der iranische General Kassem Soleimani sowie der irakische Milizen-Anführer Abu Mehdi al-Muhandis getötet. Die pro-iranischen Milizen drohten daraufhin mit Vergeltung. Der Angriff hatte die Spannungen zwischen den USA und dem Iran eskalieren lassen und beide Staaten an den Rand eines Krieges gebracht.  

Wie die Regierung in Washington ihrerseits auf die erneuten Angriffe reagieren wird, bleibt abzuwarten. Präsident Trump hat aber bereits angekündigt, sein Veto gegen die Iran-Resolution einlegen zu wollen, die sowohl vom Senat als auch vom Kongress genehmigt wurde. Er warnte, dass der Iran davon profitieren würde, wenn ihm vom Kongress die Hände gebunden würden.

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