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Nahost-Konflikt - Israel meldet Raketenbeschuss aus Libanon

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Israel reagierte mit Artilleriefeuer auf Raketenbeschuss aus dem Libanon. Im Gazagebiet wurde nach israelischen Angriffen offenbar das zentrale Corona-Testlabor zerstört.

Eine israelische Rakete wird im Grenzgebiet zum Gazastreifen abgefeuert.
Israelische Raketen gegen strategische Ziele im Gazastreifen.
Quelle: Heidi Levine/AP

Aus dem Libanon sind nach Angaben des israelischen Militärs sechs Raketen in Richtung Israel abgefeuert worden. Sie seien aber allesamt auf libanesischen Boden gefallen, teilte die Armee am späten Montagabend mit.

Als Reaktion habe das Militär mit Artillerie auf die Angreifer gefeuert. Libanesische Sicherheitskreise bestätigten, es seien mindestens drei Raketen vom Süden des Libanons aus abgefeuert worden.

Unifil will Eskalation verhindern

Auch die UN-Friedensmission Unifil meldete Raketenbeschuss von libanesischem Boden aus. Die UN-Mission forderte alle Parteien zur Zurückhaltung auf, um eine Eskalation der Lage zu verhindern.

Es gab zunächst keine Angaben dazu, wer für den Raketenbeschuss verantwortlich war. Israelischen Medien zufolge wurden Einwohner der Grenzstadt Misgav angewiesen, in ihren Häusern zu bleiben. Anwohner berichteten demnach auch von Explosionen.

Mauer zwischen Israelis und Palästinensern auf neuer Autobahn

Nachrichten | Thema - Der Nahost-Konflikt 

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Anti-Israel-Proteste in Beirut

Bei einer Protestkundgebung hatten sich zuvor hunderte Anhänger der Hisbollah und andere Demonstranten in der libanesischen Hauptstadt Beirut mit den Palästinensern solidarisiert. Sie schwenkten Fahnen der Palästinenser und der Hisbollah und riefen unter anderem "Tel Aviv, wir kommen".

Der hohe Hisbollah-Anführer Haschim Safi al-Din sprach sich zugleich gegen jede Normalisierung mit Israel aus und sagte:

Wir befinden uns mit unseren Brüdern in Palästina in derselben Schlacht und an derselben Front, euer Kampf ist unser Kampf.
Haschim Safi al-Din, Hisbollah-Anführer

Die schiitische Hisbollah-Organisation ist eng mit Israels Erzfeind Iran verbündet. Sie kontrolliert mit ihrer Miliz unter anderem den Süden des Libanon und damit die Grenze zu Israel, wo es immer wieder zu Spannungen kommt. Zuletzt hatte es 2006 einen Krieg zwischen der Hisbollah und Israel gegeben.

Karte: Israel - Jerusalem - Westjordanland - Gaza und Ägypten
Karte: Israel - Jerusalem - Westjordanland - Gaza und Ägypten
Quelle: ZDF

Hamas: Zentrales Corona-Testlabor zerstört

Nach einem israelischen Luftangriff im Gazastreifen ist nach Angaben der dortigen Behörden das einzige Labor zur Auswertung von Corona-Tests in dem Palästinensergebiet außer Betrieb.

Wie das Gesundheitsministerium der Hamas mitteilte, befand sich das Labor in einer Klinik im Stadtviertel al-Rimal in Gaza, die bei dem Angriff teilweise zerstört wurde. Der Ministeriumssprecher Aschraf Kidra sagte, in dem "zentralen Labor" könnten nun keine Corona-Tests mehr ausgewertet werden.

Raketen treffen auch Gesundheitsministerium

Auch das Gesundheitsministerium selbst und ein Büro der Hilfsorganisation Roter Halbmond aus Katar wurden den Angaben zufolge bei dem Angriff getroffen. Wie der Vize-Gesundheitsminister der Hamas, Jussef Abu al-Risch, sagte, gab es auch einige Verletzte beim medizinischen Personal.

Vor der Eskalation der Gewalt im Nahost-Konflikt vor einer Woche waren im Gazastreifen jede Woche rund 1.600 Menschen auf das Coronavirus getestet worden. Fast jeder dritte Test fiel positiv aus. Damit wurde im Gazastreifen eine der höchsten Positivraten weltweit verzeichnet.

Die Kampfhandlungen zwischen Israel und Palästinensern gehen trotz internationaler Aufrufe weiter. Die Gewalt eskaliert zunehmend auch auf den Straßen.

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