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Nach historischem Abkommen - Erster Direktflug von Israel in die Emirate

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Ein Flug von Israel über Saudi-Arabien bis in die Emirate - das war lange nicht möglich. Die Länder wollen ihre Beziehungen normalisieren - die Palästinenser sehen das kritisch.

Das Flugzeug aus Israel landet im Flughafen von Abu Dhabi.
Das Flugzeug aus Israel ist mit dem Wort für Frieden auf Arabisch, Hebräisch und Englisch versehen.
Quelle: Reuters

Ein israelisches Flugzeug mit hochrangigen Delegationen Israels und der USA ist am Montag als erster Direktflug aus Israel in den Vereinigten Arabischen Emiraten angekommen. Die Verbindung der staatlichen Fluggesellschaft El Al verdeutlicht die Umsetzung des historischen Abkommens zwischen Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten, ihre Beziehungen zu normalisieren.

Erste Überflugerlaubnis aus Saudi-Arabien

Auf dem knapp dreieinhalb Stunden langen Flug nach Abu Dhabi nutzte die Maschine Saudi-Arabiens Luftraum und flog über die saudische Hauptstadt Riad. Es war das erste Mal, dass einem israelischen Flugzeug dies gestattet wurde. Ohne Überflugerlaubnis würde der Flug mehr als doppelt so lange dauern und wäre nicht mehr profitabel.

Israel und die Emirate haben sich auf ein Abkommen verständigt.

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Das Abkommen zwischen Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten war von den USA vermittelt worden. Zur US-Delegation gehörten der Schwiegersohn von Präsident Donald Trump, Jared Kushner, Israel wurde unter anderen vom nationalen Sicherheitsberater Meir Ben-Schabbat vertreten.

Während dies ein historischer Flug ist, hoffen wir, dass eine noch historischere Reise für den Nahen Osten und darüber hinaus beginnen wird.

, sagte Kushner vor seinem Boarding. Ben-Schabbat sagte, er freue sich auf die Reise. Ziel sei es, eine Zusammenarbeit in Bereichen wie Tourismus, Medizin, Technologie und Handel vorzubereiten.

Saudi-Arabien hält an Boykott fest

Der Flug hatte die Nummer LY971, ein Verweis auf die Landesvorwahl der Vereinigten Arabischen Emirate. Das Flugzeug war mit dem Wort für Frieden auf Arabisch, Hebräisch und Englisch versehen. Journalisten bekamen Mundschutze mit den Flaggen von Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten.

US-Präsidentenberater Jared Kushner, Außenminister der Arabischen Emirate, Anwar Gargash und Israelischer Sicherheitsberater Meir Ben-Shabbat bei einem Treffen in Abu-Dhabi.
US-Präsidentenberater Jared Kushner, der Außenminister der Arabischen Emirate, Anwar Gargash und der israelische Sicherheitsberater Meir Ben-Shabbat in Abu-Dhabi.
Quelle: Reuters

Der 45-jährige Flugzeugkapitän Tal Becker sagte, er habe niemals damit gerechnet, nach Abu Dhabi zu fliegen. Das sei ein "sehr besonderes Gefühl".

Der saudische König Salman und andere arabische Staats- und Regierungschefs von Golfstaaten halten an ihrem Boykott gegen Israel fest. Sie wollen damit den Palästinensern helfen, einen unabhängigen Staat zu bekommen.

Flaggen Vereinigte Arabische Emirate und Israel

Ankündigung wird umgesetzt -
Vereinigte Emirate heben Israel-Boykott auf
 

Seit 1972 waren Beziehungen und Geschäfte zwischen den Vereinigten Arabischen Emiraten und Israel untersagt.

Kritik von Palästinensern

Die Emirate haben das Abkommen mit Israel als Hilfe dargestellt, den israelischen Plan für die Annektierung von Teilen des Westjordanlands aufzuhalten.

Die Palästinenser sind gegen die Normalisierung der Beziehungen. Der palästinensische Ministerpräsident Mohammed Schtajjeh teilte mit, es sei "sehr schmerzhaft", Zeuge des Flugs zu sein. "Wir hatten gehofft zu erleben, wie ein Flugzeug der Emirate in einem befreiten Jerusalem landet", sagte er.

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